Gesetzliche Regelung
Die neuen Vorgaben für mehr Frauen in Vorständen sorgen nach ihrer Einschätzung aber dafür, dass immer mehr Managerinnen in die Topetage einziehen, noch bevor die Regelung ab August gilt. Bundestag und Bundesrat hatten das Gesetz im vergangenen Juni auf den Weg gebracht. Es sieht vor, dass in börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen mit mehr als 2000 Beschäftigten und mehr als drei Vorständen künftig mindestens eine Frau im Vorstand sitzen muss. Das muss ab 1. August dieses Jahres bei Neubesetzungen der Posten beachtet werden.
Genügend Auswahl
Die Hälfte der 40 Dax-Konzerne erreicht den Angaben zufolge inzwischen einen Frauenanteil von 20 Prozent und mehr in der Topetage. „Das zeigt: Es gibt genügend qualifizierte Frauen für Spitzenfunktionen der Wirtschaft“, sagte Seng. Die Geschlechterquote für Aufsichtsräte und das Mindestbeteiligungsgebot für Vorstände würden allerdings für viel zu wenige Unternehmen gelten. „Auch bei Dax-Konzernen, die nicht unter die Regelungen fallen, sowie bei anderen privaten und öffentlichen Unternehmen, sollte Diversität in der Unternehmensleitung Normalität werden“, forderte die Fidar-Vizepräsidentin. (dpa)
