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Aktuell erwarten Analysten, dass sich der russische Angriffskrieg eher weniger auf das Privatkundengeschäft auswirkt. Bild: natali_mis/stock.adobe.com

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Krisen fordern die Finanzmärkte heraus Der Ukrainekrieg wirkt sich unterschiedlich auf deutsche Banken, Kunden und die Finanzsysteme aus

15.06.2022

Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine wurden vielfältige Sanktionen gegen Russland verhängt, die auch Auswirkungen auf dem Finanzmarkt westlicher Länder zeigten. So hat der Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem Swift die Banken der EU und in den USA dazu gezwungen, die Transaktionen mit dem Land einzustellen. Derzeit sehen Analysten im Falle von drohenden Insolvenzen russischer Banken eher geringe Auswirkungen auf das Privatkundengeschäft, da in der EU die Einlagensicherung die Vermögenswerte bis zu einem gewissen Grad absichert.


"Märkte erholen sich nach Krisen mit einem zeitlichen Abstand immer wieder"


Durch den Swift-Ausschluss russischer Banken könnten sich hingegen eher neue Geschäftsfelder eröffnen, die von weniger regulierten „Fintechs“ genutzt werden könnten. Als Kombination aus den Worten „Financial Services“ und „Technology“ versteht man unter „Fintechs“ eher junge Unternehmen, die mit Hilfe technologiebasierter Systeme spezialisierte und besonders kundenorientierte Finanzdienstleistungen anbieten.


"Die Einlagensicherung der EU sichert die Vermögenswerte bis zu einem gewissen Grad"


Besonnen reagieren

Angesichts der veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen und einer Unruhe an den Finanzmärkten mahnen die Experten die Anlegerinnen und Anleger zur Besonnenheit. Denn die Geschichte hat gezeigt, dass sich die Märkte nach Krisen mit einem zeitlichen Abstand immer wieder erholt haben und zu neuen Höhenflügen beispielsweise an der Börse gelangten. Daher raten die Analysten zu einem divers aufgestellten Portfolio, das allerdings kontinuierlich beobachtet werden sollte. Denn wer sein Geld nicht investiert, sondern auf dem Konto oder Sparbuch liegen lässt, ist durch die Krise einer noch stärkeren Entwertung seiner Geldbestände ausgesetzt, als das bereits vor Ausbruch des Ukraine-Krieges der Fall war.