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1975: Der damalige NRWInnenminister Burkhard Hirsch (r.) verleiht dem Mechernicher Bürgermeister Peter Giesen die Urkunde, mit der die Stadtrechte besiegelt wurden. | Bild: H.G. Nickolay/ Stadtarchiv/pp/ Agentur ProfiPress

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Der Kreis Euskirchen war nicht Liebe auf den ersten Blick! Die kommunale Neugliederung strich den Kreis Schleiden 1972 von der Karte

18.06.2022

Spätestens in der zweiten Hälfte des Jahres 1971 verdichteten sich die Anzeichen, dass die Landesregierung in Düsseldorf einem Eifelkreis Monschau-Schleiden keine Chance geben würde. Damit musste allen Beteiligten, insbesondere den damaligen Beschäftigten der Kreisverwaltung in Schleiden auch klar sein, dass im Zuge der kommunalen Neugliederung ein großer Kreis Euskirchen entstehen würde.

Orientierung Richtung Rheinland

Ein Ministerialbeamter soll – so wird bis heute hartnäckig erzählt – das unter anderem damit begründet haben, dass die Kölnische Rundschau von einem größeren Teil der im Kreis Schleiden Lebenden gelesen würde als die Aachener Volkszeitung. Dies zeige, so mutmaßte der Landesbeamte seinerzeit, dass die Menschen im Kreis Schleiden eher in Richtung Köln als in Richtung Aachen orientiert seien.

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Verstreute Dienststellen

So fuhren im Frühjahr 1972 die Umzugswagen vor das Schleidener Kreishaus, die gemeinsame Verwaltungseinheit – also das Kreishaus – wurde in Euskirchen eingerichtet. In Schleiden verblieben lediglich Nebenstellen, wie zum Beispiel eine Kfz-Zulassungsstelle. Aber auch in Euskirchen selbst war die Kreisverwaltung zunächst auf verschiedene Dienststellen verteilt. Das Jugendamt und eine Nebenstelle des Sozialamtes waren in die Wilhelmstraße ausgelagert, Ordnungsamt und Rechtsamt befanden sich in eigens dafür angemieteten Räumen des nicht mehr genutzten „Waisenhauses“ an der Kommerner Straße.

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Stadtfest geplant

Der letzte Akt der kommunalen Neugliederung machte 1972 aus den Gemeinden Kommern und Mechernich schlussendlich die neue, moderne Kommune, die 1975 Stadtrechte bekam und 2022 ein weiteres Stadtfest feiern will.