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Volker Suermann ist Geschäftsführer der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderung Bild: RBW

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Krise fördert Kreativität Die Lage der Wirtschaft ist angespannt – Ein Nebeneffekt ist eine Dynamisierung bei der Digitalisierung

18.03.2021

Die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderung (RBW) hat in einer Blitzumfrage die Situation bei den Unternehmen im Kreis abgefragt. Es ist die zweite Umfrage der RBW seit Ausbruch der Pandemie. Im Mai 2020 stand die wirtschaftliche Lage im Fokus der Befragung, jetzt stand zusätzlich der Umgang mit der Krise im Mittelpunkt.

Dramatische Situation

„Eines vorweg: Die wirtschaftliche Situation der Unternehmen ist weiterhin sehr angespannt, bei manchen gar dramatisch“, stellt Volker Suermann, Geschäftsführer der RBW nach Durchsicht der Ergebnisse, klar. So bezeichnen immer noch rund 35 Prozent der Antwortenden ihre Lage als sehr schlecht bis schlecht (Mai 2020: rund 46 Prozent). Befriedigend nennen zurzeit 36 Prozent (Mai 2020: 25 Prozent) ihre Situation. Knapp ein weiteres Drittel beurteilen damals wie heute ihre Lage als gut bis sehr gut. In der zweiten Januarwoche hatte die RBW über 2.300 Adressaten aus verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen befragt.

Bergische Residenz Refrath

Individuelle Betrachtung

Den Rücklauf bewertet die RBW bei 277 Antworten als gut. „Die Befragung war anonym. Wer wollte, konnte uns Kontaktdaten für individuelle Gespräche übermitteln. Das werden wir nun in rund 50 Fällen wahrnehmen“, so Suermann weiter. Sicher ist, es gibt keinen Fahrplan und keine allgemeingültigen Rezepte für den Umgang mit der Krise. Und so verwundert es nicht, dass rund zwei Drittel der Unternehmen bei der Bewältigung der Krise auf die eigene Kreativität setzen. „Das bestätigt unsere Erfahrung, dass jedes Unternehmen individuell betrachtet werden muss, auch innerhalb gleicher Branchen“, kommentiert das der RBW-Geschäftsführer. Weiterhin nehmen die Unternehmen die staatlichen Angebote in Anspruch. Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen das Kurzarbeitergeld geholfen habe, ein Drittel gab die staatlichen Hilfen an.

Mehr Onlinepräsenz

Einheitlich fielen die Antworten auf die Frage aus, mit welchen Themen sich die Unternehmen in den letzten Monaten vorrangig beschäftigen mussten: Rund 70 Prozent gaben die Umsetzung von Hygienemaßnahmen an, gefolgt von der Anpassung der Prozessabläufe sowohl in Produktion als auch Verwaltung (63 Prozent) und der Mitarbeiterführung (49 Prozent). „Wir sind überzeugt, dass die rheinisch-bergischen Unternehmen sehr verantwortungsvoll mit der Pandemie umgehen, und diese Ergebnisse bestätigen das“, resümiert der Wirtschaftsförderer. Erfreulich sei auch, dass die Themen Öffentlichkeitsarbeit und Kundenkommunikation an Bedeutung gewonnen haben. „Eine gute und aktuelle Präsenz im Internet und in den sozialen Medien hilft da im Moment enorm. Und wir selber sind froh, dass wir seit 2019 unsere eigene digitale Kommunikation ständig ausgebaut haben“, so Suermann. Die RBW hilft den Unternehmen mit ihren umfangreichen Informationen über verschiedene Kanäle, der Maßnahmen-Übersicht auf der Homepage und einem Quick-Check bei staatlichen Hilfen. Und natürlich mit persönlichen Beratungen.
  

Unterstützung der RBW

Alle Angebote, die die RBW den Unternehmen zur akuten Krisenbewältigung und strategischen Krisenprävention macht, sind online zu finden.

www.rbw.de/corona

Umsatz sinkt – Preise steigen

Die Zahl der Kaufverträge für Bauland und Immobilien ist im Jahr 2020 kreisweit im Vergleich zum Vorjahr gesunken

2020 wurden 2037 Verträge unter anderem für Bauland, Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen unterschrieben. Im Jahr davor waren es noch 2323 (minus zwölf Prozent). Das ist im Grundstücksmarktbericht für den Rheinisch-Bergischen Kreis zu lesen. Herausgeber ist der Gutachterausschuss für den Bergischen Kreis, der für den Bericht jährlich den Immobilienmarkt im Kreis untersucht – mit Ausnahme der Stadt Bergisch Gladbach. Dort ist ein eigener Gutachterausschuss tätig.

Ein- und Zweifamilienhäuser

Die Bodenpreise für den individuellen Wohnungsbau stiegen in allen Kommunen gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent an. Der gesamte Umsatz 2020 ist von 545 Millionen um rund neun Prozent auf 498 Millionen Euro gefallen. Das entspricht in etwa dem Prozentsatz, um den der Umsatz im Vorjahr gestiegen war. Den größten Anteil des Gesamtumsatzes macht mit 55 Prozent dabei der Verkauf von Ein- und Zweifamilienhäusern aus.

www.gars.nrw/rbk