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Werke für die Ewigkeit: Musik, die es bis in die Tiefen des Weltalls geschafft hat

Bild: Serhii/stock.adobe.com

Beethovens Einfluss lässt sich an zwei kuriosen Beispielen verdeutlichen. 1977 wurden die Datenplatten „Voyager Golden Record“ ins All gebracht, um Außerirdische auf die Menschheit aufmerksam zu machen, Beethovens Fünfte hat es auf die Platte geschafft. Das Maß der Dinge, beziehungsweise der Audio-CD, bleibt die „Neunte“. Ihre Spieldauer von 74 Minuten und 33 Sekunden wurde von Sony und Philips als Standardisierung für den Tonträger ausgewählt.

Beethovens fast taube Ohren

Mit Ende 20 begann sich das Gehör des Komponisten zu verschlechtern, letztlich war er fast völlig taub. Beethovens tragisches Handicap bedrohte seine Karriere und stürzte ihn in einen emotionalen Abgrund, aus dem er sich wieder heraus kämpfte. Seine musikalische Leistung ist unter diesem Aspekt umso beeindruckender. Mit dem zunehmenden Gehörverlust bevorzugte das Genie immer mehr Töne im mittleren Frequenzbereich, die er besser wahrnahm als hohe. Später verließ er sich zunehmend auf sein inneres Ohr. Im Beethovenhaus kann sein abnehmendes Hörvermögen anhand seiner elektronisch rekonstruierten Musik nachempfunden werden.
Knauber Proklima

Seine berühmtesten Werke

1803
Die Fünfte

Keine Melodie, nur ein lautes Ta-Ta-Ta-Taaa! So beginnt eines der berühmtesten Werke Ludwig van Beethovens. Der Komponist ließ es bei der Uraufführung 1808 krachen und machte das Publikum ratlos. Die sogenannte „Schicksalssinfonie“ verdankt ihren Spitznamen der Charakterisierung „So klopft das Schicksal an die Pforte!“ vom Maestro selbst. Erste Ideen zum Werk notierte er schon 1803.

1810
Für Elise

Das kurze Klavierstück ist ein Welthit, der im Fahrstuhl, als Klingelton oder in der Telefonwarteschleife gespielt wird – auch als Wiegenlied fi ndet es sich in Kinderspielzeugen. Erst Jahre nach seinem Tod gelangte die schöne Melodie an die Öffentlichkeit. Bis heute ist unklar, wem die Tonfolge gewidmet war.

1812
Die Siebte

Als 1812 seine siebte Sinfonie uraufgeführt wurde, befand sich Beethoven auf der Höhe seines öffentlichen Ruhms. Dieses Werk wurde begeistert aufgenommen. Trotz Beethovens zu diesem Zeitpunkt weit fortgeschrittener Ertaubung wird es als Ausdruck schierer Freude, Glück und Lebensbejahung verstanden. Richard Wagner bezeichnete es als „Apotheose des Tanzes“.

1972
Die Neunte

Sie besiegelte Beethovens Status als revolutionärer Meisterkomponisten. Zum ersten Mal ließ er Sänger und Chor in einer Sinfonie auftreten, die in die Verse aus Schillers ursprünglichem Trinklied „Ode an die Freude“ einstimmen. 1972 wurden die Takte dieses letzten Satzes zur offiziellen Europahymne.
  
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