Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt
Anzeigen

Pro Jahr kommt es in Deutschland zu 295.000 Wildunfällen Bild: mediaparts/stock.adobe.com

ANZEIGE

Was tun bei einem Wildunfall? Jetzt im Herbst gilt wieder besondere Vorsicht bei Fahrten vorbei an Wald und Feldern

12.10.2021

Im Herbst nehmen Wildunfälle wieder zu. Besonders hoch ist die Unfallgefahr in der Dämmerung und auf Straßen, die an Wäldern oder Feldern vorbeiführen.

Immer bremsbereit

Mit einer umsichtigen Fahrweise lässt sich mancher Unfall vermeiden. Konkret heißt das, die Straßenränder im Auge behalten und immer bremsbereit sein. Oft taucht das Wild in einer Entfernung von nur 20 Metern oder noch weniger vor der Kühlerhaube auf und das meist nicht allein, sondern im Rudel. Schnellfahrer haben keine Chance zu bremsen. Wichtig ist außerdem, sofort abzublenden und zu hupen. Wenn sich der Zusammenstoß dennoch nicht vermeiden lässt: Warnblinkanlage anschalten, Warnweste anziehen, die Unfallstelle mit einem Warndreieck sichern und die Polizei verständigen. Die informiert den Jagdpächter, nimmt den Unfall auf und erstellt eine Bescheinigung über den Wildunfall. Die braucht der Versicherer, sobald der Schaden die 1.000-Euro-Grenze übersteigt.

Vollkasko sinnvoll

Pro Jahr kommt es nach Beobachtungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft deutschlandweit zu rund 295.000 Wildunfällen (2019). Für Schäden, die durch eine Karambolage mit Tieren jeglicher Art entstehen, ist die Teilkaskoversicherung zuständig. Wichtig für Versicherte mit einer Vollkasko: Zwar beinhaltet die immer eine Teilkasko, jedoch wirkt sich ein hier entstandener Wildschaden nicht auf den Schadenfreiheitsrabatt der Vollkasko aus. Oft kollidiert ein Fahrzeug gar nicht direkt mit dem Tier, sondern der Fahrer erschreckt sich und verreißt das Lenkrad. Oder er weicht dem Wild bewusst aus. Auch in solchen Fällen zahlt die Teilkasko. Nach der aktuellen Rechtsprechung muss der Fahrer dafür aber schon den Zusammenprall mit einem größeren Tier – wie zum Beispiel Wildschwein, Reh oder Hirsch – vermieden haben. Ebenfalls wichtig: Er muss einen Zeugen benennen können. Aber selbst, wer für Hase und Co. ausweicht, steht nicht ohne Versicherungsschutz da. Voraussetzung ist allerdings eine Vollkasko. Diese übernimmt normalerweise all die Schäden, die durch ein derartiges Manöver entstehen. (mit Material von ampnet)