Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt
Anzeigen

Wer lädt, parkt kostenlos – mancherorts erhalten E-Mobile zusätzliche Vergünstigungen Bild: studio v-zwoelf/Stock.adobe.com

ANZEIGE

Was E-Autos so alles dürfen Elektronisch mobil zu sein, bietet mitunter einige Vorzüge

30.03.2021

Die E-Mobilität boomt: In Deutschland hat sich laut Kraftfahrtbundesamt im Jahr 2020 die Anzahl neu zugelassener reiner E-Autos auf 194.000 verdreifacht. Plug-in-Hybride sowie Gas- und Wasserstoffautos hinzugerechnet, waren damit knapp 395.000 neue Autos mit elektrischem Antrieb auf den Straßen unterwegs. Die hohen Zuschüsse tragen dazu bei, dass Kunden bereits bei der Anschaffung der E-Variante eines Pkw-Modells mitunter weniger bezahlen als für den vergleichbaren Verbrenner. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband eMobilität (BEM) in einer Studie. So kostet ein Opel Corsa 1.2 Automatic demnach als Benziner 23.700 Euro, während für einen eCorsa nach Abzug des Umweltbonus 20.420 Euro bezahlt werden müssen. Noch deutlicher werden die Unterschiede nach acht Jahren Nutzungsdauer: Dann sei das Opel-Modell mit E-Antrieb in den Gesamtkosten sogar um ganze 7.000 Euro günstiger, so BEM.

Die Vorteile sind dabei nicht einheitlich geregelt und von Stadt zu Stadt unterschiedlich Bild: nrqemi/Stock.adobe.com
Die Vorteile sind dabei nicht einheitlich geregelt und von Stadt zu Stadt unterschiedlich Bild: nrqemi/Stock.adobe.com

Kostenloses Parken

Das E-Kennzeichen berechtigt in vielen Kommunen zu kostenfreiem Parken. „Das Elektromobilitätsgesetz von 2015 sieht vor, dass Kommunen Elektroautos beim Parken und beim Nutzen beschränkter Straßen oder Wege bevorrechtigen können“, erklärt der auf Verkehrsrecht spezialisierte Rechtsanwalt Tobias Goldkamp. Eine bundeseinheitliche Regelung gebe es hierzu aber nicht, weswegen dies in den einzelnen Städten und Gemeinden unterschiedlich umgesetzt werde. Sehr unterschiedlich gehen die Kommunen zudem mit dem Parken von E-Autos an Ladesäulen um: Während dies etwa in Leipzig für vier Stunden erlaubt ist, dürfen E-Autofahrer in Hamburg zwei Stunden gratis parken. Köln bietet keine generellen Vergünstigungen beim Abstellen von E-Fahrzeugen. Allerdings dürfen diese auf Parkplätzen, die direkt an Ladesäulen liegen, in der Regel kostenlos stehen – allerdings nur während des Ladevorgangs. In München hingegen dürfen E-Autos in allen von der Stadt bewirtschafteten Gebieten zwei Stunden kostenlos parken.


"Wer mit Strom fährt, kann manchmal die Busspur nutzen"


Freie Fahrt

„Ein typisches Beispiel aber ist auch, dass Elektroautos mitunter die Busspur nutzen können“, so Goldkamp. Das ist dem ADAC zufolge etwa in Düsseldorf so, wo es testweise zwei sogenannte Umweltspuren gibt. In Köln dürfen Sonderfahrstreifen von Fahrzeugen mit E-Kennzeichnung genutzt werden, wenn das Zusatzzeichen „Elektrofahrzeuge frei“ unter der Fahrstreifenbeschilderung angebracht ist. Das wird in der Domstadt derzeit auf der Busspur der Aachener Straße umgesetzt. Während der geltenden Zeiten kann diese ebenfalls von E-Mobilen genutzt werden. (mit Material von dpa)