Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt
Anzeigen

Käufer von Elektroautos profitieren nicht nur von der Prämie der Bundesregierung, sondern auch von günstigen Konditionen in der Kfz-Versicherung Bild: djd/DEVK

ANZEIGE

Von Wallbox bis Ladekarten Der Umstieg auf ein E-Mobil katapultiert Autofahrer nicht nur in eine neue Welt der Mobilität, sondern bringt auch neue Begrifflichkeiten mit sich

26.04.2021

Strom brauchen sie alle – soviel ist klar. Dazu sollte man wissen, dass es zwei Arten gibt, ein E-Auto zu betanken: Gleichstrom (DC) und Wechselstrom (AC). Zudem existieren drei verschiedene Steckertypen. Bei uns in Europa bilden der Typ-2-Stecker für das Laden mit AC sowie der CCS-Stecker für das DS-Laden den Standard. Wechselstrom-Ladesäulen im öffentlichen Bereich bieten eine Typ-2-Ladebuchse. Für ältere Fahrzeuge, die noch den Typ-1-Stecker nutzen, gibt es für das öffentliche Laden Adapter. Manche Fahrzeuge nutzen den japanischen Standard-Stecker Chademo. Generell macht es Sinn, sich ausführlich darüber zu informieren, wo öffentlich überall Strom bezogen werden kann. All die einzelnen Anbieter wie ChargeNow oder die Stromanbieter und Stadtwerke bieten Ladekarten, die ihre Säulen abbilden. Dies zumeist auch als Smartphone-App.

Hochvoltsystem-Wartung
  

Elektromobilität mit Zuschuss: Sowohl für den Autokauf als auch für private Wallboxen gibt es Fördertöpfe Bild: djd/E.ON
Elektromobilität mit Zuschuss: Sowohl für den Autokauf als auch für private Wallboxen gibt es Fördertöpfe Bild: djd/E.ON

Da der Strompreis im Vergleich zum Benzin- oder Dieselpreis für eine Fahrzeugfüllung viel geringer ist, spart der Besitzer bei jedem Tanken Geld. Ein Vorteil der Elektrofahrzeuge ist außerdem, dass sie über weniger Verschleißteile verfügen als ihre Verbrenner-Pendants und entsprechend weniger Wartung benötigen. So lassen sich etwa Kosten für Öl-, Filter- oder Zündkerzenwechsel einsparen. Dennoch ist eine regelmäßige Wartung – vor allem des Akkus – unerlässlich. Ob die Werkstattkosten bei einem Elektroauto langfristig geringer sind, lässt sich noch schwer abschätzen. Zudem kommt für ein strombetriebenes Auto nicht jede Werkstatt infrage. Um an Elektroautos arbeiten zu dürfen, müssen Mechaniker Fortbildungen bei TÜV, Dekra oder Autoherstellern absolvieren. Erst nach über 100 Unterrichtseinheiten dürfen sie an das Hochvoltsystem der E-Autos ran. Fahrzeughalter sollten sich bei ihrer Werkstatt informieren, ob sie für den Umgang mit Elektroautos geschulte Mitarbeiter beschäftigt. Nur dann kann eine umfassende und sichere Wartung wirklich gewährleistet werden.


"Versicherer bieten Rabatte für E-Fahrzeuge"


Mit einer Wallbox tanken

Natürlich wollen die Besitzer von Stromern ihr Fahrzeug am liebsten bequem, sicher und regelmäßig aufladen – vorzugsweise in der heimischen Garage oder unter dem Carport. Eine sogenannte Wallbox dient dabei als private Elektrotankstelle. Auch für den Bau dieser privaten Ladestationen gibt es oft Zuschüsse. Neu errichtete Ladestationen an privat genutzten Stellplätzen werden etwa von der KfW mit jeweils 900 Euro pro Ladepunkt gefördert – allerdings ist das Fördervolumen begrenzt und nicht jede Wallbox ist förderfähig. So schreibt die KfW unter anderem vor, dass der Ladepunkt über eine Normalladeleistung von elf kW sowie eine intelligente Steuerung verfügen muss. Zudem darf der E-Autofahrer ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen – etwa von der eigenen Photovoltaikanlage oder Ökostrom vom Energieversorger. Um von der Förderung zu profitieren, muss ein Fachelektriker die Installation der Wallbox vornehmen.


"Subventionierte Wallboxen müssen Naturstrom liefern"


Zuschüsse für alle

Den Zuschuss gibt es nicht nur für private Hausbesitzer, sondern auch Mieter, Vermieter und Eigentümergemeinschaften können einen Antrag stellen. In Sachen Förderung von Elektromobilität lohnt sich zudem der Blick auf regionale Förderinitiativen der Kommunen – von E-Bikes bis zu Ladestationen gibt es oft attraktive Programme für private oder auch gewerbliche Nutzer. (mit Material von djd)