Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt
Anzeigen

Shell setzt im Energy and Chemicals Park Rheinland unter anderem auf Künstliche Intelligenz (KI) und auf Augmented Reality Systeme Bild: Viacheslav Lakobchuk/adobestock.de

ANZEIGE

Virtual Reality ist die Realität Digitalisierung

24.11.2021

„Die Coronapandemie ist ein wirklicher Beschleuniger für die Digitalisierung“, erklärt Michael Hansen. Der Engineering Manager ist Mitglied der Geschäftsleitung des Shell Energy and Chemicals Park Rheinland.

„Im Frühjahr 2020 mussten wir von heute auf morgen vieles digital ablaufen lassen. Gleichzeitig standen wir unter dem Druck, durch die pandemiebedingten Umsatzeinbrüche mit Kosteneinsparungen zu kompensieren“, so Michael Hansen. Das habe die Digitalisierung bei Produktion, Engineering und Instandhaltung erheblich beschleunigt. So habe das Videokonferenz-Programm Teams die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden auf ein neues Level gehoben. „Gleichzeitig mussten wir Standardabläufe wie Team- oder Projektmeetings und Workshops in den virtuellen Raum verlegen – ohne dabei Mitarbeiter zu verlieren. Etwa mit virtuellen Coffee Calls“, erklärt der Engineering Manager.

Doch nicht nur die Kommunikationswege sind digitaler geworden. Michael Hansen und sein Team haben auch die Produktion sowie die Betreuung der Anlagen im Bereich Instandhaltung und Engineering automatisiert. „Dort haben wir Wert daraufgelegt, Systeme mehr miteinander zu vernetzen. Stichwort persönliche Vernetzung“, so Hansen. Dafür setzt Shell in Köln-Godorf und Wesseling unter anderem auf Künstliche Intelligenz (KI). „Sie kann vorhersagen, ob ich einen Schaden an einer Maschine erwarte. Dafür benötigen diese Modelle Trainings und eine gute Betreuung durch Spezialisten. Es reicht nicht, einfach einen Knopf zu drücken“, erklärt das Mitglied der Geschäftsführung.

Zudem werden Virtual Reality und Augmented Reality immer wichtiger. „Wir arbeiten zunehmend mit Firmen aus vielen Ländern und Kontinenten zusammen. Wir erwarten durch Virtual Reality oder Augmented Reality ein viel besseres Design und letztendlich auch die kostengünstigere Verwirklichung von Projekten“, so Hansen.

Künftig wolle er verstärkt dafür sorgen, dass Jobs von zu Hause genauso gut wie im Büro ausgeführt werden können. „Das ändert aber nichts an dem Mehrwert, wenn man Ideen in Teams vor Ort entwickelt. Außerdem lassen sich viele Anlagen nur vor Ort betreiben“, erläutert der Engineering Manager. Er gehe davon aus, dass das hybride Arbeiten zur Norm werde – mit all den Herausforderungen für den Führungsstil und die IT-Technologie. Außerdem seien moderne Räumlichkeiten nötig, um die technischen Voraussetzungen zu erfüllen.

Damit die Digitalisierung gelingt, sind zwei Dinge besonders wichtig: Zum einen muss die Datenqualität stimmen. Denn KI- und Augmented Reality Systeme sind nur so gut wie die Daten, die sie bekommen. Zum anderen muss die Ausbildung an die neuen Techniken und Anforderungen angepasst werden. „Dafür hat Shell konzernweit eine Digital-Literacy-Kampagne gestartet, wo Mitarbeitende sukzessive diese Neuerungen erlernen und später im eigenen Berufsbereich anwenden können“, schildert Hansen und fügt hinzu: „Zudem sind wir natürlich laufend auf der Suche nach jungen Talenten, die mit uns die Zukunft gestalten wollen.“