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Vor allem für kurze Wege sind die Mieträder den Planern zufolge eine gute Alternative zum Pkw. Bild: ARochau/stock.adobe.com

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Die Verkehrswende vorantreiben Der Rhein-Erft-Kreis möchte im Sommer ein Mietfahrradsystem an den Start bringen

24.03.2022
Bautz & Klinkhammer GmbH & Co. KG

Einfach mal auf das Fahrrad steigen und das Auto stehen lassen. Doch wie können lange Strecken in ländlichen Gebieten zurückgelegt werden? Dazu hat sich der Rhein-Erft-Kreis Gedanken gemacht und Anfang des Jahres ein Fahrradmietsystem angekündigt, das in diesem Sommer umgesetzt werden soll. Dies soll künftig die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) erleichtern, da die Strecke hin und zurück zur nächsten Haltestelle umwelt- und ressourcenschonend mit einem gemieteten Fahrrad oder Pedelec statt mit dem Auto zurückgelegt werden kann. So sollen an allen Haltestellen im Rhein-Erft-Kreis die Bus- und Bahnkunden künftig auf Mietfahrräder umsteigen können. Damit möchte der Kreis eine echte Alternative zum Auto schaffen und Fahrräder anbieten, die an einem Ort gemietet und anderswo wieder abgestellt werden können. Zeit, sich einmal nach dem Stand der Dinge zu erkundigen.


"Angebot soll eine echte Alternative zum Auto werden"


Fahrräder und Pedelecs

Zum Jahresbeginn hatte der Kreistag in Bergheim die kreiseigene Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) damit beauftragt, einen Betreiber zu suchen. Nun erklärte das Büro des Landrats dazu, dass sich die REVG mitten im Vergabeprozess für das kreisweite Fahrradmietsystem befindet. Nur zwei Städte sind noch in der finalen Entscheidungsfindung. Alle übrigen acht Städte wollen sich demnach an dem kreisweiten Projekt beteiligen. Dabei sollen sowohl herkömmliche Fahrräder als auch Pedelecs zum Einsatz kommen, die den Fahrenden durch einen Motor beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützen. Wegen der Anzahl der bereitzuhaltenden Räder stimmt sich die REVG derzeit noch mit den Städten ab.

Wertvolle Ergänzung

Eine Inbetriebnahme wird weiterhin für den Sommer 2022 angestrebt, allerdings sind noch in einigen Städten entsprechende Beschlüsse einzuholen. Der Aufbau des kreisweiten Fahrradmietsystems soll zunächst an den ÖPNV-Haltestellen beginnen, wo bereits Nutzer von E-Autos ihre Fahrzeuge aufladen können. Von den sogenannten Mobilstationen gibt es im gesamten Rhein-Erft-Kreis bislang 88. Die Idee dahinter: An diesen Bus-, Stadtbahn- und Regiobahnhaltepunkten soll dann ein bequemer Wechsel zwischen den unterschiedlichen Verkehrsmitteln ermöglicht werden.


"Bequemer Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln"


„Fahrradmietsysteme stellen bei kurzen und mittleren Distanzen eine wertvolle Ergänzung zum ÖPNV sowie privaten Pkw im Rahmen einer multi- und intermodalen Wegekette dar“, beschreibt der Verkehrsdezernent des Rhein-Erft-Kreises Uwe Zaar das grundlegende Ziel des Projektes. „Sie sollen das öffentliche Verkehrssystem vor allem auf der so genannten ‚ersten und letzten Meile‘ abrunden und somit einen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität leisten. Damit sind sie wichtiger Bestandteil der angestrebten Verkehrswende.“


WEITERE INFOS

Damit Autofahrer auf das Mietfahrrad umsteigen, sollen auch günstige Tarife und ein bargeldloses Bezahlen eingeführt werden. Als Zugangsmedium für die Fahrräder werden nach Plänen des Kreises nur ein VRS-eTicket als Mobilitätskarte und die REVG-App auf dem Mobiltelefon benötigt.
» www.revg.de