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Viele Shell Mitarbeiter packten mit anderen freiwilligen Helfern in Bad Münstereifel mit an Bilder: Frank Härtel

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Vereint für die Region

24.11.2021

Orcun Karakaya kann sich noch gut daran erinnern, als die Flut kam: „Ich saß im Homeoffice, draußen hörte es nicht auf zu regnen und am Nachmittag habe ich die ersten Nachrichten von Freunden und Nachbarn in den Sozialen Medien gesehen.“ Der Wesselinger arbeitet in der Personalabteilung des Shell Energy und Chemicals Park Rheinland und musste erleben, dass auch sein Wohnort vom Hochwasser betroffen war. Keller, Durchfahrten und Straßen waren überflutet.

Und genau dort setzte Shells Werkfeuerwehr an. Sie unterstützte die hauptamtlichen Kräfte in Wesseling dabei, die Unterführung am Kronenweg leer zu pumpen. „Am Tag darauf haben wir unsere Pumpe nach Erftstadt gebracht, denn Pumpen waren echte Mangelware“, erklärt Frank Härtel, Ausbilder der Werkfeuerwehr. Anschließend fuhr er nach Bad Münstereifel, um die Menschen dort mit kostenlosem Shell-Kraftstoff und Kanistern zu versorgen.

Um auch den eigenen Mitarbeitern zu helfen, stimmte sich Orcun Karakaya mit seinen Vorgesetzten ab und vertrat die Personalabteilung im neu geschaffenen Krisenteam. „Neben mir waren unter anderem Kollegen aus der Produktion, der Werkfeuerwehr, dem Betriebsrat und natürlich der General Manager selbst vertreten.“ Dabei galt für alle Mitglieder: Die Fluthilfe hat ab sofort oberste Priorität.

Zunächst brachte Karakaya in Erfahrung, welche Shell Mitarbeiter vom Hochwasser betroffen waren. „Ihnen haben wir unbürokratisch mit Sonderurlaub und flexiblen Arbeitszeiten geholfen. Unsere Botschaft war: Wir bekommen das hin“, erklärt er. Um den Geschädigten auch finanziell zu helfen, rief Shell ihre Mitarbeiter zu Spenden auf. Neben Geld konnten sie dabei ebenso ihre Überstunden spenden – der Arbeitgeber zahlte dann den Gegenwert ihrer geleisteten Mehrarbeit.

Insgesamt spendeten die Mitarbeiter 69.000 Euro. Diesen Betrag rundete die Shell Deutschland GmbH auf 500.000 Euro auf. Hinzu kamen Sach- und Kraftstoffspenden. „Wir hoffen, mit diesen Spenden im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro einen Beitrag für eine neue, sicherere Lebensgrundlage in den betroffenen Regionen leisten zu können“, so Dr. Marco Richrath, General Manager des Energy and Chemicals Park Rheinland.

Doch die Hilfe ging deutlich darüber hinaus: „In Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln haben wir zunächst geregelt, dass wir die Heizöl-Wassergemische aus dem Kreis Euskirchen und Rheinbach annehmen dürfen“, erläutert Günter Korden, Abfallbeauftragter und Gefahrgutkoordinator. Um das kontaminierte Heizöl-Wasser und Schlammgemisch weiterverarbeiten zu können, musste Shell es zuerst aufbereiten. „Dafür mussten wir es zunächst in seine Bestandteile Schlamm, Wasser und verunreinigtes Heizöl trennen. Erst danach konnten wir es der Produktion beimischen“, erklärt Korden.

Eine große Herausforderung sei entstanden, als das Technische Hilfswerk (THW) aus dem Kreis Sinzig/Ahrweiler um Unterstützung anfragte, so Korden. Erst vor Ort konnte er sich ein Bild von der Katastrophe machen. „Wir haben tagelang Saugwagen in die Region gesandt, um das verunreinigte Heizöl-Wasser-Gemisch dort abzuholen“, berichtet Korden. „Um die Wege für das THW möglichst kurz zu halten, stellten wir in Abstimmung mit dem Krisenstab von Shell neun organisierte Kesselwagen am Bahnhof Sinzig auf, die als Zwischenlager dienten.“ So musste das THW das Gemisch nur wenige Kilometer weit transportieren. „Wir haben dann in einem festen Rhythmus mit den Speditionen diese Kesselwagen entleert und in unsere Werke gebracht“, erklärt der Gefahrgutkoordinator. Zudem stellte Shell dem THW etwa 100 Container zur Verfügung, in denen weitere Gemische gesammelt werden konnten.

Trotz der enormen Anstrengungen fällt das Fazit von Günter Korden sehr positiv aus: „Es war ein extremer Organisations- und Arbeitsaufwand. Doch es hat uns sehr bewegt, den Menschen in den betroffenen Regionen helfen zu können.“


Nur zesamme sin mer Enerjiewandel

Der Energy and Chemicals Park Rheinland möchte künftig noch sichtbarer am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Aus diesem Grund wird Shell in dieser Karnevalssession auch Teil des Rosenmontagszug sein. „In den folgenden drei Sessionen werden wir die Traktoren, die die Wagen ziehen, mit R33-Diesel betanken. Dies spart den Ausstoß von mindestens 20 Prozent Kohlendioxid“, erklärt General Manager Dr. Marco Richrath. Den Fuhrpark des Festkomitee Kölner Karneval betankt Shell ebenfalls mit verbrauchsarmen Kraftstoffen. Gemäß dem diesjährigen Motto „Nur zesamme sin mer Fastelovend“ haben die Shell Verantwortlichen bereits im Februar eine Kooperationsvereinbarung mit der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kölner Karnevals mbH unterzeichnet. Ihr Geschäftsführer Christoph Kuckelkorn ist gleichzeitig auch der Präsident des Festkomitees. Die Energiewende ist – wie Karneval – eben nur zusammen machbar.
  

Shell modernisiert den Bürgerdialog

Neue Kommunikationswege

Corona hat die Digitalisierung enorm beschleunigt. Der Energy and Chemicals Park Rheinland möchte Menschen dort abholen, wo sie sind. Aus diesem Grund verlagert er sein Kommunikationsangebot von der Straße ins Netz.

Künftig können sich Nachbarn, Bürger und Kunden noch umfassender und bequemer über aktuelle Projekte und Entwicklungen informieren. Statt sich auf den Weg ins Nachbarschaftsbüro zu machen, genügen wenige Klicks auf Computer, Tablett oder Smartphone. Denn klar ist: Es stehen große Veränderungen an. Umso wichtiger ist es dem Team des Energy and Chemicals Park Rheinland, die Menschen über die kommenden Schritte hin zu einem Netto-Null-Emmisionsunternehmen zu informieren.

Dafür bauen Constantin von Hoensbroech und weitere Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation das digitale Informationsangebot weiter aus. „Schon jetzt können sich die Menschen rund um die Uhr über aktuelle Ereignisse, Projekte oder anstehende Ereignisse auf unseren Seiten informieren“, erklärt Constantin von Hoensbroech. Bei Fragen und Anregungen steht das Bürgertelefon zur Verfügung. Shell Mitarbeiter nehmen unter 0800/22 36 750 rund um die Uhr Anliegen entgegen.

Der persönliche Austausch mit Menschen aus der Nachbarschaft ist für Shell von großer Bedeutung. Daher werden die Mitarbeiter*innen auch künftig zum Dialog in den Energy and Chemicals Park Rheinland einladen oder an Veranstaltungen im Umland teilnehmen. Allerdings hat Corona die Digitalisierung enorm beschleunigt. Der Park möchte daher Menschen dort abholen, wo sie sind – sowohl offline als auch online. Aus diesem Grund wird das Kommunikationsangebot im Netz im kommenden Jahr deutlich ausgebaut.

Seit zwei Jahren sind der Energy and Chemicals Park Rheinland und weitere Industrieunternehmen der Region gemeinsam bei Facebook vertreten. Dort teilen die Unternehmen relevante Informationen für die Nachbarschaft und Region rund um die jeweiligen Standorte mit. „Der Kanal hat sich etabliert“, stellt von Hoensbroech fest und ergänzt: „Die wachsenden Zugriffszahlen und Reichweiten zeigen uns ein immer weiter steigendes Interesse, sich auch auf diesem Wege über die Industrie zu informieren.“ Der Facebookauftritt solle daher in Zukunft noch stärker genutzt werden, beispielsweise durch kleinere Serien zu spezifischen Themen der Industrieunternehmen vor Ort.

Info

Das Bürgertelefon 0800/22 36 750
Die aktuellsten Meldungen https://bit.ly/3uJGI5S
Infos zu den wichtigsten Projekten https://bit.ly/3FpYMqy
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