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In Deutschland gibt es zu wenige Pflegekräfte – Aufgrund der Corona-Krise könnte es nun bald attraktiver werden, diesen Beruf zu ergreifen

Für Interessierte sollen zukünftig mehr Anreize geschaffen werden, um den Beruf der Pflegefachkraft zu ergreifen Foto: auremar - stock.adobe.com

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Systemrelevant, einfach wichtig In Deutschland gibt es zu wenige Pflegekräfte – Aufgrund der Corona-Krise könnte es nun bald attraktiver werden, diesen Beruf zu ergreifen

19.05.2020

Sie sind derzeit in aller Munde: die Pflegeberufe. Denn aufgrund ihrer Bedeutung für die Gesellschaft in Zeiten der Corona-Krise ist die Wertschätzung dieser Tätigkeiten in der Bevölkerung deutlich gestiegen. Allerdings hat sich in den vergangenen Monaten nicht nur die öffentliche Wahrnehmung für diese Berufssparte geändert. Seit Anfang Januar 2020 gibt es zudem eine neue Ausbildungsordnung für angehende Pfleger.

Die bisherigen Ausbildungsberufe werden in der Berufsausbildung zur Pflegefachkraft zusammengefasst, worauf die Bundesagentur für Arbeit auf ihrem Portal „Planet-Beruf“ aktuell gesondert hinweist. Bisher hatten sich Azubis von Anfang an zwischen Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege entscheiden müssen.

Verantwortungsgefühl gefragt

Die Ausbildung findet in der Berufsfachschule sowie in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen statt. Dort lernen die angehenden Fachkräfte, was im Umgang mit Patienten jeden Alters wichtig ist. Wer sich für die Ausbildung interessiert, sollte also viel Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl mitbringen.


"Körperliche und psychische Belastbarkeit sind vonnöten"


Daneben sind unter anderem eine körperliche, aber auch eine psychische Belastbarkeit vonnöten, was während der Corona-Pandemie nun einem Großteil der Bevölkerung ebenfalls klar geworden ist. Außerdem ist ein mittlerer Schulabschluss nötig, der nach der zehnten Klasse erreicht wird. Wer einen Hauptschulabschluss hat, muss zunächst eine andere Berufsausbildung abschließen – etwa zum Pflegehelfer.
   

Wer sich für seine Arbeit begeistern kann, der hat Spaß im Alltag Foto: Antonioguillem - stock.adobe.com
Wer sich für seine Arbeit begeistern kann, der hat Spaß im Alltag
Foto: Antonioguillem - stock.adobe.com

Höheres Gehalt in Aussicht

Azubis bekommen eine Vergütung, die in Einrichtungen des öffentlichen Dienstes im ersten Lehrjahr bei rund 1.140 Euro liegt und dann stufenweise auf rund 1.300 Euro brutto monatlich ansteigt. Nach der Ausbildung steht Pflegekräften ein Bruttoeinkommen von etwa 2.400 Euro pro Monat zur Verfügung. Aber: Während der Corona-Krise sollen Bonuszahlungen ausgeschüttet werden. Zudem setzen sich Spitzenpolitiker aller Parteien derzeit dafür ein, dass Pflegekräfte künftig besser bezahlt werden.