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„Leyendeckerstraße“: Tags verschandeln die Gestaltung

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Sprayer zerstören viele Werke Der Vandalismus kostet die KVB jährlich rund eine Million Euro

11.09.2020

Graffitisprayer, die Wände nicht nur mit sinnlosen Parolen beschmieren und zudem noch etwas auf sich halten, akzeptieren die Werke anderer und übermalen sie nicht. Das sagen nicht nur Sozialpädagogen, sondern Leute aus der Szene selbst. Sie waren es daher eher nicht, die vor Jahren das Kunstwerk von Ulrike Utaz großflächig mit ihren Tags besprühten und die etwa zur gleichen Zeit entstandene künstlerische Gestaltung der Haltestelle „Piusstraße“ vollkommen zerstörten.
   

„Piusstraße“: Kunst übersprüht
„Piusstraße“: Kunst übersprüht

2014 wurde die U-Bahn-Station „Leyendeckerstraße“ für beinahe 500.000 Euro komplett saniert, das Kunstwerk mithilfe von Ulrike Utaz restauriert und ein Graffitischutz aufgebracht. Lange konnten sich die Ehrenfelder aber nicht an dem wieder hergestellten, frischen Kunstwerk erfreuen. Regelmäßig müssen Schmierereien von den Wänden entfernt werden. Trotzdem bleiben unansehnliche Spuren. Unschön für alle, die sich täglich in diesen Stationen aufhalten, wenn sie auf ihre Bahn warten und teuer außerdem: Über eine Million Euro muss die KVB jährlich aufbringen, um Vandalismusschäden zu beseitigen. Geld, das letztlich die Steuerzahler berappen müssen.