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Beratung per WhatsApp: Experten der Kreishandwerkerschaft informieren angehende Azubis via Smartphone und ziehen ein positives Fazit nach den ersten Aktionstagen – Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme für Jugendliche scheint niedriger

Experten der Kreishandwerkerschaft informieren angehende Azubis via Smartphone und ziehen ein positives Fazit nach den ersten Aktionstagen – Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme für Jugendliche scheint niedriger

Der Oberbergische Kreis hat etwas Neues gewagt und Beratung über soziale Medien angeboten Bild: Anton / Pexels

Die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land geht neue Wege in der Beratung von Jugendlichen, die eine Lehrstelle im Handwerk suchen. Per WhatsApp konnten sich kurz nach Ostern Interessierte an drei ausgewählten Terminen an die Experten der Ausbildungsabteilung wenden und Fragen stellen. Die Idee sei entstanden, da bereits vorhandene Angebote wie Beratungsgespräche oder Telefon-Hotlines kaum genutzt würden, betont Katrin Rehse, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit bei der Kreishandwerkerschaft. Zudem sei über den Messenger-Dienst die Hemmschwelle für Fragen wie „Was verdiene ich?“ niedriger. Die Resonanz sei gut gewesen, sagt Rehse, die die Aktion von der Planung über die Durchführung bis zur abschließenden Bewertung begleitet hat: „Deutlich mehr fühlten sich angesprochen als bei klassischen Beratungsangeboten. Die Erwartungen wurden übertroffen.“ Eine Fortsetzung der WhatsApp-Sprechstunde sei möglich.

Werbung im Schulbus. Der Aktion vorausgegangen war eine innovative Kampagne: Vor den Osterferien hatte die Kreishandwerkerschaft an fünf Tagen – jeweils begleitet von Vertretern eines Gewerks – Busse aufgesucht, mit denen viele Schüler zur Schule fahren. So konnten die Heranwachsenden direkt und ganz anders angesprochen werden. Auf Flyern und Postkarten, die währenddessen verteilt wurden, wurde zum ersten Mal die WhatsApp-Nummer als Kontaktmöglichkeit angegeben.

Zielgruppe ansprechen. Bei der Nachwuchs-Werbung gäbe es keinen Weg mehr an der Nutzung sozialer Netzwerke vorbei, findet Rehse: „WhatsApp sollte als neuer Kanal ernster genommen werden.“ Allerdings stellt diese Art der Kommunikation die Organisatoren auch vor neue Herausforderungen. Zum einen ist nicht planbar, wie viele Jugendliche sich wirklich melden. Zum anderen kann die Akquise nur indirekt durch Veröffentlichung der mobilen Nummer erfolgen. Umso wichtiger sei es, so Rehse, den WhatsApp-Kontakt in den nächsten Monaten aktiv zu bewerben. Im Herbst wird die Mobilfunknummer der Kreishandwerkerschaft auf Ausbildungsmessen als eigenständiger Kontaktweg neben den bekannten erstmals offiziell vertreten sein.

App in Arbeit. Großer Vorteil des neuartigen Angebotes ist die Möglichkeit, mehrere Interessenten gleichzeitig zu betreuen. Die üblichen Sprechstunden finden als Einzelgespräche statt. Rehses Fazit der Aktion fällt positiv aus: „Für den Erstkontakt ist WhatsApp definitiv ein gutes Instrument.“ Der Service könne weiter optimiert werden, etwa durch Textbausteine für Antworten auf allgemeine Fragen rund ums Thema Ausbildung. Eine weitere interessante Zielgruppe sind zudem die Eltern ausbildungswilliger Jugendlicher. Laut Rehse spielen diese bei der Ausbildungssuche eine entscheidende Rolle: „Sie informieren sich häufig für ihre Kinder und lassen sich die Möglichkeiten erläutern.“ 13 Gewerke sind in der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land vertreten – vom Friseur über den Bäcker bis zum Dachdecker. Aktuell arbeiten die Experten der Ausbildungsabteilung an einer App, in der die Handwerksberufe vorgestellt werden.

Bildungsschecks

Weiterbildung lohnt sich

Bild: moodbord / moodboard
Bild: moodbord / moodboard
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert seit 2006 die berufliche Weiterbildung von Angestellten und neuerdings ebenfalls von Selbstständigen mit sogenannten Bildungsschecks. Seit Ende April können diese nun jedes und nicht mehr nur alle zwei Jahre beantragt werden. Zudem gilt für Unternehmen, die zur Förderung ihrer Mitarbeiter Bildungsschecks beantragen, keine Einkommensgrenze mehr. Durch die Fördermittel soll es für jeden möglich sein, sich stetig neue Qualifikationen anzueignen, um sich damit nicht nur den eigenen Arbeitsplatz zu sichern, sondern auch die persönlichen Aufstiegschancen zu erhöhen oder aber erfolgreich an neue, attraktive Jobs zu gelangen. Gleichfalls soll das Angebot Menschen, die wieder ins Berufsleben einsteigen möchten, den Weg zurück erleichtern. Der Oberbergische Kreis bietet für die Bürger kostenlose Beratungsangebote zu den vielseitigen Förderprogrammen des Bildungsschecks an. Interessierte können auf der Weiterbildungsseite NRW einen Schnelltest machen, inwiefern sie für diese in Frage kommen.
www.wf-obk.dewww.weiterbildungsberatung.nrw

Online beim Kreis bewerben

Ein neues Portal soll die Jobsuche im Oberbergischen vereinfachen Bild: Rawpixel / iStock
Ein neues Portal soll die Jobsuche im Oberbergischen vereinfachen Bild: Rawpixel / iStock
Seit Mitte April bietet der Oberbergische Kreis ein neues Online-Bewerbungsportal an. Nachwuchs- und Fachkräfte können sich dort über freie Stellen bei der Kreisverwaltung informieren. Die Behörde hoffe, freie Arbeitsplätze so besser und zeitgerechter bekanntmachen und vermarkten zu können, sagte Klaus Grootens, Personaldezernent des Oberbergischen Kreises. Die ersten Stellen, die über das Portal angeboten werden, sind die Ausbildungsplätze für das Jahr 2019 sowie die Leitung der Psychologischen Beratungsstelle. Interessierte können sich online schnell und einfach bewerben. Dank integrierter Funktionen wie dem Auslesen des Lebenslaufs und dem automatischen Befüllen des Bewerbungsformulars, dauert der Vorgang wenige Minuten. Erreichbar ist das Portal unter:
www.obk.de/stellenboerse
Sarstedt AG & Co. KG
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