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Bart Biebuyck von The Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking, Huibert Vigeveno, Vorstandsmitglied der Royal Dutch Shell, Ministerpräsident Armin Laschet, Kerstin Andreae, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, sowie der Europa-Abgeordnete Jens Geier (v. l.) bei der Eröffnung der neuen Anlage Bild: Montserrat Manke

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Die Zukunft hat begonnen Größter PEM-Elektrolyseur für grünen Wasserstoff arbeitet in Wesseling

27.09.2021

Im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland in Wesseling ist seit Juli Europas größte PEM-Wasserstoff-Elektrolyse zur Herstellung von grünem Wasserstoff, REFHYNE, in Betrieb. Die 20 Millionen Euro teure Anlage mit einer Leistung von zehn Megawatt (MW) konnte dank eines Europäischen Konsortiums gebaut werden, gefördert mit zehn Millionen Euro von The Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU). Pro Jahr werden bis zu 1.300 Tonnen grüner Wasserstoff produziert. Der Bedarf danach ist groß, und schon heute plant Shell die Errichtung einer 100-MW-Elektrolyse-Anlage, REFHYNE II. Baubeginn könnte 2022 sein.

Beitrag zur Energiewende

„Wir wollen in Deutschland führender Anbieter von grünem Wasserstoff für Industrie- und Transportkunden werden. Dabei haben wir die gesamte Wertschöpfungskette im Blick: vom Einstieg in die Stromproduktion mit Offshore-Wind über den Ausbau der Kapazität für die Wasserstoffproduktion bis hin zum Vertrieb über alle Sektoren hinweg. Wir wollen unseren Kunden als verlässlicher Partner zur Seite stehen und ihnen dabei helfen, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern“, sagt Huibert Vigeveno, Vorstandsmitglied der Royal Dutch Shell. Shell will bis spätestens 2050 im Einklang mit der Gesellschaft ein Netto-Null-Emissionsunternehmen werden. Im Zuge der Powering-Progress-Strategie hatte Royal Dutch Shell Anfang des Jahres bekannt gegeben, die Zahl der weltweiten Raffinerie-Standorte auf fünf zu reduzieren und diese in Shell Energy and Chemical Parks zu transformieren. Dadurch wird die weltweite Produktion fossiler Kraftstoffe bei Shell bis 2030 um 55 Prozent sinken.


"Mit zehn Megawatt kann die Anlage jährlich 1.300 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren"


Änderungen in der Region

Auch im Rheinland sollen künftig mehr und mehr nachhaltige Chemie- und Energieprodukte hergestellt werden. Rohstoffe für die Produktion werden dann seltener Erdöl, sondern häufiger Wasserstoff, zirkuläre Abfallstoffe und Biomasse sein. Dafür sollen alte Anlagen abgebaut, neue geschaffen und vorhandene umgerüstet oder umgewidmet werden. Neben der 100-MW-Elektrolyse REFHYNE II ist etwa eine Bio-Power-to-Liquid-Anlage geplant, in der aus grünem Strom und Biomasse synthetische Flugkraftstoffe und Rohbenzin hergestellt werden sollen. Synthetische Kraftstoffe gelten als Hoffnungsträger, um den Ausstoß von CO2 vor allem in der Luftfahrt deutlich zu reduzieren. Beide Projekte befinden sich in einem fortgeschrittenen Planungsstadium, stehen aber noch vor einer finalen Investitionsentscheidung. Für eine Anlage zur Herstellung von Bio-LNG (Liquified Natural Gas) für den Schwerlastverkehr wurde hingegen bereits der Konstruktionsauftrag erteilt.
  

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