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Mobil dank Wasserstoff: Tankstelle

Die Shell Tankstelle wird umgerüstet. Schon bald können Kunden dort auch Wasserstoff tanken. Bild: Kohlenberg


Shell prüft Potenziale

PTL−Studie

NRW-Wirtschafts- und Energieminister Professor Dr. Andreas Pinkwart. Bild: MWIDE NRW/R. Pfeil
NRW-Wirtschafts- und Energieminister Professor Dr. Andreas Pinkwart. Bild: MWIDE NRW/R. Pfeil
Shell und das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen haben eine gemeinsame Durchführbarkeitsstudie zur Produktion von flüssigen Brennstoffen aus Strom vereinbart.

Ziel ist es, die Potenziale sogenannter Power-to-Liquids-Konzepte (PtL) in der Rheinland Raffinerie zu ermitteln. Erste Erkenntnisse erwarten Shell und das Landesministerium voraussichtlich zum Jahresende 2019. PtL beschreibt chemische Prozesse, bei denen aus Energie flüssige Brennstoffe wie beispielsweise Flugzeugbenzin erzeugt werden.

PtL ist eine mögliche Antwort auf die Frage, die ein sich stark verändernder Energiemarkt aufwirft. Beim Einsatz von Ökostrom bieten diese Konzepte die Möglichkeit, flüssige Brennstoffe mit deutlich weniger Treibhausgasemissionen zu produzieren und den ökologischen Fußabdruck von Industrieunternehmen insgesamt zu verbessern.

NRW-Wirtschafts- und Energieminister Professor Dr. Andreas Pinkwart erklärt: „Um ambitionierten Klimaschutz mit einer auch künftig global wettbewerbsfähigen Industrie zu erreichen, brauchen wir mehr anwendungsorientierte Forschung und Durchbruchinnovationen der Wirtschaft“. Mit der Machbarkeitsstudie für die Demonstrationsanlage zeige Shell, dass sie bereit ist, in zukunftsfähige Technologien und innovative Pilotprojekte am Standort Nordrhein-Westfalen zu investieren.

Dr. Thomas Zengerly, Vorsitzender der Geschäftsführung der Shell Deutschland Oil GmbH, betonte bei der Übergabe des Förderbescheids durch den Minister: „Wir werden zukünftig weltweit wesentlich mehr Energie benötigen, um eine wachsende Bevölkerung bei steigendem Lebensstandard zu versorgen.“

Gemeinsam für die Region

Modellregion

Brühl, Hürth, Köln, Wesseling, der Rheinisch-Bergische und der Rhein-Sieg-Kreis sowie verschiedene Unternehmen und Hochschulen haben zusammen das Netzwerk HyCologne gegründet. Dies hat zum Ziel, den Einsatz von Wasserstoff als Energiequelle in der Region voranzutreiben.

Das Engagement kam gut an. Der Förderantrag „Wasserstoffregion Rheinland“ hat die NRW-Landes-Jury überzeugt. Das Konzept zählt zu den Gewinnern der ersten Förderphase des Wettbewerbs „Modellkommune-/Region Wasserstoff-Mobilität NRW“. Eine Runde weiter sind auch die Regionen Düsseldorf/Wuppertal/Rhein-Kreis Neuss und der Kreis Steinfurt. In den drei Regionen unterstützt das Land die jetzt anstehende Entwicklung von Feinkonzepten mit zusammen rund einer Million Euro. Ende des Jahres entscheidet das Land, welcher Bewerber Modellregion für Wasserstoff-Mobilität in NRW wird.

„Wir haben sehr früh die einmalige Situation in der Region erkannt, dass in der chemischen Industrie vor Ort Wasserstoff als Nebenprodukt zur Verfügung steht“, erklärt der HyCologne-Vorsitzende Dr. Albrecht Möllmann. Mit der ersten Erprobung von Brennstoffzellen-Bussen und der Umsetzung einer Tankinfrastruktur sei in den vergangenen zehn Jahren in der Region ein umfassendes Netzwerk von Wasserstoff-Experten und -Akteuren entstanden. Shell leistet dabei einen entscheidenden Beitrag: In Wesseling entsteht gerade die nächste Wasserstoff-Tankstelle.

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