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Die Severinsstraße ist das Zentrum des Südstadtviertels Bild: IG Severin e. V.

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Ein kölsches Veedel im Wandel Vor elf Jahren wurde die Severinsstraße neu gestaltet, nach wie vor wird das Viertel an vielen Ecken verschönert. Am 18. September lädt die Südstadt zum Erkunden ein

16.09.2021
Die Hörlounge

Normalerweise würde am kommenden Wochenende, 18. und 19. September, der „Längste Desch vun Kölle“ auf der Severinstraße stattfinden. Aber er ist zum zweiten Mal wegen der Cornapandemie abgesagt worden. Vorher hat er über 40 Mal stattgefunden und hunderttausende Besucher immer wieder begeistert. 2022 wird er wieder stattfinden – so hoffen es die Veranstalter.

Markt als Alternative

Ganz verzichten müssen die Besucher an diesem Wochenede jedoch nicht. Am Samstag, 18. September, findet von 11 bis 22 Uhr ein kleiner Veedelsmarkt auf dem Severinskirchplatz statt. Es gibt Reissdorf Kölsch und Wein von der Ahr, zudem werden Händler aus dem Veedel dort ihre Waren anbieten. Die KVB wird ebenso vor Ort sein und Interessierte ihre Fragen beantworten, zu aktuellen Plänen informieren und Spaß sowie Lehrreiches für Kinder bieten. Dafür sind nicht zuletzt die beiden KVB-Maskottchen Mixer und Biber dort. Weiter ist ein ungewöhnliches und unterhaltsames Bauchladen-Theater mit Umwelt-Quiz geplant.
  

Vor elf Jahren wurde die Straße optimiert Bild: IG Severin e. V.
Vor elf Jahren wurde die Straße optimiert Bild: IG Severin e. V.

Neue Pläne

Der Markt ist gleichermaßen für Besucher und Veedelbewohner eine Möglichkeit, das Severinsviertel einmal mit neuen Augen zu betrachten und neu zu erkunden. Elf Jahre ist es nun her, dass die Severinstraße umgestaltet wurde. Sie wurde niveaugleich, fußgängerfreundlich und zu einer vielbefahrenen Straße für Radfahrer. Nun hat die Bezirksvertretung Innenstadt beschlossen, die Severinstraße teilweise zur Fußgängerzone zu machen und vorhandene Parkplätze zu reduzieren oder sie in reine Bewohnerparkplätze umzuwandeln. Bis es soweit ist, gibt es noch viel zu diskutieren, denn die Severinstraße und das gesamte Viertel sollen auch ein attraktives Nahversorgungszentrum und ein schöner Gastronomiestandort bleiben.  


"Auch in den Nebenstraßen gibt es kleine Läden, eine Boulebahn, einen Spielplatz und viele Cafès zu entdecken"


Viele Veränderungen

Auch die Nebenstraßen der Severinstraße, wie beispielsweise das Hirschgäßchen, sind attraktiv. Dort gibt es schöne kleine Läden und der Platz „An der Eiche“ mit dem „Haus Müller“ lädt zum Verweilen ein. Auf dem Karl-Berbuer-Platz im Norden des Severinsviertels gibt es nicht nur die Boulebahn, sondern auch den schönen Karl-Berbuer-Brunnen mit dem „Müllemer Böötche“. Das Brunnenschiff „Müllemer Böötche“ ähnelt einer umgedrehten Narrenkappe, auch die Figuren hinter der Reling erinnern an den Karneval. In der Straße im Dau finden sich ein vor wenigen Jahren völlig neu gestalteter Spielplatz und der stillgelegte Hänneschen-Brunnen aus dem Jahr 1914. Und das Severinsviertel entwickelt sich weiter. Die Immobilien und Standortgemeinschaft Severinstraße hat während ihrer dreijährigen Tätigkeit viel für die Attraktivität der Straße getan. Es wurden unter anderem Bäume aufgestellt, Pollerbänke installiert sowie eine Weihnachtsbeleuchtung angeschafft.

Wein – produziert in der Südstadt

Auf dem Weinberg am Chlodwigplatz sind mittlerweile die Trauben reif und warten darauf, durch den Südstadtwinzer geerntet zu werden. Ein zentraler Ort im Severinsviertel ist darüber hinaus die romanische Kirche St. Severin, auf deren Vorplatz zwei Mal pro Woche ein interessanter Ökomarkt stattfindet.