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Saskia Piotrowski (l.) und Julia Schulze Buxloh Bild: Lina Niebling

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Netzwerke und Kontakte nutzen In Köln-Nippes entsteht im Sommer ein „Anwältinnenkollektiv“

26.03.2021

Die Rechtswissenschaft eine Männerdomäne? Das war einmal. Zumindest wer sich in den Hörsälen des Landes umschaut und die Zahlen der Juraabsolventen betrachtet, erhält inzwischen ein anderes Bild von der Juristerei: ein weiblicheres. Bei den Rechtsanwaltszulassungen sieht es ähnlich aus. Im Bezirk der Rechtsanwaltskammer Köln werden jährlich rund 500 neue Anwälte zugelassen. Insgesamt sind davon mittlerweile die Hälfte Frauen, vor zehn Jahren lag der Wert noch bei einem Drittel. Dazu werden in diesem Jahr voraussichtlich auch Julia Schulze Buxloh und Saskia Piotrowski gehören. Die beiden Juristinnen gründen derzeit ein „Anwält:innenkollektiv“.

Rechtsbeistand im Migrationsrecht

Asyl- und Aufenthalts- sowie Familienrecht sollen die Schwerpunkte ihrer Kanzlei in Köln-Nippes werden. „In beiden Tätigkeitsfeldern sehen sich Menschen immer wieder mit Rassismen, Nationalismen und Sexismen konfrontiert. Gleichzeitig ist der Zugang zu Rechtsbeistand – vor allem im Migrationsrecht – erheblich erschwert“, sagen die Rechtsexpertinnen. Ihr Anspruch sei es, diesen Zugang – soweit in ihrer Handlungsmacht stehend – zu erleichtern. „Zudem hören engagierte und gute Anwält:innen altersbedingt auf, sodass junge Anwält:innen – wie wir – nachkommen müssen“, erzählen sie.

Feministische Juristinnenkongresse

Ihr Ziel: „Wir wollen eng mit Netzwerken, die sich im Bereich des Migrations- und Familienrechts im weitesten Sinne engagieren, zusammenzuarbeiten.“ Dabei wüssten sie die Kontakte aus ihrem ehrenamtlichen und beruflichen Engagement zu nutzen. Neben ihrer Kanzleigründung verbindet die beiden Frauen eine jahrelange gesellschaftspolitische Arbeit und Freundschaft. Beide haben zudem regelmäßig an feministischen Juristinnenkongressen teilgenommen.
  

Kurz & kompakt

Bild: Girts/stock.adobe.com
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NACHHALTIGE GESCHÄFTSIDEE

Die Stadt auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützen

Köln hat sich als Mitglied im Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder verpflichtet, seine CO2-Emissionen bis 2030 (gegenüber 1990) um 50 Prozent zu reduzieren. Die KölnBusiness Wirtschaftsförderung und SmartCity Cologne suchen in diesem Zuge Startups, die mit ihren Geschäftsideen den Standort auf diesem Weg unterstützen. Gekürt werden soll „Kölns Klima Star 2021“. Interessierte können sich bis zum 11. April bewerben. Im Rahmen der SmartCity Cologne Konferenz am 22. April bekommen fünf von ihnen die Möglichkeit, ihr Geschäftsmodell vor einem Online-Publikum zu pitchen. Am Ende stimmt das Online-Publikum ab, wer gewinnt. Weitere Infos unter www.smartcitycologne.de/index.php/Startup-Pitch-Koelns-Klima-Star-2021.html
   

Bild: Magryt/stock.adobe.com
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TECH TOUR FUTURE 21

Auf der Suche nach Investoren und Partnerschaften

Im Rahmen der Tech Tour NRW im Februar hatten sich 80 Start-ups landesweit beworben. 31 wurden ausgewählt, 13 davon aus Köln. Fünf Start-ups aus der Domstadt konnten die Expertenjury aus Investoren überzeugen: Prosion möchte durch ein Werkzeug aus chemischen Bausteinen zur Entwicklung neuer und effektiver Medikamente beitragen. Mailo bietet passgenaue Versicherungslösungen für Unternehmen. Und RAUM setzt auf Virtual Reality. Hotel ResBot hat einen digitalen Assistenten entwickelt, der Reservierungsaufgaben in Hotels und Restaurants übernimmt, um die menschlichen Mitarbeiter zu entlasten. Ordnung in das Software-Wirrwarr vieler Firmen bringt Sastrix. All diese Start-ups nehmen aktuell an der Online-Veranstaltung Tech Tour Future 21 teil und haben dort die Möglichkeit, hochkarätige Vertreter von 100 Konzernen sowie Investoren zu überzeugen und Partnerschaften einzuleiten.

INNOVATIV DENKEN

Lieblings-Start-up bis 29. März wählen

Das nordrhein-westfälische Wirtschafts-und Digitalministerium sucht Start-ups, die „Out of the box“ denken. Die ersten drei erhalten ein Preisgeld, die ersten zehn nehmen am PIRATE Summit teil und dürfen ihre Idee dort Top-Entscheidern präsentieren. Zum Voting geht es hier:

www.outofthebox.nrw/liste