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Beim weihnachtlichen Geschenkpapier gibt es inzwischen nachhaltige Angebote Image 1
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Schöne Verpackungen, die die Umwelt schonen: Beim weihnachtlichen Geschenkpapier gibt es inzwischen nachhaltige Angebote

Geschenke zu machen, bereitet viel Freude – die übrig bleibende Papierfl ut eher weniger Foto: djd/www.planetpaket.de

Weihnachtsmann und Christkind müssen sich in diesem Jahr wieder kritischen Fragen stellen. Schließlich wird die Misere mit dem vieldiskutierten Verpackungsmüllproblem an den Feiertagen besonders deutlich. Das Geschenkpapier wird aufgerissen – und landet unmittelbar darauf im Altpapier.

In Zahlen

Würde jeder Bundesbürger zu Weihnachten im Durchschnitt 100 Gramm Geschenkpapier verwenden, kämen rund 8.000 Tonnen zusammen. Sie ergeben nebeneinander ausgebreitet eine Fläche von 7.000 Fußballfeldern. Auf das Verpacken der Geschenke wollen und sollen die Bundesbürger jedoch nicht verzichten, schließlich ist Weihnachten ebenso ein Fest der Rituale.
   
Komplett recycelbar

Statt konventionellem Geschenkpapier, das nur teilweise recycelt werden kann, gibt es heute Sorten, die sich komplett wiederverwerten lassen und bereits nachhaltig produziert wurden. Der Münchner Anbieter PlanetPaket etwa lässt sein Geschenkpapier in einer Druckerei in Österreich herstellen. Sie arbeitet mit einem Verfahren, bei dem keine Abfälle entstehen, sondern alle Stoffe für die Aufbereitung und Wiederverwertung optimiert werden. Die Farben sind ungiftig, auf besonders umweltschädliche Gold- und Silberbeschichtungen wird verzichtet. Beim zertifizierten Cradleto-Cradle-Konzept, das die Druckerei nutzt, entsteht kein Abfall. Wie in der Natur bleiben alle Substanzen in Kreisläufen erhalten.

Glitzerfolie besser vermeiden

Die Deutsche Umwelthilfe empfiehlt außerdem, am besten komplett auf glitzernde Verpackungen zu verzichten. „Der Herstellungsaufwand für Glitzerpapier ist enorm hoch“, erläutert Philipp Sommer, stellvertretender Leiter für den Bereich Kreislaufwirtschaft. „Es enthält oft Aluminium, das so dünn ist, dass es sich nicht mehr sauber trennen und recyceln lässt.“ Das gilt ebenso für Papier, das mit Folie überzogen ist: „Beschichtetes Geschenkpapier kann praktisch nicht recycelt werden: Das Papier und die Folie verschmelzen beim Recyclingprozess“, erklärt Sommer. „Das Material landet daher am Ende meist in der Müllverbrennungsanlage.“ Sein Tipp: „Um Abfall zu vermeiden, verwendet man am besten Papier, das bereits im Haushalt vorhanden ist.“

Schön dekoriert

Die Dekoration des Präsentes ist die Handschrift des Verschenkenden. Neben selbstgebastelten Anhängern oder Federn bieten sich natürlich Weihnachtskugeln, Strohsterne und Lebkuchenherzen an. (Mit djd und dpa)
  

Kreativ verpacken

Die bunten Tücher lassen sich einfach und ohne Klebeband verknoten Foto: Anikonaann/stock.adobe.com
Die bunten Tücher lassen sich einfach und ohne Klebeband verknoten 
Foto: Anikonaann/stock.adobe.com
Im Zeichen des Blauen Engels

Wem Zeitungsseiten nicht festlich genug sind oder wer kein Geschenkpapier mehr aus den Vorjahren zur Hand hat, kann zum Verpacken große Kalenderblätter oder alte Stadtpläne verwenden. Bei neuem Papier greifen Schenkende am besten zu Bögen, die mit dem Label „Der Blaue Engel“ gekennzeichnet sind. Das Umweltzeichen zeigt an, dass 100 Prozent Recyclingpapier genutzt wird und keine gefährlichen Chemikalien enthalten sind.

Praktisch wieder zu verwenden

Eine schöne Tradition stammt aus Japan. Dort werden Geschenke in einem Furoshiki eingepackt, einem Multifunktionstuch, das sich auch als Tasche verwenden lässt. Das Tuch kann immer wieder verwendet werden und hebt sich optisch von anderen Präsenten ab. Weiterer Vorteil: Der Stoff lässt sich verknoten und kommt damit ohne Klebeband aus.
  
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