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Im Norden wird der Hunsrück von der Mosel begrenzt Bild: CPN/stock.adobe.com

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Krise fördert Kreativität Besonders Wanderer kommen im abwechslungsreichen Mittelgebirge auf ihre Kosten

22.03.2021

Abwechslungsreiche Naturlandschaft, dafür steht der Hunsrück. Und diese Vielfalt lässt sich am besten im eigenen Schritttempo erkunden. Wandern ist die beliebteste Aktivität der Hunsrück-Urlauber und -Ausflügler.

Der Saar-Hunsrück-Steig

Der Saar-Hunsrück-Steig führt auf 410 Kilometern von Perl an der Mosel mit einem Abzweig in die Römerstadt Trier bis nach Boppard an den Rhein. Die Flüsse Saar, Mosel, Nahe und Rhein wetteifern mit den waldreichen Höhenzügen und Bergkämmen in der Mittelgebirgsregion. Schmale Pfade abseits der Zivilisation machen Trekking möglich und bieten ein hautnahes Erlebnis der natürlichen Landschaft. Ebene Strecken auf weichen Waldböden, durch weite Wiesenlandschaften und entlang sprudelnder Bäche und Flüsse halten Erholung für Füße und Seele bereit. Abenteurer erwarten steile Auf- und Abstiege, besondere Moorgebiete, eindrucksvolle Felspassagen sowie tiefe Schluchten und Täler.

Die Traumschleifen Saar-Hunsrück

Ein weit über die Region hinausreichendes Netz schöner Rundwanderwege sind die Traumschleifen Saar-Hunsrück. Diese Touren sind zwischen sechs und 20 Kilometer lang und verlaufen größtenteils auf schmalen, naturnahen Wegen. Plätschernde Bäche und hochaufragende Felsen wechseln sich in kurzen Abschnitten mit schönen Aussichtspunkten und beeindruckenden Natur- und Kulturdenkmälern ab. Die Tages- oder Halbtagesstrecken sind alle vom Deutschen Wanderinstitut zertifiziert: ob etwa die Baybachklamm bei Kastellaun, der Layensteig Stimmiger Berg im Zeller Land oder der Rockenburger Urwaldpfad bei Beuren. Entlang dieser und weiterer Traumschleifen finden Wanderer schöne Ruheplätze zum Verweilen und Gasthäuser, die zum Einkehren einladen.


"Ausgedehnte Laubwälder sorgen für ein gesundes Klima"


Der Premiumweg Soonwaldsteig
  

Die Wanderwege bieten diverse Schwierigkeitsstufen Bild: YariK/stock.adobe.com
Die Wanderwege bieten diverse Schwierigkeitsstufen Bild: YariK/stock.adobe.com

Der 83 Kilometer lange Premiumweg Soonwaldsteig von Kirn nach Bingen durch den Naturpark Soonwald-Nahe verspricht ein perfektes Zusammenspiel: Wandern im Einklang mit der Natur und mit sich selbst. Ausgedehnte Laubwälder sorgen für sauerstoffreiche Luft und ein gesundes Klima. Felsenlandschaften bilden Zeugnisse spannender, geologischer Vorgänge. Alte, versteckte Gemäuer im Wald und auf Bergspitzen thronende Burgen und Schlösser erzählen von Kelten, Römern und dem Mittelalter.

Der Jakobsweg des Ausonius

Als historisch interessante Strecke spricht der Ausoniuswanderweg heute Liebhaber von Pilgerwegen an. Seit 2013 auch als Hunsrücker Jakobsweg ausgeschildert, existierte die ursprüngliche Trasse zwischen Bingen am Rhein quer über den Hunsrück bis nach Trier an die Mosel schon zur Römerzeit. Ausonius, ein Gelehrter und Erzieher des Sohnes von Kaiser Konstantin reiste bereits 368 n. Chr. durch die Region und schrieb die Eindrücke seiner Reise im Werk „Mosella“ nieder. Der 120 Kilometer lange Ausoniuswanderweg verläuft heute noch teilweise auf der römischen Originaltrasse durch sattgrüne Wiesen und schattige Wälder. Zehn Infotafeln halten Interessantes zu Ausonius und seinem Leben in der Römerzeit bereit.

WEITERE INFORMATIONEN

Wanderer, Radfahrer und Familien finden zusätzliche Infos online auf
» www.hunsruecktouristik.de
  

Schöne Landschaft

DRAUSSEN UNTERWEGS

Viel zu entdecken für Naturfreunde und Abenteurer

Der Hunsrück erstreckt sich über 4.444 Quadratkilometer und wird im Norden begrenzt durch die Mosel, im Osten durch den Rhein, im Süden durch die Nahe und im Westen durch die Saar. Sowohl Wanderer als auch Radfahrer kommen auf den zahlreichen Steigen und Wegen, die das Land durchziehen, auf ihre Kosten. Geschichts- und Kulturinteressierte können die vielen Burgen und Schlösser besichtigen sowie sich in den Museen informieren. Auf Abenteurer wartet die 100 Meter hohe und mit 360 Metern zweitlängste Hängeseilbrücke Deutschlands: die Geierlay.

SELTENE PFLANZEN UND TIERE

Diese Schutzgebiete erwarten die Besucher im Hunsrück

Der Naturpark Saar-Hunsrück wurde 1980 gegründet und ist 91.000 Hektar groß. Er weist eine Vielzahl landschaftlicher Schönheiten auf: bewaldete Höhenzüge, seltene Narzissen- und Orchideenwiesen sowie Wildkatzen, Dachse und Haselhühner. Ähnlich ist der seit 2005 bestehende Naturpark Soonwald-Nahe. Er erstreckt sich über 73.000 Hektar. Erst 2015 eröffnet wurde der Nationalpark Hunsrück-Hochwald, der über ein Schutzgebiet von 10.000 Hektar verfügt. Dort können Besucher alte Rotbuchenwälder, Moore, Arnika- und Borstgraswiesen entdecken. Dabei unterstützt die kostenlose neue Nationalpark Hunsrück-Hochwald-App. Sie bietet Orientierung, beinhaltet die wichtigsten Anlaufstellen und digital begleitete Touren.