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Das Henne-Ei-Problem beim Wohnungsbau Wenn Wohnraum entsteht, muss zwingend eine Anbindung an die Infrastruktur geschaffen werden. Von einem gut ausgebauten Schienennetz sind Köln und das Umland allerdings noch weit entfernt

2.04.2021

Wohnungsbau und Infrastruktur gehören zusammen. Wie beim sogenannten Henne-Ei-Prinzip funktioniert das eine nicht ohne das andere. Und das ist oftmals das Problem. Noch immer seien Regionen außerhalb von Köln nicht gut miteinander vernetzt, dabei werde es „mit einem entsprechend schnellen und komfortablen Mobilitätsangebot irgendwann keinen Unterschied mehr machen, ob die Menschen in einem Randbereich von Köln wohnen oder weiter draußen“, sagt Prof. Dr. Maximilian Schwalm, der in der Entwicklungs- und Innovationsabteilung der Dornieden Generalbau GmbH arbeitet. „Ausschlaggebend wird die Zeit sein, wie lange man von A nach B braucht, und nicht die Länge der Strecke“, so Schwalm. Daher sei ein entsprechend effizientes, individualisiertes und öffentliches Mobilitätsangebot – wie etwa Ridepooling-Dienste in Verbindung mit einem gut ausgebauten Schienenverkehr – von äußerster Wichtigkeit, um attraktive Alternativen zum Leben in der Großstadt schaffen zu können.

Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888 e.V.

Notwendige Struktur

„Wir führen so viele Diskussionen darüber, wie das Thema Wohnraumschaffung angegangen werden kann und gleichzeitig werden aber die grundlegenden Dinge, die dringend notwendige Infrastruktur in allen Bereichen, nicht schnell genug angegangen“, so Roland Kampmeyer, Geschäftsführer Kampmeyer Immobilien. Es scheint wie ein Fehler im System, denn mögliche neue Wohngebiete sollen erst ausgewiesen werden, wenn der Öffentliche Personen-Nachverkehr (ÖPNV) vorhanden ist. Die Verantwortlichen des ÖPNV hätten laut der Teilnehmer des Runden Tisches aber erst die Möglichkeit Fördermittel zu erhalten, wenn bereits Menschen in diesem Gebiet leben. Und das bedeutete wiederrum nicht, dass die Prozesse dann schnell vonstattengehen – wie an verschiedenen Bauprojekten in Köln zu sehen sei.

Ab 2006 wurde im Kölner Westen gebaut. Entstanden ist in Widdersdorf-Süd das einst größte Neubaugebiet Europas. Lebten vor Baubeginn lediglich rund 5.000 Einwohnende im Stadtteil Widdersdorf, ist die Einwohnerzahl innerhalb von nur zehn Jahren auf knapp 13.000 angestiegen. Allein im Neubaugebiet leben rund 5.000 Zugezogene – in Reihenhäusern. Doch wie steht es um die Infrastruktur? Schlecht, da sind sich die Experten größtenteils einig. „Für Widdersdorf-Süd haben wir vor 16 Jahren in der Planung berücksichtigt, dass die Kölner Verkehrs-Betriebe ihre Trasse dorthin legen“, sagt Jörg Wieck, Prokurist bei der Amelis Projektentwicklungs GmbH und Co. KG. Aus diesem Grund ist die Straße Unter Linden in Widdersdorf-Süd in etwa so breit wie die Kastanienallee in Berlin-Prenzlauer Berg, weil die Stadtplaner genau dort jene Bahntrasse mit bedacht haben. Nach wie vor sei aber offenbar unklar, welche Stadtbahnlinie dort tatsächlich fahrensoll.


"Der Fokus sollte auf einige wenige Projekte gelegt werden"


Gigantische Vorlaufzeiten

Beim Neubaugebiet Rondorf Nord-West sieht es etwas anders aus. Ende März vergangenen Jahres hatten der Stadtrat und der Verkehrsausschuss das Verkehrskonzept in einer Dringlichkeitsentscheidung einstimmig beschlossen. Mit dem Wohnungsbau soll demnach erst begonnen werden, wenn die südliche Entlastungsstraße weitgehend fertig ist, das Genehmigungsverfahren zum Stadtbahnbau beschlossen wurde und feststeht, wie die neue Stadtbahn über den Verteiler Köln-Süd geführt wird. Letzteres sei laut der Experten gar nicht so einfach, schließlich müsste die Stadtbahn unter anderem über die Autobahn 555 geführt werden. Grundsätzlich sieht das Verkehrskonzept vor, dass die Bahntrasse von der Bonner Straße über den Verteiler ins künftige Neubaugebiet und dann weiter bis nach Meschenich führen soll. Ein Zeitplan wurde von der KVB bereits erstellt. Dennoch: Mit dem Bau der Bahntrasse nach Rondorf und Meschenich soll erst 2025 begonnen werden. „Die Auflagen des Gesetzgebers, die laufenden Diskussionen in Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit über die beste Variante und die Erfordernisse des Planfeststellungsverfahrens sorgen für gigantische Vorlaufzeiten“, so Wieck. Zumal ein Großbauprojekt wie in Rondorf, in dem 1.300 Wohneinheiten realisiert werden können, nicht einmal den Wohnungsbedarf eines Jahres abdecke.

Den Fokus enger stellen

Statt gleich viele Projekte gleichzeitig umsetzen zu wollen, sollte sich vielmehr zunächst auf einige wenige Projekte konzentriert werden. Diese Forderung stellt Thomas John, Geschäftsführer der Interhouse Immobilien Vermittlungs und Verwaltung GmbH, im Rahmen des Runden Tisches. „Man sollte den Fokus ein wenig enger stellen und die Kräfte bündeln. Wie kann die vorhandene personelle Besetzung so eingesetzt werden, dass zumindest mittelfristig Ergebnisse erzielt werden“, sagt John. So könnte vermieden werden, dass Projekte in der Versenkung verschwinden – wie etwa in Kreuzfeld, wo ein neuer Stadtteil entstehen soll, oder am Deutzer Hafen, der zu einem Wohn- und Büroquartier ausgebaut werden soll. Beides existiert bisher lediglich auf Plänen. Die konkrete Umsetzung lässt auf sich warten.

Stadtteil Kreuzfeld weiter Zukunftsvision

Dabei gab es bereits im Jahr 1993 erste Planungen für den neuen Stadtteil Kreuzfeld im Norden von Chorweiler. Diese wurden 2005 aber wieder von der Politik gestoppt, da sie nicht mehr als zeitgemäß angesehen wurden. Also alles auf Anfang. Ende 2022 soll nun ein sogenannter Masterplan stehen, Erschließungsmaßnahmen wie Straßenbau und andere Infrastruktur im Anschluss beginnen. Entstehen sollen auf dem über 780.000 Quadratmeter großen Gebiet künftig einmal zwischen 2.200 und 3.000 Wohnungen. Doch eine entsprechende Idee für die Architektur und die bauliche Gestaltung gibt es bisher nicht. Kein Wunder also, dass die Experten sich sicher sind, dass es noch mehrere Jahre dauern wird, bis überhaupt der erste Bagger auf dem Gelände fahren wird.

Deutzer Hafen bleibt vorerst Wunschdenken

Der Deutzer Hafen, über dessen Umgestaltung seit mehr als zehn Jahren gesprochen wird, sollte nach ersten Planungen hingegen bereits 2018 bezugsfertig sein – mit Wohnungen für 4.500 Menschen sowie 5.000 Arbeitsplätze. Das kündigten jedenfalls der ehemalige Oberbürgermeister Jürgen Roters sowie der ehemalige Baudezernent Franz-Josef Höing im Jahr 2014 an. Ein Wunschdenken, denn passiert ist bis heute nichts. Gebaut wird laut Stadt frühestens ab 2024. Eine Fertigstellung des Deutzer Hafens vor 2032 scheint daher sehr unwahrscheinlich.

Wenn Wohnraum entsteht, muss zwingend eine Anbindung an die Infrastruktur geschaffen werden. Von einem gut ausgebauten Schienennetz sind Köln und das Umland allerdings noch weit entfernt Image 2

WOHNEN

In Köln steht die Planung für einige Neubauprojekte. Während das Neubaugebiet in Widdersdorf-Süd bereits steht, rückt die Realisierung von Rondorf-Nord-West in weite Ferne.

        


Wenn Wohnraum entsteht, muss zwingend eine Anbindung an die Infrastruktur geschaffen werden. Von einem gut ausgebauten Schienennetz sind Köln und das Umland allerdings noch weit entfernt Image 3

BAUEN

Der Deutzer Hafen sollte bereits 2018 bezugsfertig sein. Nun startet der Bau frühestens 2024. Mit einer Fertigstellung des Projekts vor 2032 wird nicht gerechnet.

          


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PLANUNG

Vor allem die gleichzeitige Planung mehrerer Großprojekte wird kritisiert. Der Fokus sollte auf einige wenige gelegt werden.

       


Bundesweites Portfolio       

Bild: Aurelis
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Erfolg hat fünf Sterne      

foto: Bild: Interhouse
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foto: Bild: Kampmeyer

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Bild: Ulrik Eichentopf
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