Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Specials: Köln

Schon Heinrich Böll ging im Park am Neusser Wall spazieren und verewigte ihn in einem Roman Image 1
Anzeigen
ANZEIGE

Blühende Rosen in einer Oase der Ruhe: Schon Heinrich Böll ging im Park am Neusser Wall spazieren und verewigte ihn in einem Roman

Der Rosengarten liegt im oberen Teil des Hilde-Domin-Parks Foto: srs

Seit vielen Jahren erfreut sich der Rosengarten im Fort X am Neusser Wall 33 im Agnesviertel großer Beliebtheit. Als grüne Oase mitten in der Stadt trägt er seit Generationen zur Erholung und Entspannung der Besucher bei. Vom 1. Mai bis 31. Oktober ist der Garten in dem 2008 zum Hilde-Domin-Park zusammengefassten Areal von montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr geöffnet. Am Wochenende und an Feiertagen können Interessierte die Anlage von 9 bis 20 Uhr besuchen.

„Gruppenbild mit Dame“

Nobelpreisträger Heinrich Böll, der von 1969 bis 1982 unweit der Anlage in der Hülchrather Straße wohnte, verewigte den Rosengarten in seinem Roman „Gruppenbild mit Dame“. Im Roman heißt es „Mit ihm also tanzte Leni schätzungsweise zwölfmal (...), bevor sie gegen ein Uhr früh sich von ihm in einen unweit gelegenen, in einen Park verwandelten Festungsgraben entführen ließ.“

"Dort erholen und entspannen sich die Besucher"

Bedeutendes Festungswerk

Das nach Prinz Wilhelm von Preußen benannte „Fort X“ ist eine fast 200 Jahre alte Befestigungsanlage, die weit außerhalb des früheren Stadtwalles liegt. Das Fort wurde kurz nach der Niederwerfung der napoleonischen Fremdherrschaft im Rahmen der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 und der anschließenden preußischen Machtübernahme im Rheinland als Teil eines mächtigen „Fortgürtels“ ab 1819 errichtet. In seinen wesentlichen Teilen ist das Bauwerk im Original erhalten und zählt heute wegen seiner Grundstruktur mit zu den bedeutendsten preußischen Festungswerken Kölns.

Jahrelange Bemühungen

Erst nach Aufgabe seines ursprünglichen Zwecks Anfang der 1920er-Jahre wurde auf dem Dach des äußeren Bauwerks – unter anderem auf Betreiben des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer – mit der Umgestaltung in ein „Grünes Fort mit Rosengarten“ begonnen. Heute sind dort dank jahrelanger Bemühungen mehr als 2.000 Rosen, verteilt auf über 40 verschiedenen Sorten, zu bewundern.

zurück zur Übersicht Köln
Datenschutz