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Eine Trasse für mehr Vertrauen: Nach fünf Jahren Planungs- und Bauzeit wurde die oberirdisch verlegte Nordtrasse offiziell eröffnet. Zu diesem Anlass kamen unter anderem NRW-Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser sowie Wesselings Bürgermeister Erwin Esser in die Rheinland Raffinerie.

Von links: Erwin Esser, Wesselings Bürgermeister; Dr. Thomas Zengerly, Vorsitzender der Geschäftsführung Shell Deutschland Oil GmbH; Hans-Gerd Grummel, Programm-Manager; Ursula Heinen-Esser, NRW-Umweltministerin; Frans Dumoulin, Direktor der Shell Rheinland Raffinerie; Michael Kreuzberg, Landrat Rhein-Erft-Kreis; Gregor Golland, Mitglied des Landtages NRW Bild: Shell

"Die Investitionen, die Shell in seinem Werk tätigt, bedeuten für uns immer eine Investition in Wesseling als Industriestandort“, erklärte Erwin Esser, Bürgermeister der Stadt Wesseling. Nach den Erfahrungen mit dem Kerosinsee sei er froh, dass die Zusammenarbeit so konstruktiv war und das Miteinander von Shell und Stadt auf neue solide Beine gestellt habe. „Das ist auch als Botschaft an die Wesselingerinnen und Wesselinger von entscheidender Bedeutung. Die Nordtrasse, an sich zur Optimierung der Anlagensicherheit insgesamt, ist für uns als Nachbarn von ganz existentiellem Interesse“, so Esser.

"Die Raffinerie lief während der Umsetzung auf Hochtouren"

Teil des Programms. Frans Dumoulin, Direktor der Shell Rheinland Raffinerie, sagte bei der Feier auf dem Tankfeld des Werkes Wesseling, die Gesamtinvestition in die Rohrleitungssysteme der Raffinerie in Höhe von 150 Millionen Euro sei „ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, unsere Anlagensicherheit weiter zu erhöhen und auszuschließen, dass sich Ereignisse wie der Kerosinaustritt von 2012 wiederholen“. Mehr als fünf Jahre lang wurden die Trasse zwischen dem Werk Wesseling und dem benachbarten Tankfeld der Rheinland Raffinerie sowie weitere werksinterne Rohre umfassend saniert. Shell hat dabei rund 25 Kilometer Rohrleitungen oberirdisch neu verlegt. „Der Neubau der Nordtrasse ist keine isolierte Maßnahme, sie ist Teil eines Gesamtprogramms, mit dem wir unsere Anlagensicherheit verbessern“, erläutert Hans-Gerd Grummel, der für das Rohrleitungsprogramm der Raffinerie verantwortlich ist. Das Programm hatte sich Shell nach der Kerosin-Leckage selbst auferlegt.

Die einzelnen Schritte bis zur Fertigstellung

Ohne Einsprüche. Von Anfang an haben die Verantwortlichen bei Shell alle Beteiligten mit ins Boot geholt: „Das reichte von den Genehmigungsgebern, der Bezirksregierung Köln, über die Stadt Wesseling, Landesbetrieb Straßenbau NRW, Nachbarn bis hin zu Naturschutzorganisationen“, so Grummel. Die unterschiedlichen Vorstellungen seien mit den Beteiligten diskutiert worden. „Vor allem beim Genehmigungsantrag hat sich diese Vorgehensweise bewährt, sodass die Genehmigung ohne Einsprüche erteilt wurde.“

In der Zeit. Technisch war das Projekt ebenfalls anspruchsvoll: So mussten die Rohre zwei vielbefahrene öffentliche Straßen queren. Nicht nur die Verkehrswege, die gesamte Raffinerie lief während der Umsetzung des Projekts auf Hochtouren. Eine weitere Herausforderung war der Mangel an großen Lagerflächen. So musste das gesamte Material genau zum richtigen Moment angeliefert werden.

"Material musste genau zum richtigen Zeitpunkt kommen"

Wirklich zufrieden. War der Aufwand die Mühen wert? „Das Ziel war es, die unterirdischen Rohrleitungen durch neue oberirdische Leitungen zu ersetzen. Das haben wir erreicht“, so Grummel. Aber es geht weiter: „Wir haben noch eine Reihe von Hochbauarbeiten durchzuführen und wollen auch neue Bäume und Pflanzen setzen. Erst wenn wir das abgeschlossen haben, können wir wirklich zufrieden sein.“

Viele Gespräche. Wichtiger als die eigene Zufriedenheit ist Shell jedoch das Vertrauen der Bevölkerung: „Über die Ereignisse im Jahr 2012 waren wir sehr unglücklich. Für uns ist es wichtig, deutlich zu machen, dass wir unsere Anlagenintegrität verbessern wollen“, sagt Grummel. Er und seine Kollegen haben daher viele Gespräche mit Bürgern und Vertretern der Stadt Wesseling geführt. „Wir haben verstanden, dass Vertrauen nur mit Informationen und Transparenz verdient werden kann.“

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