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Das Gelände der Technischen Hochschule könnte ein Treffpunkt für kluge Köpfe werden Bild: Halfpoint/stock.adobe.com

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Auf dem Weg zur Hochburg für Studierende Durch den geplanten Bau des TH-Campus sollen junge Menschen dauerhaft für die Region begeistert werden

22.04.2021

Erftstadt könnte sich bis zum Jahr 2025 deutlich verändern. Zumindest verfolgen die Verantwortlichen dieses Ziel. Denn die Region soll moderner, wirtschaftlich interessanter und nachhaltiger werden – vor allem durch das Projekt Campus Rhein-Erft der Technischen Hochschule Köln. Im Zuge dieses Vorhabens entsteht ein Modellraum für nachhaltige Stadt- und Raumentwicklung, wie es in einer Pressemitteilung von Hochschule, Stadt, Rhein-Erft-Kreis und dem Verein Region Köln Bonn heißt: „Die Campuslandschaft mit einer zukunftsweisenden Hochschule des 21. Jahrhunderts im naturnahen Raum soll zukünftig ein Pilotprojekt mit regionalem Vorbildcharakter sein.“

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Ausbau der Infrastruktur
  

Der Campus soll auf diesem Areal entstehen Bild: Erftstadt
Der Campus soll auf diesem Areal entstehen Bild: Erftstadt

Entstehen soll der Campus Rhein-Erft in der Nähe des Liblarer Bahnhofs. Insgesamt könnten dort 2.000 Studenten ausgebildet werden. Erftstadt sieht darin eine große Chance, junge Menschen dauerhaft von der Attraktivität der Region zu überzeugen. Deshalb soll die vorhandene Infrastruktur im gesamten Stadtgebiet zukünftig bestmöglich aufgewertet werden. Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen beispielsweise bereits beschlossen, eine Stadtentwicklungsgesellschaft zu gründen, denn für Studenten, Dozenten und deren Familien muss zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden. Darüber hinaus wird in zahlreichen Stadtteilen derzeit mit Hochdruck am Glasfaserkabelausbau gearbeitet, um Nutzern vor Ort eine schnellstmögliche Internetgeschwindigkeit anbieten zu können.

Umfangreiches Mobilitätskonzept

Bezüglich möglicher finanzieller Förderungen stimmen sich der Bund sowie das Land derzeit ab, Erftstadt selbst hat zudem Zuschüsse bei Landesinitiativen beantragt. Heißt: Die Stadt hat bereits konkrete Vorarbeiten geleistet, da ein Konzept für die Ausgleichsflächen sowie eine Untersuchung zum Artenschutz schon vorliegen. Außerdem wichtig in diesem Zusammenhang: der Ausbau sowie die Modernisierung der bestehenden Verkehrsinfrastruktur. Um die Entwicklung diesbezüglich ebenfalls voranzutreiben wird derzeit ein umfangreiches Mobilitätskonzept vorbereitet.  


"Im Zuge des Projekts soll moderner Wohnraum geschaffen werden"


Nachhaltige Raumentwicklung

Die Rahmenbedingungen für den Strukturwandel stehen also bereits fest: Erftstadt soll eine Vorzeigeregion werden – für ein modernes, klimafreundliches Wirtschaften und für eine nachhaltige Raumentwicklung. Ob das gelingt, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Die ersten notwendigen Schritte dafür sind jedenfalls getan. Nun wartet die Bevölkerung gespannt auf weitere Ergebnisse.