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Wieder weniger Einbrüche: Im vergangenen Jahr misslang etwa jede zweite Tat – Polizei ruft zur Nachbarschaftshilfe auf und gibt Tipps für sinnvollen Schutz

Immer weniger Täter gelangen in Haus oder Wohnung Bild: ZVG

Ein erfreuliches Ergebnis verkündete kürzlich die Polizei im Rhein-Erft-Kreis. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist zum wiederholten Mal gesunken. Inzwischen hat sie die Grenze von 1.000 unterschritten. 951 Einbrüche sind der Polizei 2018 kreisweit gemeldet worden. 111-mal waren die Ganoven in Pulheim aktiv. Optimistisch stimmt, dass inzwischen jeder zweite Einbruch scheitert. Die Gründe sind verschieden: Entweder werden die Täter gestört, oder sie schafften es nicht, in die Häuser und Wohnungen zu gelangen. Beides ist ein Indiz, dass die Polizei mit ihrem Präventionskonzept richtig liegt. Der Appell an die Bürger auch auf das Nachbargrundstück zu schauen, zeigt Wirkung.

Praktische Maßnahmen. Dazu verzeichnet die Polizei einen hohen Zulauf bei ihren Beratungsveranstaltungen. Seit einigen Jahren kann jeder sich bei der Polizei kostenlos zu sinnvollen und praktischen Sicherungsmaßnahmen beraten lassen. Dafür hat die Behörde einen eigenen Showroom in der Wache in Hürth eingerichtet. 28 Veranstaltungen haben dort im vergangenen Jahr stattgefunden. Darüber hinaus fanden 15 Gruppenberatungen mit 560 Teilnehmern in unterschiedlichsten Städten im Kreis statt. Regelmäßig sind die Beamten der „Technischen Beratung“ auch auf Baumessen vertreten. Wer Tipps für die Sicherung benötigt, kann sich an die Polizei wenden. Die Beamten gehen einen Schritt weiter und schulen angehende Schreiner und Metallbaumeister in Kooperation mit der Handwerkskammer Köln, damit die Schutzmaßnahmen optimal eingebaut werden können. Alle Maßnahmen funktionieren. Denn je länger die Einbrecher brauchen, um ins Haus zu gelangen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie vorzeitig verschwinden. Für Pulheim bedeutete das im vergangenen Jahr: Bei etwa 60 der 111 gemeldeten Vorfälle schafften es die Einbrecher in die Häuser und Wohnungen – also alle sechs Tage eine vollendete Tat.

"Der Appell an die Bürger zeigt Wirkung"

Nützliche Ratschläge. Türen sollten immer abgeschlossen werden, selbst wenn das Haus nur kurz verlassen wird. Das gleiche gilt für Fenster, Balkon- und Terrassentür. Extra Sicherheit bietet eine Pilzkopfverriegelung an den Fenstern. Kriminalhauptkommissar Heinz Schmickler empfiehlt, den Balkon zu sichern, wenn er Richtung Garten liegt. Einbrecher treffen ungern auf die Bewohner – daher ist es sinnvoll, dauerhaft ein Licht brennen zu lassen. Von zu viel Offenheit in sozialen Medien oder auf dem Anrufbeantworter rät die Polizei ab.

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