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Der Wechsel des Liquids sollte besser von Profis durchgeführt werden Bild: Liza/Stock.adobe.com

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Ohne diese Flüssigkeit tut sich nichts Die Bremsanlage im Auto muss regelmäßig gewartet werden

4.08.2021

Egal, ob Benzin im Tank, Öl im Motor oder Wischwasser - die korrekten Stände solcher Flüssigkeiten haben viele Autofahrerpenibel im Auge. Dabei darf jedoch nicht die Bremsflüssigkeit vergessen werden, denn ohne sie geht nichts.

Check vor der Urlaubsfahrt

Eine funktionierende Bremsanlage im Auto ist lebenswichtig. Dafür ist aber nicht nur erforderlich, dass alle mechanischen Komponenten wie Scheiben oder Beläge funktionieren und regelmäßig getauscht werden. Auch die Bremsflüssigkeit ist nach Angaben des Herstellers zu wechseln. Das ist zumeist alle zwei Jahre nötig, so der Tüv Süd. Dabei sollte man auch gleich die Anlage durchspülen und so von Schmutz befreien lassen. Wer eine längere Urlaubsfahrt plant, sollte im Zweifel die Technik des Autos allgemein und speziell die Bremsanlage von einer Werkstatt checken lassen.

Den Stand im Auge haben

Auch zwischendurch ist es besser, hin und wieder einen Blick auf den Ausgleichsbehälter der Bremsflüssigkeit im Motorraum zu werfen– etwa beim routinemäßigen Check von Motoröl- und Kühlflüssigkeit. „Das ist grundsätzlich ein geschlossenes System“, sagt Vincenzo Lucà vom Tüv Süd. „Wenn der Stand unter der Minimum-Kennzeichnung liegt, ist das ein Indiz dafür, dass etwas nicht stimmt. “Denn auch zwischen den Wartungsintervallen können durch aus Beschädigungen oder mit der Zeit porös gewordene Leitungen für den Verlust verantwortlich sein. Wer so etwas feststellt, sollte die Ursachen so schnell wie möglich von einer Werkstatt abklären lassen, rät er. Das gilt für jegliche Auffälligkeiten an der Bremsanlage.

Wirkung verlieren

Rechtzeitig den Wechseltermin einzuhalten oder bei Problemen tätig zu werden, ist wichtig. Die Flüssigkeit kann Feuchtigkeit aus der Luft anziehen und binden. Diese sogenannte hygroskopische Eigenschaft sorgt dafür, dass sie an Hitzebeständigkeit einbüßt. Bei starken Beanspruchungen wie etwa auf Talfahrten mit hohen Bremstemperaturen können Gasblasen in der Flüssigkeit entstehen. Diese können sich aufgrund des hohen Drucks im System komprimieren lassen, was im schlimmsten Fall die Bremswirkung auf null reduziere, so der Tüv Süd.

Besser wechseln lassen

Zwar können auch engagierte Laien den Wechsel der Flüssigkeit vornehmen, jedoch raten Experten davon ab. Während des Wechsels muss das Bremssystem sorgfältig entlüftet werden, um deren Wirkung zu 100 Prozent garantieren zu können. Dafür sind je nach Bauart zwei bis drei Personen gleichzeitig notwendig. Wer auf Nummer sicher fahren möchte, sollte also in jedem Fall eine Werkstatt zu Rate ziehen. (mit Material von dpa)