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Marcus Otto, Hauptgeschäftsführerder Kreishandwerkerschaft Bergisches Land. FOTO: CHRISTOPH ARLINGHAUS

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Handwerk kämpft gegen Fachkräftemangel Gute Perspektiven für Ausbildung im Handwerk im Oberbergischen Kreis

30.03.2022

Was in der Welt passiert, das wirkt sich auch auf das Handwerkaus: Pandemie, Flutkatastrophe und aktuell der Krieg in der Ukraine. Typisch für das Handwerk ist, dass nicht lange überlegt, sondern schnell angepackt wird. Zum Anpacken braucht es auch gut ausgebildeten Nachwuchs. Dass Fachkräftemangel im Handwerk herrscht, ist ja ein offenes Geheimnis. Gerade die Pandemie hat es vielen Betrieben sehr schwer gemacht, ihren Betrieb „am Laufen“ zuhalten und dann auch noch Jugendliche bestmöglich auszubilden.

Verlässlich in der Krise

Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land zeigt sich beeindruckt: „Es ist schon großartig, wie Betriebe es gerade während der Pandemie und oft unter erschwerten Bedingungen geschafft haben, ihre Azubis weiter auszubilden. Wir hoffen jetzt, dass sich die Lage weiter entspannt und irgendwann wieder eine normale Ausbildung im Handwerk möglich ist. Denn eines ist sicher: Das Handwerk braucht ganz dringend gut ausgebildeten Nachwuchs!“

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„Eine sehr wichtige Botschaft ist, dass sich im vergangenen Jahr fast alle Gewerke – jedes auf seine Weise – an der Bekämpfung der katastrophalen Flut folgen beteiligt haben und bei den Jugendlichen das Bild von verlässlichen ‚Krisenbewältigern‘ hinterlassen haben. Auch bei der Hilfe und Unterstützung der Geflüchteten aus der Ukraine setzen Handwerksbetriebe Zeichen. Jetzt gilt es den Jugendlich auch das Bild von verlässlichen ‚Zukunftsplanern und Erbauern‘ zu vermitteln, und dass sich ein Engagement im Hand wer kauf jeden Fall lohnt“, unterstreicht Otto.


"Das Handwerk braucht ganz dringend gut ausgebildeten Nachwuchs"


Noch Leerstellen frei

Was wird das neue Ausbildungsjahr im Oberbergischen bringen? Blickt man auf die Zahlen der eingetragenen Verträge entwickelt es sich in eine Richtung, die als sehr positiv zu bewerten ist. Zum Teil nähern sich die Eintragungszahlen zur Vor- Coronazeit an, sind teilweise erreicht oder sogar getoppt worden. Zu den Gewinnern gehören beispielsweise Dachdecker- und Kfz-Betriebe. Aktuell sieht es auf dem Ausbildungsmarkt im Handwerk im Innungsgebiet der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land gut aus, Lehrstellen sind noch frei. Derzeit sind knapp 90 freie Ausbildungsplätz im Handwerk in der OB-Karriere (Studien- und Berufsorientierungsmesse im Oberbergischen Kreis) gemeldet, über alle Gewerke und mit wirklich guten Perspektiven. Und auch beider Lehrstellenbörse der Kreishandwerkerschaft (https://www.handwerkdirekt.de/lehrstellenboerse.aspx) finden sich im Oberbergischen Kreis immer noch freie Ausbildungsplätze.

Vielfalt des Handwerks

„Und falls bei dem einen Betrieb kein Ausbildungsplatz mehr frei sein sollte, lohnt es sich, bei anderen Betrieben nachzufragen. Oder man schaut sich nach einem Platz bei einem anderen Gewerk um, das dem Wunschberuf nahekommt. Eine Ausbildung im Handwerk hält viel mehr bereit, als so manch einer auf den ersten Blick meint. Es lohnt sich immer, bei den verschiedenen Handwerksberufen genauer hinzuschauen. Sicher ist auf jeden Fall, dass eine Ausbildung im Handwerk auf keinen Fall die zweite Wahl ist“, macht Marcus Otto deutlich.