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Massaker in Korea, 1951 Musée Picasso Paris © Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Foto: © RMN-Grand Palais / Mathieu Rabeau

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Der geteilte Picasso Der Künstler und sein Bild in der BRD und DDR 25. September 2021 bis 30. Januar 2022

26.04.2021

Museum Ludwig im Jahr 2021 

Einer der Schätze des Museum Ludwig ist die Picasso-Sammlung, die dank dreier Schenkungen von Peter und Irene Ludwig die drittgrößte der Welt ist (nach Paris und Barcelona). Vom 25. September 2021 bis 30. Januar 2022 zeigt das Museum in einer Sonderausstellung Werke aus diesen Beständen. Dabei stehen Fragen aus der Nachkriegszeit im Zentrum: Was verbinden wir mit Pablo Picasso, dem berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts? Der Künstler schien damals zwei Persönlichkeiten zu haben, die einander völlig widersprachen: Für die einen war er ein einsames Genie, ein Macho und Mythologe. Für die anderen ein Pazifist, Kommunist und Menschenfreund.

Idol für zwei Systeme

Im geteilten Deutschland eignete sich Picasso als Galions- und Projektionsfigur für beide Systeme, auf beiden Seiten der Mauer war er der Größte. Derselbe war er hier und dort nicht. Die Ausstellung untersucht das Bild, das sich hüben und drüben aus Picassos Bildern machen ließ. Sie rekonstruiert die Ausstellungen der Nachkriegszeit und dekonstruiert die Mythen.

Neue Perspektiven

Das Museum Ludwig hat zudem zwei Werke in Auftrag gegeben: einen Film von Peter Nestler, der Picassos Wirken in Südfrankreich nach dem Zweiten Weltkrieg in die postmigrantische Gegenwart der Gemeinde Vallauris einbettet. Und eine Architektur von Eran Schaerf, die die Komplexität der Bezüge aufgreift. So wie Picasso Gegenstände multiperspektivisch gefasst hat, soll die von Julia Friedrich kuratierte Ausstellung erlauben, sein Werk und seine Wirkung von mehreren Seiten zugleich zu betrachten.
  

Weitere Ausstellungen 2021/2022

Durch die coronabedingte Verschiebung der Vergabe des Wolfgang-Hahn-Preis 2020 an Betye Saar wird die Auszeichnung und die dazugehörige Ausstellung nun Ende Mai nachgeholt. Im November wird Marcel Odenbach der Wolfgang-Hahn-Preis 2021 überreicht und die Neuerwerbung seiner Schnittvorlagen präsentiert.

Vor Ort: Fotogeschichten zur Migration (19.6. – 3.10.) Fotografien von Köln und weiteren Städten des Rheinlands zwischen 1955 und 1989 machen den stetigen Wandel durch die Bewohner*innen sichtbar. In der Ausstellung im Museum Ludwig stehen erstmals Privatfotografien im Mittelpunkt. Das Ausstellungsprojekt ist eine Kooperation mit DOMID/Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V.

Boaz Kaizman (3.9. bis 9.1.2022) verschränkt in seinen teils realen, teils fiktiven Geschichten persönliche Biografie und Politik miteinander. Anlässlich des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ wird er eine neue große Mehrkanal-Videoinstallation entwickeln, die in die Sammlung des Museum Ludwig eingehen wird.

In der Reihe HIER UND JETZT im Museum Ludwig. zusammen dafür und dagegen (13.11.2021 bis 13.2.2022) findet eine Kontextualisierung und Neubewertung statt. Zu sehen sind Fotografien der Japanischen Avantgarde aus den 1960er-Jahren aus der Sammlung des Partnermuseums M+ in Hongkong; gleichzeitig werden diese durch Aktionen und Werke des Kollektivs Chim.Pom und des ebenfalls aus Japan stammenden Künstlers Koki Tanaka (*1975) auf ihre Aktualität überprüft.

Im November realisiert Minerva Cuevas (*1975 in Mexico City) als dritte Position in der Reihe Schultze Projects eine neue Arbeit für die prominente Wand des zentralen Treppenhauses.

Im Fotoraum stehen folgende Präsentationen auf dem Programm:

Sisi Privat – Die Fotoalben der Kaiserin (bis 4.7.)

August & Marta – eine Präsentation für Kinder (7.8.- 28.11.) Wie August Sander die Malerin Marta Hegemann (und ihr Kinderzimmer!) fotografierte.