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Schutz vor Blendung und verstärkte Kontraste sind für AMD-Erkrankte besonders bei grellem Sonnenlicht wichtig Bild: djd/A. Schweizer/quadratmedia

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Mehr Lebensqualität trotz altersbedingter Makuladegeneration Geeignete Hilfsmittel können die Sehleistung von Betroffenen verbessern

24.05.2021

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Augenerkrankung, bei der auf der Netzhaut genau im Zentrum des schärfsten Sehens langsam ein „blinder Fleck“ entsteht. Sie ist die häufigste Ursache für Sehbehinderungen in Deutschland. Für Betroffene bedeutet das nachlassende Sehvermögen oft eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität. Lesen, Fernsehen, den Haushalt führen, im Garten werkeln oder trittsicheres Spazierengehen: Alles wird schwieriger. Doch es gibt Möglichkeiten, den Sehverlust durch technische Hilfsmittel wenigstens teilweise auszugleichen und die gestressten Augen zu entlasten.

POTYKA Brillen & Akustik

Weniger Blau, mehr Kontrast

So bewirkt eine gute, blendfreie Beleuchtung oft schon viel. Auch der Einsatz von starken Kontrasten – zum Beispiel farbige Markierungen an Lichtschaltern oder buntes Geschirr auf einem weißen Tisch – erleichtern den Alltag. Lupen oder Vorlesegeräte machen Texte wieder zugänglich. Unterwegs im Freien, wo sich die Umgebung nicht anpassen lässt, können spezielle Brillengläser für mehr Sehkomfort sorgen und gleichzeitig die Augen vor weiterer Schädigung schützen. Eigens zu diesem Zweck entwickelte Gläser beispielsweise blocken nicht nur die netzhautschädigende UV-Strahlung komplett ab, sondern filtern zudem einen Teil des blauen Anteils aus dem Tageslicht heraus. Denn ein hoher Blauanteil führt zu starker Streuung, die wiederum schlechtes Kontrastsehen und Blendung bewirkt. Weniger Blau bedeutet also angenehmeres und kontrastreicheres Sehen. Gleichzeitig lässt der Filter genug hindurch, um einen natürlichen Farbeindruck zu gewährleisten. Mit der zusätzlichen neunprozentigen Vergrößerung des Bildes wird so das Sehen und Erkennen leichter – und die Augen ermüden nicht so schnell.


"Spezielle Gläser blocken UV-Strahlung ab und filtern den Blauanteil des Lichts"


Professionelle Beratung ist wichtig

Solche Brillen sollten immer von einem spezialisierten Augenoptiker angepasst und von den Betroffenen vorab getestet werden. Sie können als Einstärken-, Bifokal- und Gleitsichtversion ausgeführt werden, außerdem gibt es Übersetzmodelle, die einfach über der normalen Brille getragen werden. Gerade im Sommer bei grellem Sonnenschein können sie die Augen spürbar entlasten, Betroffenen zu mehr Sicherheit und einem größeren Aktionsradius verhelfen und so die Lebensqualität deutlich verbessern. (mit Material von djd)