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Irgendwie einzigartig und doch verloren im Nirgendwo Bild: Christian Caspari

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Kreatives Leverkusen am 1. Oktober 2021 55 Ateliers und Veranstaltungsorte sind bei der 17. Leverkusener Kunstnacht beteiligt – selbst die Hygienemaßnahmen wurden verbildlicht

19.08.2021

Die 17. Leverkusener Kunstnacht verwandelt das Stadtgebiet am 1. Oktober in eine wahre Kunstmeile. Insgesamt laden 55 Ateliers, Galerien und Museen der Stadt zur nächtlichen Entdeckungsreise durch die Szene der Bildenden Kunst ein. Oberbürgermeister Uwe Richrath eröffnet die Kunstnacht im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich um 18 Uhr.

Cube Factory 577

Bunker als Kunstobjekt

Anne Arndt zeigt dort „Die DDR hat’s nie gegeben. Landschaft, Erinnerung und Erbe.“ In ihrer gleichnamigen Installation setzt sich die Künstlerin mit dem Erbe im Osten Deutschlands auseinander, am Beispiel einer Bunkeranlage an der Ostsee, die in der DDR als Grenzsicherungsanlage genutzt wurde. Die Bunker sind mittlerweile durch Stranderosion von der Küste ins Meer gewandert. In weniger als zehn Jahren werden sie komplett im Meer versunken sein. Das Verschwinden dieser Monolithe dient Anne Arndt als Metapher für den Umgang mit der Geschichte der DDR.


"Viele neue Orte sind bei der Leverkusener Kunstnacht beteiligt"


Kuriose Werke

Christian Caspari hält in seinen Fotografien die unbeobachteten Momente fest. Sie sind kurios und besonders zugleich. Sven Thelen erstellt Bilder aus Holz und Stoff ausgehend von der Grundform des Vierecks. Weiter lädt das Matchboxtheater-Ensemble l in der Hitdorfer Straße 169 zu einer offenen Probe ein.
  

Monolithe, Fragmente einstiger Bunker, verschwinden im Meer Bild: Anne Arndt
Monolithe, Fragmente einstiger Bunker, verschwinden im Meer Bild: Anne Arndt

Shuttle zu den Kulturorten

Doch nicht nur in Schlebusch und Hitdorf, sondern überall in Leverkusen können interessierte Menschen die faszinierende Bandbreite von Kunst erleben: Im Künstlerbunker Karlstraße, im Jungen Theater, im Kulturausbesserungswerk, im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer und in vielen privaten Ateliers und Galerien. Gleich vier Kunstnacht-Shuttles, unterstützt von EVL, Sparkasse, Wupsi und KulturStadtLev, sorgen für einen reibungslosen und entspannten Transfer zu den einzelnen Standorten.

Neulinge der Szene

In diesem Jahr gibt es besonders viele neue Orte, die sich an der Leverkusener Kunstnacht beteiligen. Zu den Kunstnacht-Neulingen gehören zum Beispiel die durch Bayer Kultur und den Kunstverein bespielte City C im Rahmen der Ausstellung „Lost Places“, die Buchbinderei Lang oder Galerie Freiraum 28. Auch neu: Die Open Air Säulen-Galerie mit 45 von den Machern künstlerisch verwandelten Litfaßsäulen im gesamten Stadtgebiet.

Kurz vorher informieren

Möglicherweise können aufgrund der Hochwasserschäden oder aktueller Auflagen einige Orte kurzfristig doch nicht dabei sein. Daher empfiehlt es sich, vor dem Kunstnacht-Trip auf der Website www.kunstnacht-lev.de vorbeizuschauen, um eventuelle Programmänderungen einzusehen. Übrigens: Die geltenden Hygieneregeln wurden von Comic- und Cartoonzeichner Sascha Preuß verbildlicht.