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Frühlingserwachen am Lenauplatz: Der in Neuehrenfeld gelegene und nach einem Schriftsteller benannte Ort besticht nicht durch seine Idylle. Vielmehr überzeugt er durch seine Restaurants, die über die Stadt hinaus bekannt sind

Bild: © Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Der Lenauplatz ist kein Ort für Naturliebhaber. Dafür gibt es dort zu viel Beton und zu wenig Bäume, Sträucher oder Pflanzen. Die nordöstliche Seite ziert ein um das Jahr 1925 errichtetes zweigeschossiges Gebäude im Bauhausstil, das bis Ende der 1960er-Jahre als Kino diente und heute einen Supermarkt beherbergt. Das in der Nähe gelegene Büdchen ist hingegen für Jugendliche ein beliebter Treffpunkt. Der schöne Max-und-Moritz-Brunnen des Kölner Bildhauers Hein Derichsweiler hat außerdem Wiedererkennungswert und gilt als das Wahrzeichen des Lenauplatzes in Neuehrenfeld.

Der Platz ist umsäumt von vielen Gründerzeit-Bauten Bild: Burger
Der Platz ist umsäumt von vielen Gründerzeit-Bauten Bild: Burger
Der Max-und-Moritz-Brunnen ist ein Wahrzeichen mit Bild: Burger
Der Max-und-Moritz-Brunnen ist ein Wahrzeichen mit Bild: Burger
Restaurierte Gebäude

Lohnenswert dagegen ist der Blick drum herum: Der im Zweiten Weltkrieg wenig zerstörte Platz ist umsäumt von ansehnlichen und gut restaurierten Gründerzeitbauten, die ein interessantes gastronomisches Angebot beherbergen. Teilweise sind die beliebten Speisetempel für Jung und Alt seit Jahrzehnten unter gleicher Führung. Die Restaurants sind so unterschiedlich wie ihre Küchen. Der bekannte Stern von Bethlehem ist Namensgeber vom „Bethlehem“. Dort wird gerade Frühjahrsputz gehalten, aber der Betrieb geht trotzdem weiter. „Tausend und eine Nacht“-Atmosphäre und orientalisch-mediterrane Küche verführen nicht nur mit raffinierten Gewürzmischungen und Kräutern, auch duftende Vorspeisen wie Falafel, Hummus, Taboulé sowie Fleisch- und Fischspezialitäten vom Lavasteingrill verwöhnen Gaumen und Magen. Direkt gegenüber befindet sich das italienische Traditionshaus Tinachria, das weit über Ehrenfeld hinaus für seine traditionell zubereiteten Speisen bekannt ist. Die typische Atmosphäre wird geprägt durch einen großen Steinofen und die kupferne Espressomaschine.
Früher wurden dort Filme gezeigt, heute ist im ehemaligen Leno-Kino ein Supermarkt untergebracht Bild: © Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)
Früher wurden dort Filme gezeigt, heute ist im ehemaligen Leno-Kino ein Supermarkt untergebracht Bild: © Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)
Bild: udra11 – stock.adobe.com
Bild: udra11 – stock.adobe.com
Spezielle Lebensart

Wer es eilig hat, der ist eine Ecke weiter im Gaumenschmaus gut aufgehoben, einem Schnellrestaurant mit täglich wechselnden Gerichten. Eher kölsch geht es im Wicleff zu, liebevoll das Wohnzimmer des Viertels genannt. Wer das Veedel und seine Lebensart kennenlernen will, ist dort richtig.

Gastronomischer Geheimtipp

Bei vielen Kölnern gilt der Lenauplatz als gastronomischer Geheimtipp. Die Restaurants sind beliebt und in den Abendstunden meist voll, eine Reservierung ist daher zu empfehlen. Danach steht dem Genuss nichts mehr im Wege, denn dort gibt es alles, nur kein typisches Fast Food.

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