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Et bliev wie et is: Die Atmosphäre der Landmannstraße bezaubert wie eh und je

Schöne Fassaden und wenig Parkplätze: Die Landmannstraße ist eine typische Innenstadtstraße Bild: Claudia Burger

Die Landmannstraße ist mit gut 400 Metern nicht besonders lang. Doch sie ist lebendig und kölsch, eine typische lokale Einkaufsstraße eben. Und obwohl auch dort immer mal wieder Läden schließen oder umziehen, bleibt sich die Landmannstraße treu. So zieht das Fischgeschäft in den Modeladen und der Modeladen ein paar Meter weiter an den Lenauplatz. Außerdem hat sich eine Goldschmiedin erfolgreich angesiedelt, und das Kindercafé hat neue Inhaber. Dafür hat dessen ehemaliger Besitzer das Moselstübchen übernommen. Eine Menge Bewegung, aber das Konzept bleibt: Es gibt kaum Ketten, sondern kleine, individuelle, meist von Inhabern geführte Geschäfte, die sich zusammengefunden haben. Genau das macht die typische Atmosphäre der Straße aus.

Vielfältiges Angebot

Der Frühling lässt grüßen Bild: Claudia Burger
Der Frühling lässt grüßen Bild: Claudia Burger
Nicht nur die Bewohner des Veedels schätzen die Vielfalt der Landmannstraße. Die Grundversorgung ist durch alteingesessene Metzger, Bäcker und Obstläden gewährleistet. Durch Parfumerien, Reformhäuser, Optiker, Schreibwarenläden und Blumengeschäfte werden auch alle anderen relevanten Geschäftsbereiche abgedeckt.

Gegenseitiges Helfen

Klar ist außerdem: Die Inhaber kennen und helfen sich gegenseitig, wie das folgende Beispiel verdeutlicht: Ein älterer Herr kauft ein Tütchen Tee und will es gleich verschicken. Nach sorgfältigem Abwiegen und Verpacken schaut die Inhaberin des Teeladens, Silvia Legat, nach, wie viel Porto dafür bezahlt werden muss und macht das Päckchen für den Versand fertig. Dass dabei so manche kölsche Befindlichkeit ausgetauscht wird, das berühmte „Verzällcher unger Minsche“, versteht sich von selbst. Schließlich wird auf der Landmannstraße nicht nur eingekauft, sondern auch zusammen gelebt.

Reginale Ware

Selbst die Schaufenster sind individuell gestaltet Bild: Claudia Burger
Selbst die Schaufenster sind individuell gestaltet Bild: Claudia Burger
Doch die kölsche Art macht es nicht allein, die Überzeugungen der Geschäftsinhaber sind ebenso wichtig. In den Lebensmittelgeschäften der Landmannstraße wird Wert auf regionale Ware gelegt, die Boutiquen bieten keine Billigklamotten, sondern vor allem Mode aus Naturtextilien an. Ein Beispiel: wasserdichte Übergangsmäntel in zauberhaften Formen und Farben aus Norwegen. Der Hinweis, dass gute Stoffqualität auch schicke, ausgefallene Modelle ermöglicht, erübrigt sich beim Blick ins Schaufenster. Das bunte Durcheinander von Einzelhandelsfachgeschäften wird ergänzt durch ein vielfältiges gastronomisches Angebot. Die Landmannstraße ist wie eine Insel im Gewirr und der Hektik einer Großstadt. Eine nette, kleine Einkaufsstraße und ein Stück altes Köln!

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