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KurzTakt II. Investition von KVB, Land und Bund

22.04.2021

Finanzierung 

In die Anlage wurden rund 67,5 Millionen Euro investiert. Davon bringt die KVB 44,5 Millionen aus eigenen Mitteln auf. Das Land NRW beteiligt sich mit 16 Millionen Euro, weil die Abstellanlage zur Verbesserung des ÖPNV beiträgt. Die Bundesregierung stellt sieben Millionen Euro zur Verfügung, mit denen Lärmschutzeinrichtungen der Anlage finanziert wurden. Dank der finanziellen Zuwendung aus den öffentlichen Kassen war der Bau der Abstellanlage in einer Weise möglich, mit der die Anwohnerinnen und Anwohner – etwa vor den Geräuschen der Stadtbahnfahrten – in den Nachtstunden geschützt werden. Deshalb bedankt sich die KVB herzlich bei Land und Bund für die Unterstützung.


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Die Interessen ernst genommen

Nachbarschaft

Planung und Bau einer solch großen Anlage machen die Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner notwendig. Genauso wie die Träger öffentlicher Belange konnten diese in der Bürgerbeteiligung ihre Fragen stellen und Anliegen geltend machen. Naheliegenderweise gefällt es nicht allen, wenn in die bisherige ruhige Nachbarschaft mehr „Leben“ einkehrt. Dort wo jetzt die Anlage steht, befanden sich zuvor naturnaher Freiraum und landwirtschaftliche Fläche. Aber die KVB hat die Anliegen der Nachbarschaft sehr ernst genommen. Pkw-Parkplätze wurden hinter das Gebäude der Anlage verlegt, sodass nächtliches Türenschlagen nicht stören wird. Lärmschutzeinrichtungen wurden errichtet, und vor allem die Abstellhalle selbst – mit einer Ein- und Ausfahrt abseits der Wohngebäude – mindert die Geräuschkulisse. In anderen Abstellanlagen werden die Stadtbahnen unter freiem Himmel geparkt. Die KVB bedankt sich bei der Nachbarschaft für die konstruktive Begleitung des Projektes in den vergangenen Jahren.


Viele Vorteile wurden vereint

Nachhaltigkeit

Die neue Abstellanlage erfüllt mehrere Anforderungen an die Nachhaltigkeit. Beispiel Umweltschutz: Durch die Pufferung des Regens auf dem Dach und die Wasseraufnahmemöglichkeit des Erdreichs um die Gebäude herum kann das Regenwasser wieder genutzt werden. Unter der Anlage befindet sich ein großes Speichervolumen. Von dort aus wird das Wasser in die Waschanlage geleitet und dort eingesetzt. Zudem hilft der Speicher – für einen hoffentlich nie eintretenden Fall – beim Löschen eines Brandes. Durch diese Regenwassernutzung wird einiges der Ressource Frischwasser eingespart.

Klimaschutz: Auf dem Dach der Abstellhalle befindet sich eine umfangreiche Photovoltaik-Anlage, die in Spitzenzeiten bis zu 140 Kilowatt Ökostrom (140 KWp) erzeugen kann.

Wirtschaftlichkeit: Durch die Lage am Innenstadtrand werden einige Stadtbahn-Linien schnell über den Knoten Ebertplatz erreicht. Die Linien 12 und 15 laufen direkt an der Anlage vorbei. Das erspart zeit- und damit kostenaufwendige Fahrten der Bahnen zum Einsatz.

Mitarbeitervorteile: Fahrerinnen und Fahrer, die in der näheren Umgebung wohnen, können Zeit für Wege zur und von der Arbeit sparen, wenn es möglich ist, der neuen Anlage zugeordnet zu werden. Das spart dazu mitunter Kosten für ein eigenes Auto.


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Ein virtueller Spaziergang

Internet

Interessierte, die mehr über die moderne Abstellanlage in Weidenpesch wissen möchten, finden im Internet auf der KVB-Homepage zahlreiche Dokumente. Dort lässt sich nachvollziehen, welche Planungs- und Bauphasen das Projekt durchlaufen hat, wie groß das neue Lager ist, welche Ersatzpflanzungen vorgenommen wurden und vieles mehr. Um einen kleinen „virtuellen Spaziergang“ durch die Anlage unternehmen zu können, befindet sich eine Bilderserie aus ungefähr 70 Einzelbildern im Pressebildangebot der KVB:

www.kvb.koeln > Presse > Pressebilder > Abstellanlage Stadtbahn in Weidenpesch


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Fahrgastzahlen deutlich gesunken

Bilanz 2020

Die Coronapandemie hat auch für die KVB das Jahr 2020 geprägt. Durch die von der Politik beschlossenen Lockdowns, wegen weitreichender Homeoffice- und Kurzarbeitsregelungen sowie aus Sorge vor einer Ansteckung sind in Bus und Bahn deutlich weniger Menschen unterwegs gewesen als in den Vorjahren. „Aber wir haben – mit zeitweisen Fahrplananpassungen – unter Beachtung aller gesundheitlichen Aspekte den Betrieb fast komplett aufrechterhalten“, sagt KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks. „Unsere Kunden konnten sich auf uns verlassen.“

Nachdem die KVB 2019 noch 286 Millionen Fahrgäste registrierte, waren es im vergangenen Jahr 167,7 Millionen – ein Rückgang um mehr als 40 Prozent.

Zunächst blieben erwartungsgemäß viele Gelegenheitskunden, die den Bartarif nutzen, weg. Mit zunehmender Dauer kam es aber ebenfalls zu einem Rückgang bei den Stammkunden, allerdings in wesentlich geringerem Umfang. Ihre Zahl sank von rund 316.200 auf knapp 303.200, ein Rückgang von rund vier Prozent. Weniger Fahrgäste bedeuten zugleich weniger Einnahmen: Die Fahrgelderlöse lagen um knapp 55 Millionen Euro unter Plan. Dank des ÖPNV-Rettungsschirms von Bund und Land konnten diese Verluste zu einem großen Teil ausgeglichen werden.