Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt
Anzeigen

Markus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land Bild: Christoph Arlinghaus

ANZEIGE

Das Handwerk im Bergischen Land Metall und Stahl sind überall Markus Otto: „Den Handwerksbetrieben im Bergischen Land geht es aktuell ganz gut“

1.11.2021
Odenthaler Kunstschmiede

Liebe Leserinnen und Leser, 

letztes Jahr um diese Zeit haben viele gedacht und gehofft, dass sich die Pandemielage langsam bessert. Dass dann zum Ende des Jahres fast alles wieder heruntergefahren werden musste, ist natürlich auch am Handwerk im Bergischen Land nicht spurlos vorübergegangen.

Störungsfrei durchgekommen

Blickt man heute zurück, so kann man aber sagen, dass das Handwerk im Bergischen Land relativ störungsfrei durch die Corona-Krise gekommen ist. Eigentlich. Denn natürlich hat es Betriebe durch die vom Gesetzgeber angeordneten Schließungen hart getroffen. Dazu gehörten beispielsweise Friseure, Caterer und Messebauer oder auch Autohäuser, die ebenfalls zum Teil schließen mussten. Viele Betriebe mussten erstmals in ihrer Firmengeschichte Kurzarbeit anmelden. Weil die Gewerke zu unterschiedlich und auch die Kundenstruktur der einzelnen Betriebe zu verschieden ist, lassen sich Krisen-Gewinner nur schwer ausmachen. Es gibt jedoch einen gewissen Anteil an Betrieben, die verhältnismäßig gut durch die Corona-Krise gekommen sind. Dazu zählen neben dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe sicherlich Sanitär- und Elektro- oder auch Tischlerbetriebe – zumindest, wenn sie nicht als Zulieferer für Messen von den Schließungen betroffen waren. Es wurden neue Heizungen und neue Bäder verkauft, neue Elektroinstallationen sind beispielsweise wegen des Arbeitens im Homeoffice notwendig geworden. Hochwertige Möbel, neue Ausstattung fürs Heim oder neue Küchen waren stark gefragt. Durch die schon sehr weit fortgeschrittenen Impfungen bei Mitarbeitenden in den Handwerksbetrieben, besonders aus den haushaltsnahen Branchen, wurde der Kundenkontakt in Privathaushalten erheblich erleichtert. Die Testungen – insbesondere die sogenannten Arbeitgebertestungen – laufen selbstverständlich weiter. Dies gibt eine gewisse Sicherheit und lässt auf wieder bessere Zeiten hoffen.

Auswirkungen der Pandemie

Den Handwerksbetrieben im Bergischen Land geht es also aktuell ganz gut. Allerdings kommen jetzt neue Probleme hinzu, wie etwa der Materialmangel – also zum Beispiel der Chip-Mangel für die Kfz-Branche. Im Heizungs-, Sanitär-, Kfz-, Tischler- oder auch im Bau-Bereich steigen gerade die Preise für Material. Das ist für diese Bereiche tatsächlich bedenklicher als alles, was unmittelbar durch die Pandemie geschehen ist. Wobei dieser Mangel natürlich auch zum Teil eine Auswirkung der Pandemie ist, da hier die Lieferketten unterbrochen worden sind.

Ihr Markus Otto
  


Metall und Stahl sind überall

Das Metallhandwerk bietet Abwechslung

Metall ist überall: Fahrzeuge, Eisengitter und kunstvolle Geländer, Stahlgerüste, Halterungen für Fassaden, Konstruktionen für Bauwerke und vieles mehr werden aus Metall oder Stahl hergestellt. Die Aufgaben der Metallbauer sind sehr unterschiedlich: Sie entwerfen, schmieden, biegen und schweißen zum Beispiel Gitter und Geländer. Sie achten auf jedes Detail. Je nach Einsatzbereich bauen sie Anlagen und Fahrzeugteile zusammen.

Service steht ganz oben

Dabei achten sie auch auf elektrische Funktionen. Service steht ganz oben, denn auch Instandhaltung und Reparatur gehören für sie zum Alltag. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen werden Metallbauer in einer der drei Fachrichtungen ausgebildet: Konstruktionstechnik, Metallgestaltung und Nutzfahrzeugbau. Die Ausbildung zum Metallbauer dauert in der Regel 3,5 Jahre.