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Spannender Pferdesport steht beim Renntag am kommenden Sonntag in Weidenpesch auf dem Terminkalender Bild: Seher

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Grüne Oase mit Tradition und Flair Die Galopprennbahn in Weidenpesch bietet neben Pferdesport außerdem sehenswerte Architektur

10.06.2021

Renntag in Weidenpesch bedeutet, die packende Liveatmosphäre der Galopper hautnah mitzuerleben. Dort können Pferdefans ihre Freizeit genießen, spannenden Sport verfolgen und sich von einem vielfältigen kulinarischen Angebot verwöhnen lassen. Am Sonntag, 13. Juni, findet im Weidenpescher Park der nächste Renntag rund um das Sparkasse KölnBonn Union Rennen statt.

Feine Gesellschaft

Seit 1898 gibt es in Köln Galopprennen. Der ein Jahr zuvor gegründete Kölner Renn-Verein 1897 e. V. ist immer noch Hausherr in dem 55 Hektar umfassenden Grüngelände namens Weidenpescher Park, in das die Rennbahn eingebettet ist. Die Liste der Gründungsmitglieder des Renn-Vereins liest sich wie ein Querschnitt durch die damalige feine Gesellschaft. Namen fast aller angesehenen Familien gehören dazu. Kurzum: Die kölnische Hautevolee hob einst den Renn-Verein aus der Taufe. Insbesondere waren es Bankiers, Industrielle und wohlhabende Kaufleute.

Erster Spatenstich

Als im Jahr 1897 der erste Spatenstich zum Bau der Rennbahn getan wurde, begann gewissermaßen eine neue Sporttradition in Köln. Schließlich ist die Rennbahn die überhaupt erste Sportanlage in der zunehmend expandierenden Stadt gewesen. Wer abseits eines Renntages über das Areal streift, kann sich dem Charme der alten Gebäude kaum entziehen. Ähnlich geht es einem mit der über Jahrzehnte in übereinstimmender Harmonie gewachsenen Gartenarchitektur, inklusive des teils sehr alten Baumbestands. Englische Parklandschaft lautet der Fachbegriff dafür. Der in Weidenpesch umgesetzte Entwurf des bekannten Architekten und Landschaftsgestalters Otto March soll ein Schulbeispiel für diesen gartenbautechnischen Stil sein, sagen internationale Experten. Ehe das grüne Gelände seiner neuen Bestimmung zugeführt wurde, hatte es zu den landwirtschaftlichen Flächen eines der größten Güter an der nördlichen Peripherie der Stadt gehört, dem sogenannten Hahn’schen Bauerngut.


"Englische Parklandschaft von Otto March ist ein Musterbeispiel"


Große Ingenieurskunst

Bei genauerem Hinschauen erinnert die auch von Otto March konzipierte alte Haupttribüne mit ihren gusseisernen Verästelungen an die Technik, die für den berühmten Pariser Eiffelturm typisch ist – kein Zufall, denn March gehörte zu den engsten Mitarbeitern Eiffels. Die unter Denkmalschutz stehende „Erste Tribüne“ und ihr kleineres Pendant, „Zweite Tribüne“ genannt, wären eigentlich mehr große Ingenieurskunst als ein Architektenwerk, so Fachleute.
  

Die Haupttribüne ist ein echter Blickfang Bild: Seher
Die Haupttribüne ist ein echter Blickfang Bild: Seher

Entspannte Anfahrt

Wer bei den Rennen ein paar Euro riskiert, hat die Chance auf einen Gewinn und noch mehr Spannung beim Kölner Turf. Die Anfahrt ist kein Problem – egal ob mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto. Direkt vor der Weidenpescher Rennbahn steht ein großes Kontingent an Parkplätzen zur Verfügung.

RENNTERMINE 2021

13. Juni (ab 13 Uhr)
23. Juni (ab 16.30 Uhr)
31. Juli (ab 10.15 Uhr)
28. August (ab 11.30 Uhr)
29. August (ab 12.30 Uhr)
26. September (ab 13.30 Uhr)
10. Oktober (ab 10.45 Uhr)

» www.koeln-galopp.de