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Einvernehmliche Ehescheidung: So sparen Partner bei ihrer Trennung sowohl Nerven als auch Kosten

Wenn die Liebe endet, fängt oft der Rosenkrieg an Bild: zimmytws/stock.adobe.com

In der Regel sind streitige Scheidungen nicht nur nervenzehrend, sondern mit zunehmendem Konflikpotential auch kostenintensiv und zeitraubend. Die einvernehmliche Trennung hingegen hat zum Ziel, möglichst alle Scheidungsfolgesachen, wie zum Beispiel Unterhalt, Sorgerecht, oder Umgang, außergerichtlich zu regeln. Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil liegt dadurch in der Schnelligkeit, mit der deren Ablauf erfolgt.

Vereinbarungen treffen. Die Trennungsphase von mindestens einem Jahr, die Voraussetzung für jede Scheidung ist, sollte von den Eheleuten sinnvoll genutzt werden. In dieser Zeit können sie eine sogenannte Scheidungsfolgenvereinbarung vorbereiten. Dabei handelt es sich um einen Ehevertrag, der während der Trennung oder dem Scheidungsverfahren Vereinbarungen der Eheleute zu den Scheidungsfolgen trifft. Im Rahmen eines „einfachen Scheidungsverfahrens“ werden nämlich ohne zusätzliche Anträge nur die Scheidung – und, sofern die Voraussetzungen für die Durchführung des Versorgungsausgleichs vorliegen, dieser durchgeführt. Sämtliche weiteren zu klärenden Punkte bedürfen entweder eines streitigen Verfahrens oder einer einvernehmlichen Abmachung, die im Rahmen einer notariellen Scheidungsfolgenvereinbarung geregelt werden können.

Alles beachten. Gegenstand dieser Vereinbarung, die einer notariellen Beurkundung bedarf, können folgende Punkte sein: Unterhalt während der Trennung, Unterhalt nach der Scheidung einschließlich Dauer des nachehelichen Unterhalts, Kindesunterhalt und Umgangsregelungen, Übertragung von Vermögenswerten, Immobilien und/oder Gesellschaftsanteilen, Ausschluss des Versorgungsausgleiches oder von Teilen davon, Verzicht auf den Zugewinnausgleich, Ausgleichszahlungen für Verzichte, Zuwendungen, Gesamtschuldnerausgleich bei gemeinsamen Verbindlichkeiten, steuerliche Gestaltungen und Hausratsaufteilung.

Ausgaben reduzieren. Auch im Falle einer einvernehmlichen Ehescheidung kann der Antrag nur durch einen Rechtsanwalt eingereicht werden. Die Kosten dafür sind dennoch erheblich günstiger als für eine streitige Scheidung, bei der auf beiden Seiten ein Anwalt kämpft. Wenn der von einem Ehegatten Beauftragte die Scheidung einreicht, braucht der andere Partner dem Antrag nur zuzustimmen. Die Scheidungswilligen können sich dann die Ausgaben für den einen benötigten Rechtsanwalt teilen. Wie hoch die Anwalts- und Gerichtskosten ausfallen können, kann eine spezialisierte Scheidungskanzlei im Rahmen eines unverbindlichen Kostenvoranschlags abschätzen.

ARIANE FREIFRAU VON SEHERR-THOSS
FACHANWÄLTIN FÜR FAMILIENRECHT
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Mehr Infos zum Thema und weiterführende Links unter:

www.ksta.de/rechtsanwaelte
www.rundschau-online.de/rechtsanwaelte
www.express.de/rechtsanwaelte

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