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Bukahara: The Philharmonic Bukahara Experience

Bukahara

Ja, es ist wirklich ein Experiment, diese „Philharmonic Experience“; unter diesem Titel treten Bukahara im großen Rund der Philharmonie auf. Sicher nicht in dem Sinne zu verstehen wie es Jimi Hendrix im Jahr 1966 unternahm, als er sein erstes Rocktrio auf diesen kryptischen Namen getauft hat („The Jimi Hendrix Experience“), dessen psychedelischen Sounds die Fans nachhaltig beeindruckten. Eher dürfte dies ironisch gemeint sein, um auf das ungewöhnliche Ambiente für eine Band hinzuweisen, deren Anfänge ganz eindeutig in der Straßenmusik zu suchen sind und die sich plötzlich auf „seriösen“ Bühnen wiederfindet. Ob es dabei ähnlich wild und ausgelassen zugehen wird wie jüngst bei einem Konzertfinale der Hambuger Indie-Truppe Tocotronic an gleicher Stätte, sei noch einmal dahingestellt – auszuschließen ist es gewiss nicht. Schon allein der Blick auf die Pressefotos und Plakate der turbulenten Truppe verheißt Partystimmung. Vier junge, zottelige Männer strahlen und lachen um die Wette. Und gute Laune zu verbreiten, darin sind die ehemaligen Musikstudenten aus Köln wahre Weltmeister. Ob auf den Einkaufsmeilen in Europas Metropolen, in irischen Pubs oder in Wiener Heurigenstuben – Bukahara haben in den letzten zehn Jahren durch die vielen kulturellen Inspirationen auf ihren Trips quer durch den Kontinent einen quirligen Sound kreiert, deren ursprüngliche Wurzeln kaum noch zu orten sind: Musikalische Traditionen irgendwo zwischen Balkan-Blech und osteuropäischem Klezmer, zwischen polnischen Walzern und Schweizer Polkas, zwischen orientalischer und maghrebinischer Musik, zwischen amerikanischem Country oder keltisch angehauchtem Folk werden unorthodox aufgegriffen, um sie mit selten erlebter Verve in einem unbekümmerten, unbelasteten „Groove“ aufblühen zu lassen, der sich am allerwenigsten um Konventionen zu scheren scheint. Mit verschiedenen Blasinstrumenten, Kontrabass, mehreren Saiteninstrumenten und Perkussion steht dem Quartett dabei eine opulente Klangfülle zur Verfügung, welches es raffiniert und gekonnt einsetzt. Mit verblüffenden Tempiwechseln, dynamischen Effekten und Variationen der Klangfarben erlangt die Gruppe besonders live eine beeindruckende Wucht. Die Musik von Bukahara kann neben packender Rhythmik aber auch im nächsten Moment ergreifend romantisch sein – lassen wir uns überraschen, wie dieses Experiment in der Philharmonie gelingt. Tom Fuchs

30.05.2019
Donnerstag 20:00
Christi Himmelfahrt

The Philharmonic Bukahara Experience
Soufian Zoghlami voc, g, perc
Daniel Avi Schneider vln, voc, mand
Max von Einem trb, voc, sousaphone, snare
Ahmed Eid db, voc, darbouka, g, tp
& special guests

€ 30,–

Erinnerung im Quadrat

Hélène Grimaud gibt ein besonderes Recital

The Philharmonic Bukahara Experience Image 1

31.05.2019
Freitag 20:00
Hélène Grimaud: Chopin, Debussy, Satie, Schumann

Hélène Grimaud Klavier

Werke von
Valentin Silvestrov
Claude Debussy
Erik Satie
Frédéric Chopin
Robert Schumann

19:00, Einführung in das Konzert durch
Christoph Vratz, Empore

€ 55,– 45,– 30,– 30,– 30,– 30,– | Z: € 30,–

Piano 7

Musikfabrik im WDR 70

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