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Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen ermöglichen Stadt und KVB allen Menschen die Nutzung von Bussen und Bahnen Image 1
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Aktuell können noch nicht alle Bahnsteige von allen Fahrgästen, die mobilitätseingeschränkt sind oder etwa einen Kinderwagen dabei haben, problemlos erreicht werden

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Auf dem Weg zum ÖPNV für alle – ohne Barrieren Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen ermöglichen Stadt und KVB allen Menschen die Nutzung von Bussen und Bahnen

24.03.2022
Die Busse verfügen über Rampen, mit deren Hilfe Rollstuhlfahrer in die Fahrzeuge gelangen beziehungsweise diese verlassen können
Die Busse verfügen über Rampen, mit deren Hilfe Rollstuhlfahrer in die Fahrzeuge gelangen beziehungsweise diese verlassen können

Die KVB ist auf zwölf Stadtbahn- und über 50 Bus-Linien unterwegs. Dabei werden zusammen rund 1.000 Haltestellen angefahren. Unter den Fahrgästen befinden sich einige, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind – Menschen im Rollstuhl, mit Rollator, Kinderwagen, Buggy oder einfach mit „älteren Beinen“. Nicht vergessen werden dürfen in diesem Zusammenhang blinde Menschen, Personen mit einer Sehbehinderung und Leute mit anderen Einschränkungen. Personen mit Mobilitätseinschränkungen fehlt meist nicht die nahe gelegene Haltestelle, aber sie haben hier und da Schwierigkeiten zu den Fahrzeugen zu gelangen oder die notwendigen Informationen zu bekommen.

Große Aufgabe. Deshalb ist Barrierefreiheit eine große Aufgabe im öffentlichen Nahverkehr. Es gilt, den „ÖPNV für alle“ zu realisieren. Dabei sind die Stadt Köln und die KVB in den vergangenen Jahrzehnten ein erhebliches Stück vorangekommen. Alle Busse im KVB-Netz verfügen über eine einfach ausklappbare Rampe, die der Fahrer oder die Fahrerin sehr schnell bedienen. Rollstuhlfahrer müssen dafür an der Haltestelle nur ein einfaches Handzeichen geben, um auf sich aufmerksam zu machen. Zudem können alle Busse abgesenkt werden, um den Höhenunterschied zwischen Bus und Bürgersteig zu verringern.
 


Bei diesem Thema wurden viele Fortschritte gemacht


Echte Herausforderungen Schwieriger ist es im Stadtbahnnetz. Nahezu 90 Prozent der Haltestellen ermöglichen einen niveaugleichen Zugang zu den Fahrzeugen. Viele Aufzüge wurden bisher nachträglich eingebaut. Jüngste Beispiele sind die Haltestellen „Kalk Post“ und „Vingst“. Doch es warten auch noch „harte Nüsse“, wie zum Beispiel die Haltestelle „Friesenplatz“, auf ihre Lift e. Bei dieser sind bei der Stadt die Planungen angelaufen und stellen deren Fachleute zusammen mit externen Experten vor große Herausforderungen.


Es gilt, in der Zukunft einige „harte Nüsse“ zu knacken


Eine Übersicht. Barrierefreiheit bedeutet ein vielseitiges Aufgabenpaket. Dazu gehören auch die Informationen, die nicht nur lesbar sein müssen. Trainings und weitere Hilfestellungen gehören genauso dazu. Diese Doppelseite gibt eine Übersicht über die gesamte Aufgabenstellung. Dabei kann es sich nicht um eine vollständige Darstellung handeln. Es mag aber deutlich werden, warum es bei Barrierefreiheit nicht nur um die Höhe von Bahnsteigen geht.