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Klimafreundliche Gebäudesanierung: Dachdecker-Verband begrüßt staatliche Förderungen – Auch Fenster und Dämmungen sind darin eingeschlossen

Dachdecker haben für den Klimaschutz eine besondere Bedeutung Foto: ZVDH

Mit zahlreichen Maßnahmen tragen die Dachdecker ihren Teil zum Klimaschutz bei. Nach dem Einbau von Fenstern und dem Dämmen von Dächern kann viel bisher verlorengegangene Energie eingespart und damit der CO2-Ausstoß reduziert werden. Die große Koalition hat sich in der vierten Sitzung des Klimakabinetts auf einige zentrale Maßnahmen geeinigt, die auch das Handwerk betreffen.

Neues Konzept

Mit der neu konzipierten „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) sollen die bestehenden Förderprogramme im Gebäudebereich gebündelt und inhaltlich optimiert werden. Es genügt dann, einen Antrag für Effizienzmaßnahmen und erneuerbare Energien einzureichen. Weiterhin wird eine Erhöhung der Mittel in Aussicht gestellt. Um die unterschiedlichen Effizienzhausstufen bei Wohngebäuden zu erreichen, sollen bei umfassenden Sanierungen die bisherigen Fördersätze um zehn Prozentpunkte erhöht werden.

Weniger Steuern

Vor allem die seit Jahren vom Handwerk geforderte und nun umgesetzte steuerliche Förderung bei energetischen Sanierungen wird vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) begrüßt: Bei selbstgenutztem Eigentum soll diese ab 2020 in Ergänzung zur bereits bestehenden Förderung eingeführt werden. Durch einen Abzug von der Steuerschuld wird gewährleistet, dass Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen gleichermaßen profitieren. Unterstützt werden alternativ zu bisherigen Programmen auch Einzelmaßnahmen, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als förderwürdig eingestuft werden. Dazu zählt zum Beispiel der Einbau neuer Fenster sowie das Dämmen von Dächern und Außenwänden.

Für die CO2-Reduktion

Die Gebäudeeffizienzstrategie der Bundesregierung soll so noch konsequenter auf das Ziel der CO2-Reduktion ausgerichtet sein. Im Rahmen der KfW-Förderung wolle man, so heißt es in dem Konzept, die Investitionen weiterer Adressaten durch Zuschüsse fördern: zum Beispiel durch steuerbefreite Wohnungsgenossenschaften, Wohnungsunternehmen mit hohen Verlustvorträgen oder Personen ohne oder mit nur gering veranlagter Steuerschuld. ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk: „Die vorgestellten Maßnahmen setzen die richtigen Anreize, sofern sie denn zügig und verlässlich umgesetzt werden. Das Dachdeckerhandwerk freut sich darauf.“

Größte Innung im Land

Die Dachdeckerinnung Bergisches Land ist mit fast 200 Mitgliedern die größte Innung im Landesverband. Schon über 16 Jahre im Amt ist ihr Obermeister Harald Laudenberg aus Kürten. Die Herausforderungen im Berufsfeld sind groß und top-aktuell: Durch den immer stärker forcierten Klimaschutz bekommen Techniken zur Wärmedämmung, der Einsatz von innovativen Materialien oder die Installation von Photovoltaikanlagen immer größere Bedeutung. Die Innung trägt dazu bei, dass das Handwerk dabei immer auf dem Laufenden bleibt. Auch die extremeren Wetterlagen durch den Klimawandel sind eine Herausforderung für das Dachdeckerhandwerk.
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