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Kleine und mittelständische Unternehmen im Fokus: Die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW) hilft Unternehmen bei den Prozessen der Digitalisierung. Antworten zum Thema von Geschäftsführer Volker Suermann

RBW-Geschäftsführer Volker Suermann: Sein Bestreben ist es, dass die Firmen die notwendigen Schritte zur Digitalisierung einleiten Foto: Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderung

Was sind in Bezug auf die Digitalisierung die Schwerpunkte der RBW? 

Volker Suermann: Die RBW sieht es als wichtige Zukunftsaufgabe der Wirtschaftsförderung an, die rheinisch-bergischen Unternehmen und ihre Mitarbeiter auf ihrem Weg in die digitale Zukunft zu begleiten. Unser besonderer Fokus liegt hier auf den kleinen und mittleren Unternehmen aus Handwerk, Handel und Industrie.

Was ist Ihr Ziel?

Suermann: Dass die Unternehmen die Veränderungsprozesse aktiv gestalten, die notwendigen Schritte zur Digitalisierung einleiten und nicht von der Entwicklung überrollt werden. In verschiedenen Formaten – zum Beispiel einem Wirtschaftsforum, zahlreichen Unternehmenswerkstätten, Exkursionen, Vorstellung von best practice in den Unternehmen vor Ort – adressieren wir das Thema Digitalisierung und Wirtschaft 4.0. Die Unternehmenswerkstätten befassten sich bisher mit den Themen „Digitale Geschäftsmodelle“, „Digitale Geschäftsprozesse“, „Digitalisierung im Handwerk“ und „Arbeiten 4.0“. Daneben bündeln wir Informationen zur Digitalisierung und stellen etwa Praxisleitfäden beziehungsweise Quick-Check-Instrumente bereit. Bei der individuellen Unterstützung im Digitalisierungsprozess vermitteln wir passgenaue Förderprogramme und arbeiten mit einen Expertennetzwerk hier aus der Region zusammen. Kooperationspartner sind auch Institutionen wie die Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW), die TH Köln, das Digital Hub Cologne, die Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren sowie deren Demonstrationszentren.

Wie ist die RBW in den letzten zwei Jahren selbst digitaler geworden?

Suermann: Der Einsatz eines digitalen Veranstaltungsmanagements erleichtert die Planung und Durchführung unserer zahlreichen Veranstaltungsformate sehr. Darüber hinaus war 2019 unser kommunikatives Transformationsjahr. Die überwiegende Umstellung auf digitale Kommunikation war ein spannender Prozess. So haben wir den Newsroom (www.rbw.de/newsroom) als zentrale Kommunikationsdrehscheibe entwickelt und etabliert. Hierzu gehört auch der RBW-Blog mit interessanten Themen für die Wirtschaft und spannenden Geschichten von rheinisch-bergischen Unternehmen. Außerdem optimieren wir ständig unsere Prozesse und das CRM-System, aber das liegt nicht nur in der Digitalisierung begründet. Last but not least sind wir noch stärker in das „mobile Arbeiten“ eingestiegen.

Wie ist der Grad der Digitalisierung branchenmäßig verteilt? Welche Branchen sind vorne, welche haben Nachholbedarf?

Suermann: Diese Frage würde ich so nicht stellen. Von einer branchenbezogenen Wertung würde ich absehen. Unsere Erfahrungen gehen dahin, dass es gute und innovative Beispiele in vielen Branchen gibt. Diese Best-Practice-Beispiele zu identifizieren und als Vorbild sowie Ansporn für andere zu präsentieren ist auch einer unserer Ansätze, zum Beispiel mit den neuen Formaten „Gute Praxis“ und ‚MediaTreff‘. Dazu werden wir in Kürze die Unternehmen einladen.  

Neue Fachkräfte generieren

Mit einer Weiterbildungsinitiative will die Agentur für Arbeit weitere Personalressourcen erschließen

Gemeinsam mit den Arbeitsagenturen in Mettmann und Wuppertal will die Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach neue Personalressourcen gewinnen Bild: natali_mis/stock.Adobe.com
Gemeinsam mit den Arbeitsagenturen in Mettmann und Wuppertal will die Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach neue Personalressourcen gewinnen 
Bild: natali_mis/stock.Adobe.com
„Weiterbilden – Weiterkommen!“: Mit diesem Slogan wollen die Agenturen für Arbeit im bergischen Raum neues Personal für die kommenden Jahrzehnte gewinnen. Denn der Fachkräftemangel droht sich durch die demografische Entwicklung weiter zu verschärfen. Zurzeit sind in der Arbeitsmarktregion Bergisches Land rund 630.000 Menschen in Beschäftigung. Schätzungen gehen aber davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren durch Rente, Ruhestand und Pension etwa 120.000 Personen aus dem aktiven Arbeitsleben ausscheiden. Das sind circa 20 Prozent, was die Personalabteilungen der Firmen schon jetzt vor große Probleme stellt. Im Bezirk Bergisch Gladbach geht die Agentur für Arbeit davon aus, dass es rund 19 Prozent der Beschäftigten sind, die ihren Arbeitsplatz im Laufe des Jahrzehnts räumen werden. Das ist im Vergleich mit anderen nordrhein-westfälischen Regionen ein überdurchschnittlich hoher Wert.

Anschluss nicht verlieren

Die Agentur für Arbeit reagiert auf die Entwicklung mit einem großangelegten Weiterbildungsprogramm. Denn es wird unumgänglich sein, weitere Ressourcen für den Arbeitsmarkt zu erschließen. Im Fokus hat die Agentur für Arbeit vor allem die Beschäftigten in den Unternehmen. Gerade in den Industrieunternehmen, aber auch in anderen Bereichen der Region arbeiten mehr als 100.000 Menschen im Bergischen Land (Agenturbezirk Bergisch Gladbach 34052) ohne Ausbildung auf Helferniveau. Viele dieser Beschäftigten sind in den Betrieben anerkannte und zuverlässige Arbeitskräfte. Dennoch droht ihnen der Verlust ihrer Beschäftigung, da sie im Wandel von Zeit und Technik den Anschluss verlieren. Die Agenturen für Arbeit Bergisch Gladbach, Mettmann und Solingen-Wuppertal haben sich zur „Weiterbildungsinitiative Bergisches Land“ zusammengeschlossen, um die Unternehmen der Region bei der Weiterbildung ihrer Beschäftigten zu unterstützen.

Geförderte Qualifizierungen

Mit der Weiterbildungsinitiative „Weiterbilden – Weiterkommen!“ sollen aus Hilfskräften Fachkräfte werden. Hauptinstrument der Initiative ist das Programm „Weiterbildungsförderung Beschäftigter“, das eng mit dem Qualifizierungschancengesetz gekoppelt ist. Gefördert werden Weiterbildungen, die zu einem anerkannten Berufsabschluss oder zu einer berufsanschlussfähigen Teilqualifizierung führen.

Die Zielgruppe

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Mit der Weiterbildungsinitiative will die Arbeitsagentur vor allem diese Personalgruppen erreichen: Geringqualifizierte Beschäftigte, Arbeitnehmer/innen ohne Berufsabschluss, Arbeitnehmer/innen, die eine ungelernte Tätigkeit verrichten. Infos und Beratung dazu gibt es bei der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach, Bensberger Straße 85, 51465 Bergisch Gladbach. Hotline für Arbeitgeber:

0800/45555.20.
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