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Kerpen mit dem Rad erfahren: Die Stadtarchivarin Susanne Harke-Schmidt zeigt ihre Lieblingsorte

Das Haus der Geschichte zeigt „100 Jahre Kerpener Fußballvereine“ Fotos: Jansen

Auf die Frage, wie Besucher die schönsten Seiten von Kerpen am besten kennenlernen können, gibt es für Susanne Harke-Schmidt nur eine Antwort: „Am schönsten ist es, sich Kerpen mit dem Fahrrad zu erschließen. Es gibt soviel zu sehen.“ Die Frau muss es wissen. Als Stadtarchivarin kennt sie die Gegenwart und die Vergangenheit der Kolpingstadt so gut wie nur wenige andere. Sowohl kulturelle Sehenswürdigkeiten, als auch weite Feldlandschaften, Naturgebiete und Waldstücke können Touristen mit dem Drahtesel spielend leicht „erfahren“, denn Kerpen ist eine Stadt in der Ebene zwischen Villerücken im Osten und der Eifel im Westen. Weites Land also.

Zielsichere Strecken
Die Stadtarchivarin neben einem Sohn der Stadt: Formel-1-Legende Wolfgang Graf Berghe von Trips 
Die Stadtarchivarin neben einem Sohn der Stadt: Formel-1-Legende Wolfgang Graf Berghe von Trips 
Strukturiert wird eine Radtour durch die Kolpingstadt am besten durch den von der Stadtverwaltung herausgegebenen Ringbuchführer: „Die Rad-Erlebnisroute Kerpen“. Zielsicher werden Interessierte so zu den zahlreichen Schlössern, historischen Gebäuden und kulturellen Sehenswürdigkeiten geführt. Das Buch und die passende Karte dazu gibt es bei der Stadtverwaltung im Rathaus am Jahnplatz 1 in Kerpen. Ein Lieblingsort von Stadtarchivarin Susanne Harke-Schmidt ist Schloss Loersfeld – und das nicht nur wegen der ausgezeichneten Küche in dem Restaurant. „Es gibt so tolle Veranstaltungen dort, die muss man besucht haben“, schwärmt Sie. „Die Mittsommernacht, der Weihnachtsmarkt, das Jacques Offenbach-Konzert in diesem Jahr – das waren traumhaft schöne Erlebnisse. Die kann ich nur empfehlen.“ Aber auch an ruhigen Tagen nimmt einen der Zauber des alten Gemäuers gefangen, etwa gerade im Herbst, wenn Pferde vor der prächtigen Kulisse grasen.

"Die Veranstaltungen sind jeden Besuch wert"

Stadt des Rennsports

Vor dem Schloss wird an einen der großen Söhne Kerpens erinnert. Ein Standbild von Wolfgang Graf Berghe von Trips steht im Innenhof. Der Horremer Formel 1 Rennfahrer wäre Weltmeister geworden, doch am 10. September 1961 starb er in Monza bei einem Rennunfall. Später traten Michael und Ralf Schumacher in seine Fußstapfen. Kerpen ist seit jeher eine Stadt des Rennsportes Wer Entspannung im Grünen sucht, der sollte mit dem Rad einmal zum Papsthügel im Marienfeld fahren, wo Papst Benedikt mit Hundertausenden von jungen Menschen aus aller Welt beim Weltjugendtag 2005 betete – die größte Veranstaltung, die im Rhein-Erft-Kreis jemals stattgefunden hat.

Die landschaftliche Gegend bietet viel Platz für ausladene Vieh- und Pferdeweiden. Susanne Harke-Schmidt vor dem Stadtarchiv. Fotos: Jansen
Die landschaftliche Gegend bietet viel Platz für ausladene Vieh- und Pferdeweiden. Susanne Harke-Schmidt vor dem Stadtarchiv. Fotos: Jansen
Tiere geschützt

Heute bezaubert das Marienfeld aber auch durch die Natur. Rund um den Boisdorfer See können aufmerksame Beobachter viele Tiere entdecken. Es gibt blühende Wiesen und Waldstücke sowie den kreisrunden See dessen östliche Seite für Spaziergänger frei zugänglich ist, während im westlichen Sektor in Schilf und Unterholz die Tiere geschützt leben und ihre Jungen aufziehen können. Vom Boisdorfer See zwischen Horrem und Türnich aus ist es mit dem Fahrrad zudem nicht weit zu einem anderen Lieblingsort der Kerpener Stadtarchivarin: „Der Wald.“ Ob Dickbusch, Loersfelder Busch, Kerpener Bruch, Marienfeld oder Parrig – ein Spaziergang oder eine Radtour durch die grüne Seele Kerpens tut immer gut.

"Eine Tour durch die grüne Seele tut gut"

Hohe Dichte an Anwesen

Das Türnicher Schloss mit seinem hübschen Café im Innenhof ist einer der Lieblingsplätze der Stadtarchivarin. Das gilt ebenfalls auch für Schloss Bergerhausen im gleichnamigen Stadtteil bei Blatzheim oder Burg Mödrath am Rande des Marienfeldes mit seinen Kunstausstellungen.

Museum am Stiftsplatz

Ein weiteres Highlight in Kerpen ist für Susanne Harke-Schmidt ihr eigener Arbeitsplatz: das Haus für Kunst und Geschichte, Museum H. J. Baum am Stiftsplatz, welches gleich gegenüber der mächtigen Martinuskirche liegt. Sie hat den höchsten Kirchturm in der Region nach dem Bonner Münster und natürlich dem Kölner Dom. Dort ist gerade eine Ausstellung über 100 Jahre Fußballvereine in Kerpen zu sehen. Neben zahlreichen Fotos gibt es einige Originaltrikots zu bestaunen. In einer Vitrine liegt ein besonderer Schatz: Ein Schreiben mit der Original-Unterschrift des legendären Bundestrainers Sepp Herberger.

Zu Ross in der Natur unterwegs

Foto: Jansen
Foto: Jansen
Die weiten Feldlandschaften rund um die Kolpingstadt sind Heimat zahlreicher landwirtschaftlicher Betriebe. Unter den Betreibern gibt es einige, die sich der Pferdehaltung verschrieben haben. Deshalb finden sich zwischen Horrem und Buir zahlreiche Pferdeställe, in denen Privatleute Boxen angemietet haben, um ihre Tiere zu halten. Vom ambitionierten Pferdesport bis hin zum gemütlichen Ausritt durch die weiten Felder zwischen Kerpen, Gymnich und Nörvenich, das Marienfeld oder die Waldstücke zwischen Horrem und Kerpen. Mit ihrem Pferd Moritz unternimmt auch die Stadtarchivarin Susanne Harke-Schmidt gerne Ausritte in die Natur rund um die Kolpingstadt.

Abc der Region

E wie Einwohner
Die Stadt Kerpen hat zurzeit 68.481 Einwohner – Tendenz steigend. Am Jahresanfang waren es noch 340 weniger

S wie Stadtteil
Größter Stadtteil ist Sindorf mit 18.325 Menschen, gefolgt von Kerpen mit 15.320. Horrem und Neu-Bottenbroich haben zusammen knapp 14.000 Einwohner.

U wie Umsiedeln
In Manheim-alt sind nur noch etwa 70 Menschen gemeldet, dagegen ist der Umsiedlungsort Manheim-neu schon auf 1.258 angewachsen.

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