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Rund 40.000 Ladesäulen sind in Deutschland inzwischen für Nutzer der E-Mobilität verfügbar Bild: Wellnhofer Designs/stock.adobe.com

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Immer mehr Ladestationen Ausbau schreitet stark voran – reicht dieser auch in Zukunft?

30.03.2021
Unicef

Hängt die Elektromobilität der Zukunft allein an der Zahl der Ladestationen? Nein, sagt der Energieverband BDEW, der Anfang März neben aktuellen Daten auch einen Plan für einen schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland vorgestellt hat. Hauptbotschaft: Mehr Stationen für E-Autos sind wichtig, aber es kommt auch darauf an, wie sie beschaffen sind und wie die Fahrer sie nutzen.

Nach Angaben des BDEW wächst die Zahl der öffentlichen Ladestationen seit Jahren kräftig. Mittlerweile sind 39.538 Punkte im Ladesäulenregister des Verbandes gemeldet. Jeder siebte davon ist ein Schnellladepunkt - also eine Einrichtung mit einer höheren Leistung. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren lag die Gesamtzahl der öffentlichen Ladepunkte noch bei 7.400.


"Es kommt richtig Fahrt in die E-Mobilität"


Autohaus Bleuel GmbH

Zehn Prozent im Quartal

In den vergangenen drei Monaten seien rund 3.800 hinzugekommen – ein Plus von zehn Prozent. „Es kommt richtig Fahrt in die Elektromobilität“, bilanzierte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae. Mittlerweile würden mehr als 85 Prozent der vorhandenen öffentlichen Ladepunkte von Mitgliedern ihres Verbands betrieben. Dem BDEW zufolge sind in Deutschland aktuell 500.000 Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb oder Hybridantrieb zugelassen. Die vorhandenen Ladepunkte könnten den Angaben zufolge aktuell mehr als 550.000 E-Fahrzeuge versorgen. Die Bundesregierung will bis 2030 eine Million öffentlicher Stationen für zehn Millionen E-Autos geschaffen haben. Der BDEW bezweifelt, dass dieser „starre Schlüssel“ zielführend ist. Auch Autobranche, Ladesäulenbetreiber und Kommunen hätten sich kritisch zu unflexiblen Zielvorgaben geäußert, so der BDEW.
    

Autohaus Schaeben GmbH

Technische Neuerungen

Zum Ausbau der Infrastruktur gehörten neben der reinen Zahl an Ladepunkten auch die Leistung, das Verhalten der Nutzer sowie technische Neuerungen. So seien etwa die aktuellen öffentlichen Stationen weit davon entfernt, voll ausgelastet zu sein. (mit Material von dpa)