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Unternehmen aus ganz Deutschland nahmen mit innovativen Konzepten an „Going Circular“ teil Image 1
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IHK-Präsidentin Dr. Nicole Grünewald (3.v.r.) und Jurymitglied Markus Müller-Drexel (r.) gratulieren den ausgezeichneten Unternehmen. Bild: IHK Köln

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Tolle Ideen im Wettbewerb der IHK Köln Unternehmen aus ganz Deutschland nahmen mit innovativen Konzepten an „Going Circular“ teil

10.06.2022

Die IHK Köln hat die besten Beiträge zu ihrem Wettbewerb „Going Circular“ ausgezeichnet. Sieger ist in diesem Jahr das Unternehmen Concular UG aus Stuttgart, das eine spezielle Software für die Wiederverwendung von Baumaterialien entwickelt hat.

Digitale Datenbank

Die Materialien in bestehenden, oft nicht mehr genutzten Gebäuden werden von Concular digital in einer Datenbank erfasst und können so zielgerichtet bei Sanierungen oder in Neubauten genutzt werden. Die FAZ bezeichnete das Konzept als eine Art „Tinder für Baustoffe“. Auf Platz zwei kam die Mey GmbH & Co. KG aus Albstadt, den dritten Platz erhielt das Startup EEDEN aus Mönchengladbach. Beide Unternehmen konnten mit Konzepten zum Textilrecycling überzeugen.

Lob für nachhaltige Konzepte

Bei der Preisverleihung auf :metabolon in Lindlar würdigte IHK-Präsidentin Dr. Nicole Grünewald die innovativen Konzepte der Unternehmen: „Die drei Top-Finalisten haben mit Ideen für Branchen mit besonders hohem Verbrauch an Energie und Rohstoffen überzeugt. Hier sind das Einsparpotenzial und der zu erwartende Effekt dementsprechend besonders groß.“ Als Stimme der Wirtschaft mache sich die IHK stark für nachhaltige Strategien. „Mit unserem Wettbewerb möchten wir zukunftsfähige, innovative Ideen bekannter machen und zeigen, dass Klimaschutz am besten gemeinsam mit der Wirtschaft funktioniert. Mit ,Going Circular’ treten Unternehmerinnen und Unternehmer den Beweis an, dass soziales Engagement, ökologische Ausrichtung und wirtschaftlicher Erfolg sehr gut zusammenpassen“, sagte Dr. Nicole Grünewald bei ihrer Laudatio.

Starke Finalrunde

Vier weitere Beiträge hatten es bis ins Finale geschafft. Glasbote liefert in Düsseldorf und bald auch in anderen Städten unverpackte Lebensmittel noch am gleichen Tag per E-Lastenrad zum Kunden nach Hause. Ziel ist es, ein bequemes, verpackungsfreies Einkaufserlebnis zu schaffen und dadurch den Verpackungsmüll in der Lebensmittelindustrie zu reduzieren. Das Kölner Start-up Plastic2Beans verkauft fair gehandelten und nachhaltigen Bio-Kaffee aus Äthiopien. Mit lokalen Partnern baut das Unternehmen eine Kunststoffrecyclinganlage in Äthiopien auf, um die Kunststoffindustrie in Entwicklungsländern nachhaltiger zu machen.

Quer durch die Branchen

Reco Venture verwertet Elektroschrott ohne Chemikalien zu hochreinen Metallpulvern. Die zurückgewonnen Rohstoffe können etwa in der additiven Fertigung genutzt werden. Die Firma Sarstedt beweist mit ihrem Nachfüllsystem für Pipettenspitzen sowie der Rückgewinnung von Kunststoffmaterialien, dass Kreislaufwirtschaft und Materialeinsparung selbst in Bereichen möglich sind, in denen hohe Hygienestandards eingehalten werden müssen.