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„Ich bin hier glücklich“: Erftstädter erklären, was ihre Heimat einzigartig macht

Dietmar und Stefanie Laufenberg wünschen sich eine Umgehungsstraße Fotos: Bruletti

Erftstadt wurde 1969 durch den Zusammenschluss mehrerer Orte aus der Taufe gehoben. 50 Jahre später haben in den insgesamt 18 Stadtteilen annähernd 50.000 Menschen ein Zuhause gefunden. Ein paar davon haben wir getroffen und sie nach ihrer Meinung gefragt, was Erftstadt aus ihrer Sicht so lebens- und liebenswert macht.

Einfach einmalig

Dietmar (66) und Stefanie Laufenberg (29) leben seit mehr als 20 Jahren im nordöstlichen Stadtteil Köttingen. Wir treffen den Vater mit seiner Tochter auf dem Parkplatz am Rathaus in Liblar. „Die Naherholungsqualität mit ihren vielen Villeseen ist einmalig.“ Davon profitierten nicht nur Erftstadt, sondern auch die benachbarten Städte und Gemeinden.“ Die Anbindung an die Autobahnen sei ein zusätzliches Plus. Wunschlos glücklich ist der 66-Jährige aber nicht: „Für Köttingen würde ich mir eine Umgehungsstraße wünschen.“ Insbesondere der Schwerlastverkehr stelle die Bewohner bisweilen auf eine harte Probe.

Eva Kreitner liebt ihre Heimat
Eva Kreitner liebt ihre Heimat
Einfach lebenswert

Eva Kreitner (76) kam in Lechenich zur Welt, ehe es die Familie während der Kriegswirren nach Frankreich verschlug: „Die Rückkehr in meine Heimat war mein größtes Geschenk. Ich liebe meine Heimat. Hier bin ich glücklich.“ Dort habe sie alles, was ein Leben lebenswert mache. Einzig die Parkflächen am Marktplatz störten sie: „Der Ort ist viel zu schön für parkende Autos. Es wäre doch viel schöner, wenn dieser Bereich autofrei wäre“, sagt die gebürtige Lechenicherin.
Gisela Heugel und Armin Faber leben gern in Lechenich
Gisela Heugel und Armin Faber leben gern in Lechenich
Einfach persönlich

Gisela Heugel und Armin Faber, das Alter der Herrschaften war nicht zu erfahren, treffen wir vor dem Wein-Bistro-Café Will-Kommen direkt am Marktplatz im Herzen von Lechenich. Umso unterhaltsamer gestaltete sich die Begegnung bei strahlendem Sonnenschein. Beide leben in Lechenich. Gisela Heugel, soviel nebenbei, ist seit 50 Jahren mit demselben Mann verheiratet und Vorsitzende des Freundes und Förderkreises Lechenicher Schlosspark. „Das Leben ist einfach toll hier, weil es alles gibt, vor allem perfekte Freizeitmöglichkeiten und viele persönliche Begegnungen mit aufgeschlossenen Menschen.“ Anonymität sei hier ein Fremdwort. Das lerne man zu schätzen, so die begeisterte Tennisspielerin, die als Stadtführerin ihr historisches Wissen unters Volk bringt. Armin Faber hat den Soul im Blut und könnte locker als Blues Brother durchgehen. Sein Herz schlägt musikalisch jedoch für die 2015 im Alter von 89 Jahren verstorbene Blues-Legende B. B. King. Es gibt beim Interview sogar eine kostenlose Gesangsprobe des Weinexperten. „Armin ist unerreicht. Er hat die besten Weine weit und breit“, sagt Gisela Heugel. Der Hobbysänger genießt und schweigt. Er lebt seit 18 Jahren in Lechenich. „Ich habe mich hier von der ersten Sekunde an wohlgefühlt und viele Freunde gefunden.“ Stillstand ist nicht sein Ding. „Tausend Ideen“ habe er zu einer möglichen Umgestaltung des Marktplatzes. Er stehe den Verantwortlichen im Rathaus jederzeit zur Verfügung. Für ihn ist klar: „Aus diesem wunderschön gelegenen Platz ließe sich deutlich mehr machen.“

Schumacher´s Hofladen

Von damals bis heute

1969

Als Ergebnis der kommunalen Gebietsreform bilden die Stadt sowie die Ämter Lechenich, Liblar, Friesheim und Gymnich am 1. Juli die Stadt Erftstadt.

1985

Die Stiftung für Denkmalschutz wird am 17. April auf Schloss Gracht gegründet. Schirmherr ist der damalige Bundespräsident Dr. Richard von Weizäcker.
Bild: Stadtarchiv
Bild: Stadtarchiv
1991

Der Bau der Bundesstraße 265 als Umgehungsstraße für Liblar und Lechenich wird begonnen. Der Teilabschnitt um Liblar wird 1994, der Teilabschnitt um Lechenich wird 2002 für den Verkehr freigegeben.
Bild: Stadtarchiv
Bild: Stadtarchiv
1997

Die Stadt Erftstadt begrüßt den 50.000. Einwohner.

2003

Im Westen Lechenichs ist eine Solarsiedlung mit etwa 50 Wohneinheiten entstanden.

2019

Erftstadt feiert sein 50-jähriges Bestehen.
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