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Specials: NRW

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Grußwort: Prof. Dr. Heinz Geuen, Rektor der Hochschule für Musik und Tanz Köln

Bild: Christian Nielinger

Liebe Musikfreund*innen, 
 
nach dem Karneval ist vor dem Karneval – nicht nur in den zahlreichen Karnevalsgesellschaften Kölns, die am Aschermittwoch mit den Vorbereitungen der nächsten Session beginnen, sondern auch bei uns in der Hochschule. Unser neuer „Hausregisseur“ Prof. Thilo Reinhardt, verlegt die Handlung von Mozarts Così fan tutte – sein Regiedebüt an unserer Hochschule – dramaturgisch ebenso originell wie konsequent in die Karnevalszeit. Man darf sich auf eine interessante und vielschichtige Inszenierung freuen. Ganz anders gelagert ist die diesjährige Produktion unserer Literaturoper, die sich mit Der Automat E.T.A Hoffmanns düsterer Erzählung „Der Sandmann“ widmet. Noch vor dem offiziellen Semesterbeginn, am 25. und 26. März, wird mit IMPACTZONE 20 eine neue Produktion des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz mit Choreografien von Gomes, Kudo, Murray und Shemesh auf die Bühne des Konzertsaals unserer Hochschule gehen.

Neben diesen drei Bühnenhighligths finden auch in diesem Sommersemester zahlreiche Konzertveranstaltungen statt, bei denen übrigens auch immer wieder Musik des großen Jubilars dieses Jahres, Ludwig van Beethoven, aufscheint. Zum anderen findet selbstverständlich die Neue Musik ihren gewohnten Platz, z.B. im Rahmen einer Beteiligung unseres Hochschulorchesters am diesjährigen Acht Brücken Festival oder bei den Adventure Projekten.

Als regionale Kulturinstitution mit mehr als 400 öffentlichen Veranstaltungen leistet die Hochschule für Musik und Tanz Köln einen erheblichen, auch kulturpolitisch wichtigen Beitrag zum vielfältigen Musikleben unserer Stadt und der ganzen Region. Für einen Besuch im Kunibertsviertel empfehle ich Ihnen natürlich besonders die in dieser Beilage genannten Highlights. Aber auch jenseits der großen Formate bietet unser Hochschulleben nahezu täglich spannende Programme mit Studierenden und Lehrenden. Schauen Sie gerne einmal auf unsere Homepage oder abonnieren Sie unseren Veranstaltungs-Newsletter.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Ihr
  
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Prof. Dr. Heinz Geuen
Rektor

Impactzone 20

Ein Tanzprojekt an der HfMT Köln

Bild: Paul Leclaire Köln
Bild: Paul Leclaire Köln
Einmal im Jahr führen Studierende des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz (ZZT) der HfMT Köln im Konzertsaal der Hochschule das Tanzprojekt IMPACTZONE auf. Gezeigt werden Choreografien internationaler Künstler*innen, die zuvor mit den Studierenden der Hochschule einstudiert wurden. In diesem Jahr präsentieren die Tänzer*innen Choreografien von Gustavo Gomes, Satoshi Kudo, Michèle Murray und Reut Shemesh.

Die Stücke stellen unterschiedlichste Ansprüche an die tänzerische Umsetzung und verlangen eine intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten. Für die Studierenden ist es lehrreich und spannend zugleich, sich auf die differenten künstlerischen Prozesse einzulassen.

Der aus Brasilien stammende Choreograf Gustavo Gomes begibt sich zusammen mit den Tänzer*innen des ZZT auf die Suche nach Verbindungen zwischen Körpern. Er untersucht in seiner multimedialen Arbeit verschiedene Aspekte von Kommunikation und ersinnt ein Geflecht, das zwischen Vereinzelung und Zugehörigkeit changiert. Mit Hilfe von Objekten erforscht Gomes Möglichkeiten von Kontaktaufnahme und Annäherung.

Satoshi Kudo fordert in seiner Choreografie die Tänzer*innen auf, den Moment des Im-Gleichgewichtseins zu verlassen. Welche Reflexe werden provoziert, wenn der Körper gezwungen ist, in dieser riskanten Situation Lösungen zu finden. Welches Zusammenspiel zwischen Schwerkraft, Funktionalität und Aktivität des Nervensystems stellt sich ein?

„The Wilder Shores of Time and Space“ von Michèle Murray befasst sich mit grundlegenden choreografischen Fragen wie Zeit, Raum und Energie in Bezug auf Bewegung. Ziel ist es, diese zu erkunden, aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und Wege zu finden, um mit ihnen umzugehen. In der Choreografie werden die feinen Linien zwischen Abstraktion und Erzählung sowie zwischen Form, Energie und Empfindung ausgelotet.

Die israelische Choreografin Reut Shemesh setzt sich in „Leviah“ mit Erinnerungen an ihre Militärzeit auseinander – Erinnerungen an Verwundbarkeit, Macht, Konformität und Verlust von Autorität. Sie konfrontiert das Publikum mit dem emotionalen Trauma israelischer Soldatinnen, in einer von Männern dominierten, hierarchischen Struktur des Militärdienstes. Viele Frauen verlieren die Kontrolle. Bewältigungsmechanismen wie Amnesie, schwarzer Humor, Drogen, Apathie oder Sexualitätsausbrüche sind keine Seltenheit. Die Körper der Tänzer*innen zeigen in „Leviah“ extreme Momente der Verletzlichkeit und Kontrolle.

IMPACTZONE 20 // Tanzprojekt des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz / HfMT Köln
MI, 25. + DO, 26. März 2020, 19.30 Uhr
Konzertsaal der HfMT Köln
Mit Tänzerinnen und Tänzern des ZZT
Choreografien von Gomes, Kudo, Murray und Shemesh

EINTRITT 6 Euro, Karten über kölnticket und an der Abendkasse
  
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