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Mehr als Lesen und Schreiben lernen: Die Schule ist heute ein Ort der ganzheitlichen Bildung – Neben den fachlichen Kursen gehören Kultur- und Sport-AGs, Freizeitfahrten oder soziales Engagement längst zum Profil mit dazu

Im Hermann-Josef-Kolleg fahren die Schüler der Stufe 7 in jedem Jahr zusammen ins Skilager Bild: Hermann-Josef-Kolleg Kall

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Schule verändert. Die Lehranstalten sind nicht länger ausschließlich Orte des Lernens, sondern sie entwickeln sich immer mehr zu „Ganztags- Lebensräumen“, an denen sich die Kinder und Jugendliche bilden, zu Mittag essen und gemeinsam den Nachmittag verbringen.

Werte vermitteln. Ziel der Einrichtungen ist es nicht mehr, den Zöglingen bloß Lesen, Rechnen und Schreiben beizubringen, vielmehr sollen die Schüler sich ganzheitlich entwickeln und über das Fachliche hinaus individuelle Talente, aber ebenso Verantwortung, Engagement für die Gesellschaft und – je nach Konfession der Schule – christliche Werte vermittelt bekommen. Längst gehören daher gemeinsame Ausflüge, kulturelle, sportliche und soziale AGs sowie Freizeitfahrten zum Schulprofil. Das angebotene Programm spielt bei der Wahl der Schule für viele künftige Fünftklässler und Eltern inzwischen eine wichtige Rolle.

Schüler als Sanitäter. Das Hermann- Josef-Kolleg in Kall etwa versteht sich als Ort des Lernens, Miteinanders und Glaubens. Mehrere Klassenfahrten und gemeinsame Freizeiten bereichern dort das Schulleben. Diese finden jeweils in den Stufen sechs und neun statt. Hinzu kommt das bei Schülern beliebte Skilager in Klasse sieben. Die Neunt- und Zehntklässler erhalten zudem die Möglichkeit zu einem Austausch mit Partnerschulen in Frankreich und Polen. Im Alltag können die Schüler darüber hinaus an zahlreichen Projekten und AGs teilnehmen. Dazu gehören Englisch-, Physik- oder Technikkurse. Es gibt außerdem unter anderem eine Theatergruppe, einen Chor, eine Schülerzeitung, eine Hamster-AG oder den Schulsanitätsdienst. In Letzterem werden die Teilnehmer in Zusammenarbeit mit den Maltesern auf die Betreuung von Notfällen vorbereitet. Sie lernen die Erstversorgung und wie ein Rettungsdienst alarmiert wird, überprüfen regelmäßig das Schulmaterial, übernehmen die santitätsdienstliche Betreuung von Festen und organisieren Lehrgänge und Übungen.

"Lehranstalten bieten viele Möglichkeiten zur Weiterbildung"

Zahlreiche Aktivitäten. Auch die anderen Einrichtungen im Kreis bieten vielfältige Möglichkeiten für die Schüler, sich außerhalb des Stundenplans weiterzubilden und die eigenen Fähigkeiten zu entdecken. Am Berufskolleg Eifel etwa können Jugendliche verschiedene Sprachzertifikate erwerben. Zudem gibt es zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, eine Schüler-Band und dank der europäischen Partnerschaften können Interessierte sogar Auslandspraktika absolvieren. Das St. Michael-Gymnasium wiederum hat unter anderem naturwissenschaftliche Profilkurse, Begabtenförderung, ein Orchester sowie eine Marathon-, Rechtskunde- und eine Koch-AG im Programm. Zudem können die Schüler an der Arbeitsgemeinschaft Naturwissenschaften „Jugend forscht“ teilnehmen.

Vorab informieren. In der Clara-Fey-Schule ergänzen ebenfalls viele Aktivitäten den Schulalltag. Dazu zählen etwa in den Jahrgangsstufen acht, zehn und zwölf durchgeführte Tage der Orientierung, Schüleraustauschprogramme und Sprachferien mit Schulen in den USA, Frankreich und England sowie eine qualifizierte Berufswahlvorbereitung. Ähnliche Angebote lassen sich außerdem am St-Angela-Gymnasium, der Realschule Bad Münstereifel oder der Gesamtschule Weilerswist finden. Jede Einrichtung setzt dabei ihren eigenen Schwerpunkt. Künftige Fünftklässler sollten sich also vor der Anmeldung über das angebotene außerschulische Programm informieren.

Digitale Zukunft

Hermann-Josef-Kolleg unterrichtet mit iPads

Bild: Hermann-Josef-Kolleg Kall
Bild: Hermann-Josef-Kolleg Kall
Der Bund will Schulen technisch besser ausstatten Bild: Maksym Yemelyanov/ stock.adobe.com
Der Bund will Schulen technisch besser ausstatten Bild: Maksym Yemelyanov/ stock.adobe.com
Ab diesem Jahr will der Bund die Digitalisierung an Schulen finanziell unterstützen. Dafür könnte NRW künftig eine Milliarde Euro bekommen. Dies sieht ein Kompromiss vor, den die große Koalition mit der FDP und den Grünen im vergangenen November veröffentlichte. Das Geld soll etwa für digitale Tafeln, Server und Tablets eingesetzt werden. Die Schulen im Kreis Euskirchen beschäftigen sich bereits seit langer Zeit mit dem Thema. Das Hermann-Josef-Kolleg in Kall etwa stattet alle Jahrgänge ab Klasse sieben bereits seit vier Jahren aus eigenen Mitteln mit iPads aus. Damit ist die Bildungseinrichtung Vorreiter in der Region. Im Vordergrund des iPad-Unterrichts steht selbstverständlich nicht das Spielen, sondern die verantwortungsvolle Nutzung dieses Mediums und des Internets. Ein besonderes Augenmerk legt das Kolleg dabei auf die Gefahrenprävention. Darüber hinaus bietet die Schule in Sekundarstufe I und II Informatikunterricht an. In der Oberstufe haben die Schüler sogar die Möglichkeit, Informatik als schriftliches oder mündliches Abiturfach zu wählen.

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