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Lange Kleidung, geschlossene Schuhe und insektenabweisende Mittel helfen Bild: encierro/stock.adobe.com

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Gut geschützt im Freien unterwegs In der Natur sind die Gefahren durch Zecken in vielen Gebieten groß

1.06.2021

Hinaus ins Freie, wann immer es geht, lautet das Motto vieler Menschen in Deutschland. Auf den klassischen Sommerurlaub in südlichen Gefilden müssen viele Familien aufgrund der Pandemie erneut verzichten. Umso mehr werden warme Tage am See, im Park, in den Bergen oder beim Picknick genossen. Das Ganze hat nur einen Haken: In der Natur lauern vermehrt Zecken. Durch einen Stich können bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen werden. Am bekanntesten sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose. Speziell bei FSME treten im schlimmsten Fall Entzündungen von Gehirn, Hirnhaut und des zentralen Nervensystems auf, in deren Verlauf es zu schweren Bewusstseinsstörungen und Lähmungen kommen kann. Zecken sind mittlerweile ganzjährig aktiv, also nicht nur im Frühjahr und Sommer, sondern bei milder Witterung auch im Herbst und sogar im Winter.

Impfungen gegen FSME

Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht unter www.rki.de eine Karte mit den FSME-Risikogebieten in Deutschland. Stand Februar 2021 waren 169 Kreise als Risikogebiete definiert. Gefahren bestehen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen, aber auch in zahlreichen anderen Ecken Deutschlands. Der Schutz kann bei einem Aufenthalt in einem Risikogebiet aus verschiedenen Maßnahmen bestehen. Gegen FSME gibt es Impfungen, Krankenkassen übernehmen die Kosten in Risikogebieten. Die Impfung sollte möglichst früh erfolgen, weil zwischen den Impfterminen Zeit vergehen muss. Beim Aufenthalt in der Natur sollten zudem lange, hautbedeckende Kleidung und geschlossenes Schuhwerk getragen werden. Darüber hinaus können Kleidung und Haut mit insektenabweisenden Mitteln eingesprüht werden. Nach jedem Aufenthalt im Freien sollte der Körper gründlich abgesucht werden. Oft verbringen die kleinen Blutsauger noch einige Zeit damit, eine geeignete Einstichstelle ausfindig zu machen. Wanderer sollten immer auch ein Werkzeug zur Zeckenentfernung im Rucksack haben. (mit Material von djd)