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In Deutschland gibt es zu wenige Pflegekräfte – Aufgrund der Corona-Krise könnte es attraktiver werden, diesen Beruf zu ergreifen

Für Interessierte sollen zukünftig mehr Anreize geschaffen werden, damit mehr Menschen in die Pflegeberufe gehen Foto: auremar - stock.adobe.com

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Gestiegene Wertschätzung In Deutschland gibt es zu wenige Pflegekräfte – Aufgrund der Corona-Krise könnte es attraktiver werden, diesen Beruf zu ergreifen

18.05.2020

Während der Corona-Krise erfahren Pflegeberufe aufgrund ihrer Bedeutung für die Gesellschaft eine besondere Wertschätzung. Allerdings hat sich zuletzt nicht nur die Wahrnehmung geändert. Seit Januar 2020 gibt es zudem eine neue Ausbildungsordnung für angehende Pfleger. Bisher mussten sich Azubis zwischen Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege entscheiden. Nun werden diese drei Berufe zur „Pflegefachkraft“ zusammengefasst.

Verantwortungsgefühl gefragt

Die Ausbildung findet in der Berufsfachschule sowie in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen statt. Dort lernen Azubis, was im Umgang mit Patienten jeden Alters wichtig ist. Wer sich für die Ausbildung interessiert, sollte also viel Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl mitbringen. Daneben sind eine körperliche, aber gleichfalls eine psychische Belastbarkeit gefragt. Außerdem ist ein mittlerer Schulabschluss nötig, der nach der zehnten Klasse erreicht wird. Wer einen Hauptschulabschluss hat, muss zunächst eine andere Berufsausbildung abschließen – etwa die zum Pflegehelfer.

Höheres Gehalt in Aussicht

Azubis bekommen eine Vergütung, die in Einrichtungen des öffentlichen Dienstes im ersten Lehrjahr bei rund 1.140 Euro liegt und dann stufenweise auf rund 1.300 Euro brutto monatlich ansteigt.


"Körperliche und psychische Belastbarkeit sind vonnöten"


Nach der Ausbildung steht Pflegekräften ein Bruttoeinkommen von etwa 2.400 Euro pro Monat zur Verfügung. Aber: Während der Corona-Krise sollen Bonuszahlungen ausgeschüttet werden. Zudem setzen sich Spitzenpolitiker aller Parteien derzeit dafür ein, dass Pflegekräfte künftig besser bezahlt werden.