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Seit sieben Jahren ist das Netzwerk der Rösrather Unternehmerinnen aktiv – Trotz fortschreitender Gleichberechtigung ergibt das auch 2020 noch Sinn Image 1
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Frauen-Zusammenschluss noch immer gefragt: Seit sieben Jahren ist das Netzwerk der Rösrather Unternehmerinnen aktiv – Trotz fortschreitender Gleichberechtigung ergibt das auch 2020 noch Sinn

Mit Elan und einer Spende an die Bibliothek hat das Jahr 2020 für die Rösrather Unternehmerinnen begonnen Bild: Susanne Prothmann

Sie schauen sich gemeinsam Unternehmen und Institutionen in Rösrath an. Sie treffen sich zum Gedanken- und Meinungsaustausch und sie werden immer mehr. Vor sieben Jahren kamen im Frühjahr 2013 ein paar selbstständige Unternehmerinnen aus Rösrath auf die Idee, ein Netzwerk zu gründen. Es kamen spontan etwa 30 Frauen aus den unterschiedlichsten Branchen und den verschiedenen Rösrather Stadtteilen zusammen und gründeten die Rösrather Unternehmerinnen.

Plattform zum Austausch

Heute werden sie nicht selten gefragt, ob ein solch geschlechtsspezifisches Netzwerk überhaupt noch Sinn ergibt. „Viele von uns sind Einzelkämpferinnen, machen Homeoffice. Da ist ein Austausch immer gut und wir bieten die Plattform dazu“, erklärt die Journalistin Eva Richter. Die Zahlen geben ihr Recht, denn mittlerweile sind rund 100 Frauen verschiedener Altersklassen in dem Netzwerk aktiv. „Und es gibt immer wieder Anfragen von Frauen, die noch dabei sein wollen“, bestätigt Richter eine weiterhin anhaltende Nachfrage.

Fokus liegt auf dem Thema Bildung

Die Auftaktveranstaltung 2020 fand im Golfclub „Der Lüderich“ statt. Dessen Geschäftsführerin Sabina Hendrich ist ebenso im Netzwerk aktiv. Für 2020 haben die Unternehmerinnen einige Veranstaltungen für die Öffentlichkeit geplant. „Hauptthemen werden Bildung und Nachhaltigkeit sein“, sagt Richter. „Da wollen wir die eine oder andere Veranstaltung in diesem Jahr machen.“ Passend zum Thema Bildung war die Spende, die anlässlich des ersten Treffens beschlossen wurde. Die geht nämlich an die Stadtbibliothek Rösrath. Die kommissarische Leiterin der städtischen Einrichtung, Aygul Kamalova, hat im vergangenen Jahr damit begonnen, die ganz kleinen Gäste zum Lesen zu motivieren. Bei Recherchearbeiten erfuhr Richter davon: „Sie hatte mir erzählt, dass sie in die frühkindliche Bildung und Leseförderung investiert, mit Veranstaltungen und Material.“ Erste Erfolge gab es bereits. Denn die Zwei- bis Sechsjährigen waren die fleißigsten Ausleiher 2019. Das Geld für die 500-Euro-Spende stammt aus den Abgaben, die rund 60 Unternehmerinnen für einen Homepageeintrag auf der Website www.roesrather-unternehmerinnen.de zahlen. Davon profitieren die Unternehmerinnen genauso wie von den Aktivitäten des Netzwerks in den sozialen Medien.
  

Wirtschaftswelt im Wandel

Ruth Maria Sarica ist eine der Rösrather Unternehmerinnen und hat gerade das Buch „Gesunde Führung in der VUKA-Welt“ veröffentlicht. Es gibt praxisnahe Tipps, wie Führungskräfte und Personal Strategien entwickeln können, um sich in einer stetig im Wandel begriffenen Wirtschaftswelt wohlzufühlen. Sarica geht die Frage systemisch an, setzt die Wertschätzung sich selbst und den anderen gegenüber in den Fokus und bietet online auch Arbeitshilfen und Reflexionsübungen an. Erschienenen ist das Buch im Haufe-Verlag.

Die historische Identität zeigen

Im Kreisverkehr an der Schnabelsmühle kann bald die Skulptur „Wasserzeichen“ bewundert werden

Vor allem in der Dunkelheit wird das Wasserzeichen seinen besonderen Reiz entfalten Bild: Greenbox
Vor allem in der Dunkelheit wird das Wasserzeichen seinen besonderen Reiz entfalten Bild: Greenbox
Sie ist fertig, aber noch nicht enthüllt: Die Skulptur „Wasserzeichen“, die inmitten des Kreisverkehrs an der Schnabelsmühle steht. Das Unternehmernetzwerk „Best of Bergisch“ hat mit einem Gestaltungswettbewerb, an dem sich viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt hatten, dafür gesorgt, dass dort etwas Besonderes errichtet wird. Auch am Bau der Skulptur waren einige Unternehmen des Netzwerkes beteiligt. Bald werden also die Buchstaben leuchten.

"Der beliebteste und zugleich teuerste Vorschlag machte am Ende das Rennen im Gestaltungswettbewerb"

Diese bilden Worte, die den Bergisch Gladbachern wichtig sind. „Alte Dombach“ wird da zum Beispiel stehen und auf die Keimzelle der Papierproduktion in der Stadt hinweisen. „Dröppelminna“, „Fastelovend“ und „Gohrsmühle“ sind weitere Subjektive, auch Adjektive wie „Jrön“und „l(i)ebenswert“ kommen vor. In Kooperation mit der Stadt hatte „Best of Bergisch“ die Bürgerinnen und Bürger die Worte wählen lassen. Das Unternehmernetzwerk hat über Spenden und Sponsoren dafür gesorgt, dass der Entwurf des Wasserzeichens auch realisiert werden kann. Denn es war nicht nur der am Ende beliebteste Vorschlag im Gestaltungswettbewerb, sondern auch der teuerste. Die leuchtende, ringförmige Skulptur trägt das Wasserzeichen – damit wird ursprünglich die in die Papierstruktur eingebrachte Markenkennung des Herstellers bezeichnet. Also eine Idee, die der Geschichte der Papierstadt Bergisch Gladbach entspricht und die historische Identität der Kreisstadt widerspiegelt.
  
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