Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt
Anzeigen

Die Klinik-Clowns zaubern den Kindern ein Lächeln ins Gesicht

ANZEIGE

„Es gibt noch viel zu tun“ Der Pulheimer Thomas Gemein engagiert sich seit 30 Jahren mit seinem Förderverein für das Kinderkrankenhaus in Köln

17.06.2021

Was hat Sie dazu bewogen, den Verein „Freunde und Förderer des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße Köln e. V.“ zu gründen? 

THOMAS GEMEIN: Die Mutter meines Kindes ist dort Kinderkrankenschwester und sagte mir eines Abends, dass sie eine neue Kaffeemaschine bräuchten. Daraufhin habe ich gefragt, ob so etwas nicht der Förderverein bezahlen könnte. Doch es gab niemanden, der sich dort engagierte. Da habe ich am anderen Tag – ganz nach meinem Lebensmotto „nicht schwätzen, sondern machen“ – den ärztlichen Direktor angerufen und mit ihm die Gründung des Fördervereins besprochen.

Wenn Sie zurückblicken, was hat Sie besonders bewegt?

GEMEIN: Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten damit, permanent kranke Kinder zu sehen. Ich bin dann auch den einen oder anderen Tag geflüchtet, weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Schließlich lernt man die verschiedenen Krankheitsbilder kennen, kann alles besser verstehen und auch damit umgehen. Bewegt hat mich auch die Übergabe mancher Spende, wie beispielsweise die neue Spielewelt und der therapeutische Spielplatz zum Thema „Sehen, Riechen, Fühlen“. Das waren schon besondere Highlights, wenn man die Freude in den Augen der Kinder sieht. Besonders stolz sind wir aber auch darauf, dass wir ein MRT (Magnetresonanztomogramm) für einen Millionenbetrag anschaffen konnten. Das war, finanziell gesehen, die Krönung.

Inwiefern haben sich die vergangenen Monate auf Ihr Engagement ausgewirkt?

GEMEIN: Auch wenn wir uns über die Jahre ein finanzielles Polster schaffen konnten, so schmilzt dies nun wie Eis in der Sonne. Denn durch die Einschränkungen in der Pandemiezeit mussten wir unsere ganzen traditionellen Events zum Spendensammeln wie die Karnevalssitzung im Februar oder das Sommerfest absagen. Auch der im März geplante Empfang zum 30-jährigen Bestehen als Dank an die Spender und die Vereinsmitglieder musste ins Wasser fallen. Da wir aber schon seit mehreren Jahren neben teuren neuen Geräten kontinuierlich zwei Arzt- und zwei Therapeutenstellen sowie die Stelle einer Erzieherin finanzieren, laufen unsere Kosten immer weiter. Das macht einen schon etwas unruhig. Aber wir haben eine Menge neue Ideen und lassen uns keinesfalls entmutigen. Denn es gibt noch so viel zu tun!

Welche Projekte stehen denn auf Ihrer Wunschliste?

GEMEIN: Unser Ziel ist es ja, das Kinderkrankenhaus finanziell bei allem zu unterstützen, was der Staat nicht macht. Und das ist eine ganze Menge. So möchten wir die stundenweisen Einsätze einer Ergotherapeutin und einer Diätassistentin ermöglichen, zwei Pkw für Notfalleinsätze anschaffen und zur Nachsorge chronisch kranker Kinder, Reit-, Kletter- und Maltherapie für psychisch kranke Kinder ermöglichen. Darüber hinaus stehen ein Sportplatz für die Psychiatrie und weitere medizintechnische Geräte auf der Wunschliste. Besonders wichtig in diesen Zeiten wäre uns auch, Gelder für die Beschäftigung einer weiteren Kinderpsychologin aufzutreiben, ebenso wie einen dritten Klinik-Clown zu beschäftigen, der die Kinder auf andere Gedanken bringt.
  

Hilfe erbeten

Wer den Verein unterstützen möchte, kann als Mitglied mit einem Jahresbeitrag von mindestens 65 Euro zum Wohl kranker Kinder beitragen oder auch einmalig spenden. Der Vorsitzende des Vereins Thomas Gemein kann per E-Mail an Gemein@Spende.cc kontaktiert werden. Weitere Informationen unter: www.Spende.cc